Werkzeuge fürs Leben

Gartengeräte müssen so einiges leisten und über Jahre verlässlich funktionieren. Am besten ein Gärtnerleben lang. Es lohnt also, bei der Anschaffung auf Qualität zu achten.

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Ohne Gartenschere und Spaten geht es nicht

Für mich zählt eine ordentliche Handschere zum Wichtigsten.Sie ist beim Gang durch den Garten immer dabei. Da gibt es stets etwas zu tun: Verblühte Rosen wollen gekappt, Gurken geerntet und Steckhölzer geschnitten werden. Da lobe ich mir Modelle, die gut in der Hand liegen und sich problemlosnachschärfen lassen.

Mein zweiter unerlässlicher Helfer ist der solide Spaten. Ein zu dünnes Blatt übersteht größere Belastungen kaum länger als ein bis zwei Jahre. Grabegeräte mit Edelstahlblatt oder – zinken sind rostfrei und leicht sauber zu halten.

Grabewerkzeuge aus weichem rostfreiem Stahl müssen entsprechend dicker sein und werden dadurch schwerer. Ganz neu im Handel ist der neue Terraline Spaten von Gardena. Stoßgedämpfte Griffe und Trittkanten machen ihn schonend für die Gelenke.

» Übersicht: Die wichtigsten Gartenwerkzeuge 

Qualitätsmerkmale für gute Gartengeräte

Ein weiteres Qualitätsmerkmal für Spaten und Grabegabeln ist ein nicht zu dünner Stiel aus elastischem Eschen- oder Hickoryholz. Buchenstiele sind zwar hart, aber auch spröde. Sie brechen beim Hebeln mitunter ohne Vorwarnung. Für Hacken, Rechen, Grubber oder Rasenkantenstecher reichen sie jedoch aus.

Ob Sie diese Geräte lieber fest eingestielt verwenden oder sich für ein Wechselsystem entscheiden, hängt unter anderem davon ab, wie viel Platz Sie haben.

Ich bevorzuge Wechselstiele. So kann ich jedem Gerät die optimale Länge verpassen. Denn eine halb gebückte Haltung beim Hacken oder Harken mit zu kurzem Werkzeug beschert Rückenschmerzen. Im Zweifel ist ein etwas zu langer Stiel also immer besser. Beim Rechen erweitert er zudem den Aktionsradius: Der Rasen ist viel schneller von Laub befreit, und Beete lassen sich einfacher einebnen.

» Praxis-Test: Gartenscheren

Tipps zu Kleingeräten

Für die Feinarbeiten im und am Boden empfehlen sich Kleingeräte wie Pflanzschaufeln, kleine Grubber und Minihacken mit kurzen, handlichen Stielen, die es ebenfalls als Wechselsystem gibt.

Zurück zur eingangs erwähnten Schere: Für kleinere Schnittarbeiten und die Strauchpflege ist eine stabile, leichtlaufende Handschere mit nicht zu dünnen Griffen und guter Pufferung erste Wahl. Probieren Sie die Modelle in Ruhe durch, denn nicht jede Schere lässt sich mit jeder Handgröße gut handhaben.

Für dickeres Holz ist eine Klappsäge oder Astschere sehr praktisch. Die gibt es auch mit Hebelübersetzung. Damit lassen sich bis zu vier Zentimeter starke Äste leicht durchtrennen. Und wer auch die allerhöchsten Wipfel seines Apfelbaums erreichen will, braucht eine Leiter – möglichst aus Aluminium und mit seitlichen Füßen für einen sicheren Stand.

Achim Werner
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