Radicchio

Themen: Radicchio, Salat
Radicchio

In Norditalien wird Radicchio im großen Stil angebaut und gezüchtet.

Den Ur-Radicchio, die Wilde Wegwarte (Cichorium intybus var. intybus), legten sich schon die alten Römer und Griechen als der Gesundheit zuträgliches Blattgemüse auf den Teller.

Die Wurzeln der Wegwarte oder Zichorie sah man sich erst im 17. Jahrhundert in Deutschland näher an und erkannte, dass sie in gerösteter und gemahlener Form ein guter Ersatz für den sündhaft teuren Kaffee waren. Mit der Wurzelzichorie wurde weitergezüchtet und im 19. Jahrhundert war der Chicorée in der Welt.

In Südeuropa entstanden dagegen Radicchio, Zuckerhut und andere Blattzichorien.

Appetitzügler

Der Bitterstoff Lactucopricin (früher: Intybin) sitzt im Milchsaft und der wiederum in den Blattrippen und in den Speicherwurzeln. Bei gleichmäßiger Wasserversorgung und zum Herbst hin wird der Radicchio stetig milder. Ein Bad im lauwarmen Wasser soll einen Teil der Bitterstoffe aus den Blättern lösen (aber auch ein paar Vitamine).

Die inneren, hellen Blätter von Zuckerhut und Endivien und der im Dunkeln getriebene Chicorée sind milder. Die Bitterstoffe in Radicchio, Chicorée und anderen Zichorien helfen beim Abnehmen, denn sie schwächen unsere Lust auf Süßes ab und zügeln den Appetit. Man ist einfach schneller satt. Zudem wird die Fettverdauung angeregt.

Wer ist wer in der Zichorien-Familie

Zuckerhut ist eine Schweizer Züchtung mit einem relativ festen, zu einem spitzen Kegel geformten Kopf
Chicorée im Dunkeln gebleichte Sprosse der Wurzelzichorie 3 Puntarelle in Italien beliebte, kurze, verdickte und innen hohle Sprosse, die ausgesprochen knackig sind
Catalogna oder Schnitt-Zichorie wird auch Löwenzahnsalat genannt, wegen der Ähnlichkeit der Blätter mit Löwenzahn
Endivie teilt mit den Zichorien den gleichen Gattungsnamen „Cichorium“, es gibt feingekrauste und breitblättrige Sorten, auch sie sind bitter
Radicchio gibt es kopf- und rosettenbildend, erstere mit kugeligen oder langgestreckten Köpfen, in rot-weiß oder weiß mit roten Sprenkeln

Anbautipps

Gemüsefamilie: Korbblütengewächse, verwandt mit Salat, Schwarzwurzeln, Artischocke und Topinambur

Aussäen: Juni bis Juli, Abstand 30 cm

Ernten: ab September
Standort: sonnig, humoser, lockerer Boden mit guter Wasserhaltefähigkeit

Fruchtfolge: als Nachkultur für Starkzehrer, z. B. frühe Kohlarten, oder nach Erbsen; Anbaupause von vier Jahren zwischen Korbblütengewächsen

Düngen: Mittelstarkzehrer, nach stark gedüngten Kulturen ist eine Extra- Düngung nicht notwendig

Pflege: Unkraut jäten, solange die Pflanzen noch jung sind; bei trockenem Wetter zusätzlich gießen

Lagern: Ein bis zwei Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks

Pflanzenschutz: Schnecken, Blattläuse

Die Sorte ‘Palla Rossa’ verträgt bis zu minus fünf Grad im Freien. Sie kann auf dem Beet stehen bleiben, bei längeren Frostperioden wird sie mit Vlies abgedeckt.

» Gartenpraxis: Feldsalat
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