Wunderstrauch (Codiaeum variegatum var. Pictum) ©GartenFlora

Wunderstrauch im Pflanzenportrait

Weil die meisten Pflanzen tropischer Herkunft landläufig als anspruchsvoll gelten, könnte man annehmen, dass der aus Südostasien stammende Wunderstrauch oder Kroton (Codiaeum variegatum) ebenfalls empfindlich sei. Dabei ist er robuster als man denkt. Im Lauf der Zeit sind unzählige dekorative Sorten entstanden.

Es gibt Vertreter mit langen schmalen oder großen, mitunter an Eichenlaub erinnernden, ledrigen Blättern in leuchtenden Farben. Auch gepunktet, geädert, marmoriert – alles kann man finden. Vorwiegend bekommt man im Handel kleine Pflanzen für die Fensterbank. Doch auch als üppige Kübelpflanze für den warmen Wintergarten ist dieser tropische Vertreter der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) sehr beliebt.

Der geeignete Standort

Kleiner Wunderstrauch – Foto: Floradania

Je heller der Wunderbaum steht, desto intensiver fällt die Blattfärbung aus. Auch etwas Sonne wird vertragen – vor praller Mittagssonne möchte er aber geschützt werden. Am einem lichtarmen Platz vergrünen die Blätter. Ganzjährig sind höhere Zimmertemperaturen erwünscht, auch im Winter sollen 16 °C nicht unterschritten werden. Je wärmer es am Standort ist, desto höher soll die Luftfeuchtigkeit ausfallen. Zugluft und einen “kalten Fuß” mag Kroton nicht.

Die ideale Pflege

Verwenden Sie zum Gießen weiches, zimmerwarmes Wasser, dem während der Hauptwachstumszeit alle 14 Tage etwas flüssiger Volldünger zugesetzt wird.

Sorgen Sie zudem für eine indirekte Luftfeuchte. Alle zwei bis drei Jahre sollten Sie im Frühjahr umtopfen.

Vermehren des Wunderstrauches

Die Vermehrung aus Kopfstecklingen ist im zeitigen Frühjahr möglich. Dafür ist allerdings eine hohe Bodenwärme (mindestens 25 °C) erforderlich. Auch ein Abmoosen gelingt.

Häufige Schädlinge und Krankheiten

Spinnmilben, Thrips und andere Schädlinge stellen sich bei zu trockener Zimmerluft ein. Blattfall ist die Folge von stärkeren Temperaturschwankungen.

Vorsicht beim Kontakt mit dem Pflanzensaft!

Der weiße Milchsaft ist haut- und schleimhautreizend. Beim Schneiden von Stecklingen treten größere Mengen aus. Tupfen Sie ihn mit etwas Küchenkrepp ab und vermeiden Sie Hautkontakt.