Kumquat

Kumquat (Citrus fortunella)

zur Großansicht: Kumquat

Der Traum vom sonnigen Süden ist oft der Auslöser, wenn man sich auf ein Citrus-Bäumchen einlässt. Im Handel gibt es allerliebste kleine Formen mit reichem Fruchtbesatz. Der weitläufige Citrus-Clan hat im Laufe der jahrtausendealten Kultur vielfältigste Formen hervorgebracht. Der botanische Name Citrus fortunella ist für die Kumquat heute nicht mehr gültig. Fortunella japonica muss sie korrekt heißen. Im Handel wird oft der populärere "Sammelbegriff" Citrus beibehalten.

Seit mit dem Bau von Orangerien an europäischen Fürstenhöfen zu Zeiten des Barock die Kultivierung des nicht winterharten Gewächses bei uns überhaupt erst möglich wurde, blieb es über die Zeiten hinweg eine der beliebtesten Kübelpflanzen. Bis zur Fruchtreife vergeht bei den meisten Zitrusgewächsen ein ganzes Jahr, so dass oft Blüten und Früchte gleichzeitig am Strauch hängen.
 

HINWEIS zur Nachsaat von Kumquats

Aus Mandarinen-, Zitronen- oder Grapefruit-Kernen gezogene Wildlinge bringen kaum oder erst nach Jahren Blüten oder gar Früchte. Man müsste sie, wie einen Apfelsämling etwa, veredeln.
 

Der beste Standort der Kumquat

Ein sehr heller, nach Eingewöhnung sogar vollsonniger Platz ist ideal. Im Sommer steht die Zwergorange gern im Freien, auf der Terrasse zum Beispiel, wo sie mit anderen "Südländerinnen" ein mediterranes Flair zaubert. Im Winter sind 5 bis 10 °C an einem sehr hellen Platz erwünscht.

Pflege der Kumquat

Im Sommer wird reichlich mit weichem, temperiertem Wasser gegossen und alle 14 Tage flüssig gedüngt, am besten mit einem Spezialdünger für Zitrusgewächse. Im Winter nur sehr sparsam gießen. Jährlich im Frühjahr in lehmhaltige, nährstoffreiche Erde umtopfen.

Vermehren der Kumquat

Samen von gekauften Früchten keimen leicht, doch diese "Wildlinge" wachsen zu sparrigen, oft sogar bedornten Sträuchern heran. Stecklinge bewurzeln bei hoher Bodenwärme, nicht immer mit Erfolg.

Häufige Schädlinge und Krankheiten der Kumquat

Chlorotische Blätter durch zu hartes Gießwasser. Woll- und Schildläuse bei zu warmer Überwinterung.
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