Zeigerpflanzen und was sie zeigen

Wenn es darum geht, welche Kulturpflanzen wo gut wachsen werden oder ob Ihr Gartenboden nach Nährstoffen verlangt, geben die sonst so lästigen Unkräuter wertvolle Hinweise. Wo Brennnessel und Vogelmiere üppig wachsen, enthält der Boden reichlich Stickstoff. Giersch verrät Feuchtigkeit und Mauerpfeffer deutet auf Stickstoffmangel hin.

Das ist zwar nicht so exakt wie eine Bodenuntersuchung, aber ein guter Anhalt dafür, ob Ihren Kulturpflanzen für einen guten Start ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Eine exakte Bodenanalyse ersetzen diese Zeigerpflanzen nicht. Die sollten Sie alle zwei bis drei Jahre durchführen lassen. Und natürlich immer dann, wenn Ihre Pflanzen Mangelerscheinungen zeigen.

Das verraten Zeigerpflanzen

Auf stickstoffreichen Boden weisen hin: Große Brennnessel, Kletten-Labkraut, Melde, Vogelmiere, Scharfer Hahnenfuß. Wenig Stickstoff ist enthalten, wo Mauerpfeffer oder Wilde Möhre vorherrschen. Quecke, Gänsefingerkraut, Kriechender Hahnenfuß und Breitwegerich fühlen sich auf verdichtetem Boden wohl. Sauerampfer schmeckt nicht nur sauer, er gedeiht auch besonders gut auf saurem Boden. Ebenso die Ackerwinde und die Hundskamille.

Staunässe zeigen z. B. Acker-Schachtelhalm, Mädesüß und Huflattich an. Auf kalkhaltigem Boden finden sich häufig Hahnenfuß, Natternkopf, Rainfarn und Wegwarte. Alkalischer Boden beherbergt unter anderem Leinkraut, Vogelmiere und Acker-Stiefmütterchen. Er ist für Moorbeetpflanzen wie Heidelbeeren absolut ungeeignet. Auf feuchtem Boden, gut z. B. für Minzen und Gemüsearten mit hohem Wasserbedarf wie Möhren, finden sich auch Ampfer, Wiesen-Schaumkraut und Trollblume, Beinwell oder Giersch.