Blumenkohl – Kopflos bei Hitze

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Blumenkohl

Blumenkohl ist anspruchsvoll. Bekommt er nicht, was er braucht, bleibt die Ernte aus.

Blätter, nichts als Blätter! Die Pleite ist perfekt: Die Ernte fällt aus in diesem Jahr. Wo sind die schönen weißen Köpfe? Was bloß ist schief gelaufen? Da haben wohl die Bedingungen nicht gestimmt. Tatsächlich - manchmal ist er etwas divenhaft, der Blumenkohl. Gut zu wissen, was er eigentlich will!

Das braucht Blumenkohl zum Wachsen

Blumenkohl mag mittelschwere, humose Böden, die Wasser und Nährstoffe gut speichern können. Auf Sandboden muss deshalb häufiger gegossen werden. Und öfter gedüngt! Ganz nach Bedarf in kleinen Portionen, denn leichter Boden kann nicht so viel auf einmal speichern: Einfach die Gesamtmenge in mehrere Gaben aufteilen.

Ein hoher Anteil an Humus ist immer günstig. Jährlich etwa fünf Liter pro Quadratmeter reifer Kompost reichen aus, den Boden langfristig fruchtbarer zu machen. Dennoch: In sehr heißen Sommermonaten bildet Blumenkohl auf Sandboden mitunter keine Blütenköpfe.

Findet der Starkzehrer dagegen optimale Bedingungen, können Sie fast ganzjährig eigenen Blumenkohl ernten. Im Freien reifen die ersten weißen Blütenköpfe ab Ende März bis Mai, aber nur, wenn Sie schon im Juli/August des Vorjahrs sogenannte Überwinterungssorten ausgesät haben.

Dazu zählen ‘Walcheren Winter’ oder ‘Dalton F1’. Sie kommen unter Vliesschutz oder im Gewächshaus gut über den Winter und wachsen im Frühjahr weiter.

Ab Mai folgen Treib- und Frühsorten. Die werden von Januar bis März bei 15–18 °C in Schalen oder Töpfen vorgezogen. Entweder am Fenster oder im geheizten Gewächshaus. Der erste Treibblumenkohl aus Frühbeet oder ungeheiztem Gewächshaus reift etwa im Mai. Zum Treiben geeignete Sorten sind z.B. ‘Frühernte’ oder ‘Adelanto F1’.

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Im Freien

zeigt sich der erste Blütenschopf ab Juni. Unter schützendem Vlies
vielleicht sogar noch früher. Gute Sorten für die zeitige Freilandernte sind beispielsweise ‘Igloory’ oder ‘Neckarperle’. Zwischen April und Juni können Sie bereits im Freien aussäen, direkt im Beet, für die Ernte zwischen Juli und Oktober.

Nichts für Ihren kleinen Haushalt? Dafür gibt es Sorten wie ‘Igloory’ oder ‘Erfurter Zwerg’. Den Schluss macht Herbst- und Winterblumenkohl, wie ‘Optimist F1’, der im Spätherbst reift.

Übrigens: Ausgefallene Sorten wie die rosafarbene ‘Rosalind’ oder die frischgrünen Romanescos werden kultiviert wie die Weißen – und sind genauso divenhaft!

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Tipp

Weiße Sorten bleiben makellos weiß, wenn die Blume einige Wochen vor der Ernte vor Lichteinfall geschützt wird. Dazu einfach ein Blatt umknicken. Sozusagen als Sonnenschirm. Anderenfalls kann sich die Blume violett oder grünlich verfärben. Bei Sorten wie ‘Amazing’ schließt sich der Blattschopf von ganz allein über der Blüte.

Blumenkohl gibt es auch in Farbe. ‘Graffiti ’ beispielsweise  strahlt in kräftigem Lila-Rosa. Romanesco-Sorten bilden Blumen aus grünen Schneckentürmchen und ‘Sunset’ färbt sich zur Reifezeit gelb-orange.

» Übersicht: Blumenkohlsorten (PDF)

Säen Sie lieber aus

Wer selbst aussät, rechnet mit etwa vier bis sechs Wochen von der Aussaat bis zum Verpflanzen ins Beet – im zeitigen Frühjahr länger, bei höheren Anzuchttemperaturen kürzer. Bei den meisten Sorten ist die Aussaat nötig, denn es gibt sie selten als Jungpflanze zu kaufen. Im Gartencenter werden in der Regel erst ab März/April Setzlinge früher Freilandsorten mit kurzer Anbauzeit, beispielsweise ‘Erfurter Zwerg’, ‘Igloory’ oder ‘Neckarperle’ angeboten.

Möchten Sie dagegen bunte Sorten anbauen, Winterblumenkohl oder den erwähnten Treibblumenkohl, bleibt Ihnen nur die Selbstaussaat. Auch Brokkoli bekommen Sie nicht immer als pflanzfertige Setzlinge.

Die Faustregel, übrigens für alle Kohlsetzlinge: Sie sind mit drei bis vier echten Laubblättern, etwa 4 bis sechs Wochen nach der Aussaat, pflanzfertig. Blumenkohl und Brokkoli werden so hoch gepflanzt, wie sie zuvor in der Pikierschale oder im Einzeltopf standen. Je nach Sorte brauchen die beiden

Mehrstämmiger Blumenkohl

Die Sorte ‘Multi-Head’ ist ein neuer Blumenkohl-Typ. Wird die erste Blumenkohl- Knospe früh geerntet, bilden sich zahlreiche kleine, an Brokkoli- Krönchen erinnernde Seitentriebe. Der Anbau ist in der gesamten Freilandsaison möglich. Für die gute Bildung der Seitentrieben eher trocken kultivieren. Von Gärtner Pötschke. Blütenkohlarten zwischen 50 mal 50 und 70 mal 70 cm Standraum.

Blumenkohl im Kasten

Kleinbleibende Blumenkohlsorten bilden auch im Kasten Köpfe. Sorgen Sie für gleichmäßig feuchtes Substrat und düngen Sie wöchentlich mit einem handelsüblichen Flüssigdünger. Aber erst sechs Wochen nach dem Pflanzen. So lange hält der Düngervorrat in der Blumenerde.

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