Rasenmäher mit Akku: Tipps zur Auswahl und Verwendung

Rasenmäher ohne Kabel

Akku-Rasenmäher machen das Mähen leichter und halten locker mit gewöhnlichen Motormähern mit.

Der Rasen müsste endlich gemäht werden. Es könnte auch längst getan sein. Wäre da nicht der alte Elektromäher mit dem ach so nervigen Stromkabel! Und der Benziner springt nach dem Winter mal wieder einfach nicht an. Aber warum sich quälen, wenn es Akku-Mäher gibt.

Die batteriebetriebenen Rasenschafe sind nicht nur weitaus leiser als Benziner. Sie haben auch keine lange Leitung zur Steckdose wie konventionelle Elektro-Mäher. Schluss mit der Angst vor versehentlich überrollten und dabei gekappten Kabeln. Von der Gefahr eines Stromschlags einmal völlig abgesehen.

Allerdings hat die abgasfreie Unabhängigkeit ihren Preis: Batteriemäher sind um ein Mehrfaches teurer als beispielsweise ein vergleichbarer, gewöhnlicher Elektromäher. Und kann ein Akku-Mäher überhaupt so kraftvoll die Messer schwingen wie ein althergebrachter Motormäher? Er kann! Denn heutige Akkus verfügen über ausreichend Leistung, um selbst mit durchzugsstarken Benzinern mitzuhalten.

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Tipps für die Auswahl des passenden Akku-Mähers

Wie lang so ein Akku hält? Nun, in der Liga der Einsteigermodelle für den kleinen Rasen schafft ein Mäher pro Ladung, je nach Fabrikat, zwischen 200 und 300 m², und der Akku kann mehrere hundertmal geladen werden.

Wichtiger ist die Frage, welche Flächenkapazität überhaupt benötigt wird. Kleinere Modelle mit 32 cm Mähbreite bewältigen zwar weniger Fläche in der gleichen Zeit als ein breitschultriges Modell. Dafür sind diese schmalen Geräte aber leicht und wendig. Allerdings müssen deren häufig kleiner dimensionierte Energiespeicher früher ans Netz. Deshalb kann es sinnvoll sein, einen zweiten, geladenen Akku zum Wechseln parat zu haben.

Zählt Rasenmähen dagegen nicht zu den Lieblingsgartenarbeiten, lohnt es vielleicht, gleich ein Modell mit mehr Arbeitsbreite anzuschaffen. Damit ist die leidige Angelegenheit viel schneller erledigt. Zu bedenken ist dabei jedoch, dass der Mäher vielleicht in einem winzigen Werkzeugschuppen untergebracht oder in den Keller getragen werden muss. Heben Sie das gute Stück einfach probehalber beim Händler an und lassen Sie sich zeigen, ob es platzsparend zusammengeklappt werden kann.

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Tipps zur Akkuwahl

Wichtig beim Preisvergleich: Muss ein Wechselakku extra bezahlt werden und wie viel kostet der zweite Stromsammler? Oder kommen Sie mit einer Ladung locker aus und benötigen gar keinen zweiten? Und schließlich gibt es für ein und den selben Mäher mitunter Akkus mit unterschiedlicher Kapazität für unterschiedlich große Flächen.

Zum besseren Verständnis: Die angegebene Voltzahl gibt stark vereinfacht an, wie stark oder leistungsfähig das zugehörige Gerät ist. Die Kapazität, gemessen in Ah (Amperestunden) ist ein Maß für den „Tankinhalt“ der jeweiligen Batterie. Je mehr Amperestunden, desto länger läuft der Mäher. Allerdings: Leistungsfähigere Akkus sind auch größer und schwerer, was wiederum das Verstauen erschwert.

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Extra-Tipp

Lang lebe der Akku
Moderne Elektrogeräte mit Stromsammler beziehen ihre Energie in aller Regel aus LithiumIonen-Akkus, die anders gepflegt und lange am Leben erhalten werden als ihre cadmiumhaltigen Vorgänger. So möchten sie beispielsweise nicht komplett leer gefahren werden, ehe das passende Ladegerät ihnen neues Leben einhaucht.

Den früher gefürchteten „Memory-Effekt“ kennen sie nicht. Daher lassen sich die Akkus schadlos auch mal zwischendurch teilweise aufladen, damit der letzte Rest vom Rasen noch schnell gemäht werden kann. Sollen diese, auch Lion genannten Akkus, längere Zeit gelagert werden, bitte nur zu 50 bis 80 % aufladen.

Und: Sie sind kälteempfindlich. Haben sich die aufladbaren Batterien einmal verkühlt, können sie ihre Ladung nicht mehr im gewohnten Umfang halten oder gehen für immer vom Netz. Also immer frostfrei, idealerweise bei 15 °C, lagern oder nach dem letzten Mähen ausbauen – falls der Mäher über Winter in der ungeheizten Werkzeughütte steht.

Der perfekte Schnitt: Nicht zu viel auf einmal kürzen

Zu tief gemäht! Wer mehr als die Hälfte abschneidet, und das regelmäßig, schwächt die Rasengräser dauerhaft so sehr, dass Lücken entstehen, die dankbar von Moosen und Unkräutern in Besitz genommen werden. Nach und nach verdrängen sie die Gräser.

So ist’s richtig! Nie mehr als ein Drittel abmähen. Im Sommer möchte der schnellwachsende Rasen daher wöchentlich mindestens einmal gemäht werden. Die fein zerteilten Hälmchen können dann liegenbleiben, bilden Humus und werden zu Nährstoffen abgebaut. Zudem hält der Akku länger.

Nicht zu lang werden lassen. Sind die Halme um 50 % länger, als der Rasen sein soll, wird gemäht (Beispiel: Soll die Grasnarbe 4 cm hoch sein, wird bei 6 cm gemäht). Ist der Rasen nach dem Urlaub mal länger gewachsen, die Halme nach und nach wieder auf die gewünschte Länge kürzen.

Achim Werner




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