Die violette Nelke zeigt sich hier in ihrer ganzen Pracht. Quelle: pixabay

Nelken: Winterharte Arten für den Garten

Nelken haben ihr leicht verstaubtes Image längst abgelegt und sind als romantische Sommerblüher in vielen Arrangements zu finden. Die Gattung Dianthus ist extrem vielgestaltig und weist zahlreiche Arten und Sorten auf, die mit ihrem natürlichen Charme und würzigen Duft den Garten verzaubern. Wir stellen Ihnen empfehlenswerte winterharte Arten vor.

 

 

 

Nelken laden zum Gestalten ein

Nelken im Korb
Landnelken – Foto: iStock/hsvrs

Schon die Griechen würdigten die Schönheit der Nelken und widmeten sie dem Göttervater Zeus. Der botanische Name Dianthus bedeutet “Gottesblume”.

Von weiß über rosa bis hin zu rot und violett: Die Dianthus-Vertreter erstrahlen in vielen Farbtönen. In sonnigen Beeten, in Steingärten und auf Trockenmauern fühlen sich die meisten Nelkenarten richtig wohl.

Hybriden der Landnelke (Dianthus caryophyllus) werden auch Gartennelken oder Edelnelken genannt. In Mitteleuropa werden sie meist nur einjährig gepflegt, obwohl sie durchaus winterhart sind. Die Pflanzen wirken besonders schön, wenn sie in kleinen Gruppen gesetzt werden.

Auch Balkongärtner schätzen Stauden-Nelken als Bestandteil pflegeleichter Bepflanzungen, da sie sich dauerhaft im Blumenkasten halten und oft schöne, hängende Polster ausbilden. Nach einem Rückschnitt erfolgt bei vielen Sorten alsbald eine zweite Blüte.

Und nicht zu vergessen: Nelken geben prächtige Schnittblumen ab!

Viele Nelken kommen mit frostigen Temperaturen gut zurecht. Eine wichtige Voraussetzung für ihre Langlebigkeit ist jedoch ein durchlässiger Boden, da sonst die Wurzeln faulen. Ein schwerer Boden sollte mit Sand abgemagert werden.

Die verschiedenen Stauden-Nelken

Heide-Nelke

Die zarte Heidenelke (Dianthus deltoides) hat ihre Naturstandorte auf trockenen, kiesigen und nährstoffarmen Flächen. Ihre aufrechten Stängel tragen schmale Blätter, wie sie für Pflanzen magerer Standorte typisch sind. Im Garten fühlt sich die Art besonders in Heide- und Steingärten wohl. Dort entwickelt sich einen lockeren, rasenartigen Wuchs und bezaubert mit ihren farbkräftigen Blüten. An einem idealen Standort versamt sie sich auch willig.

Dianthus deltoides kommt am besten in größeren Gruppen zur Geltung. In leuchtenden Rottönen oder auch in Reinweiß entfalten die verschiedenen Züchtungen ihre bezaubernde Wirkung.

Heidenelke
Heidenelke – Foto: iStock/SvetlanaKlaise

Karthäuser-Nelke

Die Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum) ist eine heimische Trockenrasenpflanze und eignet sich deshalb bestens für naturnahe Pflanzungen. Ihre kleinen Blüten auf langen Stielen entfalten eine gute Fernwirkung und ziehen Schmetterlinge magisch an. Wird sie im April in einem nährstoffarmen, trockenen Boden ausgesät, erscheinen die leuchtenden, violetten Blüten im zweiten Jahr.

Karthäuser-Nelke
Karthäusernelke – Foto: iStock/rootstocks


Bart-Nelke

Die Bartnelke (Dianthus barbatus) kommt mit vielen prachtvollen Sorten daher. Auch als Schnittblume ist sie mit ihrem nostalgischen Flair außerordentlich attraktiv. Die Pflanze wird bis etwa 40 Zentimeter hoch, ihre Blüten stehen in dichten Büscheln. Bartnelken können als ein- und zweijährige Pflanzen kultiviert werden. An einem optimalen Standort findet eine Selbstaussaat statt.

Bartnelken benötigen einen frischen und nährstoffreichen Boden, um gut zu gedeihen. Im Winter sollte man sie mit Reisig bedecken.

Bartnelke
Rot blühende Bartnelke – Foto: Pixabay/Couleur

Feder-Nelke

Die Federnelke (Dianthus plumarius) stammt aus dem östlichen Mitteleuropa und ist eine bewährte Bauerngartenpflanze, die in vielen Farb- und Blüten-Variationen erhältlich ist. Da ihre Blütenblätter an den Rändern tief eingeschnitten sind, wirkte das “fedrige Bild” bei der Namensgebung mit.
Die Nelke bildet wintergrüne Polster aus, die aus grasartigen Blättern bestehen. Bereits im Mai entfaltet sie ihre ersten Blüten. Wird Verwelktes regelmäßig entfernt, entwickelt sich die Federnelke zu einem echten Dauerblüher bis in den Sommer hinein.

Federnelke
Federnelke mit gefüllter Blüte – Foto: iStock/Dejan Kolar

Pfingst-Nelke

Die aus West- und Mitteleuropa stammende Pfingstnelke (Dianthus gratianopolitanus) ist eine anspruchslose Steingartenstaude, die den typischen würzigen Nelkenduft verströmt. Sie ist ganzjährig attraktiv, da sie dichte, wintergrüne Polster ausbildet. Die Pflanzen können sehr gut als Bodendecker, als Bestandteil einer Dachbegrünung und zur Einfassung von Beeten und Wegen eingesetzt werden. Auch in Blumenkästen und Trögen sieht das leicht überhängend wachsende Nelkengewächs sehr reizvoll aus.

Durch einen Rückschnitt nach der Blüte lassen sich ältere Bestände wieder gut in Form bringen.

Pfingstnelke
Pfingstnelke – Foto: iStock/weisschr

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