Test: Teleskop-Schneidgeräte

Teleskop-Schneidgeräte

Teleskop-Schneidgeräte machen in vielen Fällen die Leiter überflüssig.

Ganz schön lästig: Für den Erziehungsschnitt von Obsthochstämmen erst die Leiter aus dem Schuppen holen, dann aufstellen, vielleicht dabei noch die Finger klemmen. Und dann muss sie ja auch noch sicher und wackelfrei stehen. Auf unebenem oder weichem Gartenboden nicht so einfach. Von Höhenangst und dem ständigen Umstellen der Steighilfe mal ganz abgesehen. Dabei kann man seine Reichweite auch ohne Leiter ganz einfach erweitern. Und zwar beträchtlich: Aus etwas über zwei Metern ohne Hilfsmittel werden mit Teleskopwerkzeugen leicht sechs, sieben Meter.

» Bilder: Teleskop-Schneidgeräte im Detail

Telekop-Schneidgerät im Praxis-Test

„Liegt gut in der Hand“, meint Redakteurin Kerstin Ackermann zur Strauchschere von Ward, „und die Hebelwirkung ist beeindruckend für das leichte Gerät.“ Mit etwa 3,5 Meter Reichweite ist sie allerdings nur für mittelgroße Gehölze ausreichend. Mit gut 6,5 Meter bietet Wolf-Garten mit der Teleskopstange Vario-Stil ZM V4 die größte Reichweite. Bei denen von Fiskars und Gardena sind es nur etwa 20 Zentimeter weniger. „Ausgerüstet mit einer neigbaren Ambossschere ist sie ganz schön schwer. Eher etwas für kräftige Arme“ urteilte Natalie Faßmann über den Wolf-Probanden.

» Praxis-Test: Gartenscheren

Teleskop-SchneidgeraeteDie Längsten lassen sich stufenlos oder mit festen Rasten auf die gerade benötigte Länge bringen. Zusammengeschoben messen die Geräte zwischen 2,20 und 2,40 Meter und finden in den meisten Kleinwagen Platz. Eine entsprechende Leiter ist deutlich schwerer im Auto oder in der Laube zu verstauen und bringt ein Mehrfaches auf die Waage. Was das Arbeiten mit Überlänge anbelangt, waren sich alle einig: total praktisch! Allerdings, so meint Saskia Richter, „fällt bei voller Länge das zielgenaue Ansetzen des Schneidwerkzeugs teilweise ganz schön schwer.“ Denn das obere Ende schwankt gelegentlich am abzutrennenden Ast vorbei. Sitzt dagegen das aufgesteckte Schneidwerkzeug erst einmal, hat der anvisierte Ast ausgespielt. Aber: „Längeres Arbeiten geht in die Arme, vor allem beim Arbeiten mit aufgesteckter Säge“, urteilt Monica Lietzau. „Und die freiliegende Zugleine der Wolf-Scherenaufsätze verfing sich gelegentlich im Geäst“, ergänzt Natalie Faßmann. Trotzdem überwiegen die Vorteile. Denn mal ehrlich, stundenlang auf der Leiter zu stehen, ist deutlich anstrengender. Im Übrigen: Wer nicht ganz so hoch hinaus muss, ist mit kürzeren und damit leichteren Teleskopstielen (zum Beispiel Wolf Vario-Stil ZW-V3) gut bedient. Fiskars bietet dafür einfache und leichte Schneidgiraffen ohne Teleskop mit ca. 1,40 und 2,30 Meter Länge an. Oder Sie nutzen einen ganz einfachen Gerätestiel eines Kombisystems (zum Beispielvon Gardena oder Wolf): Einfach mal im Gartencenter ausprobieren!
Achim Werner

Tipp: Sauberer oder kraftvoller Schnitt?

Eine Ambossschere beißt sich selbst durch hartes Totholz bis fünf Zentimeter Dicke, kann am lebenden aber die Rinde quetschen. Bypassscheren durchtrennen ebenso dicke Äste, hinterlassen aber glattere, besser verheilende Schnittwunden.
Newsletter-Anmeldung

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

Das Ratgebermagazin für Gartenliebhaber. Jeden Monat neu mit einer Vielzahl Tipps und Ratschlägen für den Zier- und Nutzgarten, mit Gestaltungsideen, Trends und Neuheiten rund um das Hobby Garten. Dazu wunderschöne Fotos aus liebevoll angelegten Privatgärten.

Editorial lesen Abonnieren

Aktuelle Ausgabe

GartenFlora Shop

Folgen Sie uns auf Facebook    Folgen Sie uns auf Twitter

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr