Mit unser Bauanleitung bauen Sie einen eigenen Adirondack ganz nach Ihrem Geschmack.

Adirondack Bauanleitung – der besondere Gartenstuhl

Der Adirondackstuhl sieht sehr bequem aus. Gemeinsam mit Redakteurin Saskia Richter machte sich Redakteur Achim Werner ans Werkeln, und es entstanden zwei farbenfrohe Gartensitzmöbel, die sich mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung gut nachbauen lassen.

Adirondack – Was ist das für ein Name?

Entwickelt wurde dieser Gartensessel Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Amerikaner Thomas Lee. Als bequeme Sitzgelegenheit für den Rasen vor seinem Landsitz in den Adirondackbergen im Nordosten der USA.

Der Legende nach sollten die ersten Modelle bequemes Sitzen auf abschüssigem Gelände ermöglichen.

Bekannt geworden ist das Modell mit den charakteristisch breiten Armlehnen zunächst als Westpoint Chair, dann als Adirondackchair. Aber nur, weil sich ein geschäftstüchtiger Tischler namens Harry C. Bunnel das Bauprinzip patentieren ließ und die Serienfertigung begann. Übrigens, ohne zuvor den Erfinder um Erlaubnis zu fragen. Seitdem wird der bequeme Sessel in Dutzenden von Variationen nachgebaut, weiterentwickelt und ist in allen möglichen Holzarten auch fertig zu bekommen.

Bauanleitung

Benötigte Werkzeuge

Stichsäge mit Holzsägeblättern für gerade und für Kurvenschnitte, Schleifblock oder Schleifmaschine, Schleifpapier Körnung 60 und 180, Bohrschrauber, Holzbohrer 8 mm und 3 mm, Schraubenschlüssel 10 mm, Schrauberbits, Meterstab, Rechter Winkel, Schraubzwingen, Pinsel oder Farbrollen. Weitere nützliche Werkzeuge: Tischkreissäge, Kanten- oder Oberfräse.

Benötigtes Material pro Sessel

  • Bretter ca. 148 x 22 mm;
  • ca. 12 lfdm Bohlen für die Armlehnen: ca. 140 x 40 mm,
  • etwa 2 lfdm Sitzlatten: 45 x 28 mm, mit Fase
  • ca. 70 Holzschrauben: 40 x 4 mm, verzinkt oder rostfrei
  • 6 Holzschrauben: 60 x 5 mm, verzinkt oder rostfrei
  • Schlossschrauben: 70 x 8 mm, mit Mutter und Unterleg-Scheibe
  • Holzschutzgrund: pro Stuhl etwa 250 ml Lasur oder Lack: pro Stuhl etwa 1000 ml für zwei Schichten

Praktische Tipps fürs Bauen

Sollen die Schraubenköpfe komplett unsichtbar sein, schrauben Sie sie ein bis zwei Millimeter tiefer ins Holz und verspachteln vor dem Lackieren mit Holzkitt.Für große Gartenmöbel empfiehlt sich leichtes Nadelholz. Fichte und Kiefer brauchen eine Lasur- oder Lackschicht. Douglasie und Lärche alle zwei Jahre mit Pflegeöl behandeln, ebenso die schwereren Laubhölzer Eiche und Robinie (schwer zu verarbeiten).Alle Maße können variiert werden, zum Beispiel, wenn die Rückenlehne aus schmaleren, dafür aus mehr Brettern konstruiert werden soll. Auch andere Brettstärken sind möglich. Passen Sie dann alle anderen Maße an. Die Form des oberen Rands der Rückenlehne und deren Höhe sind frei wählbar.

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