Rasenmäher im Praxis-Test

GartenFlora Rasenmäher Test

Sechs Rasenmäher im Test bei GartenFlora.

Rasenmähen ist für den einen oder anderen nicht die Feinkost unter den Gartenarbeiten. Man tut es eben, und der Spaßfaktor dabei ist gering. Das Ergebnis dann ist – naja, der Rasen ist wieder kurz, und das Hantieren mit dem Mäher war auch wieder mal umständlich. Vielleicht besser ein Schaf halten? Oder der Rasenmäher ist einfach nicht der richtige.

Mancher erliegt schon mal den Verlockungen von Sonderangeboten. 89 Euro? Da kann man doch nichts falsch machen. Nun ja, dass die Neuerwerbung dann beim Mähen vielleicht ab und an ein Rad verliert oder das Fangkörbchen, dass der Elektromotor vielleicht im höheren Gras einfach schlapp macht – das ist im Preis halt drin. Spaß allerdings kommt dabei nicht auf. Genau deshalb gibt es Rasenmäher, die etwas mehr kosten.

» Modellübersicht: Mähroboter

Wir haben sechs Hersteller gebeten, uns ihre Favoriten für maximal 1000 Euro zu empfehlen. Diese preisliche Schmerzgrenze wurde dabei von manchen Modellen deutlich unterboten. Aber vor allem wollten wir wissen, ob sich die Investition überhaupt lohnt. Und wenn ja, warum.

So luden wir das Sextett zum Test. Markengeräte aus bekannten Mäher- Schmieden. Die Ingenieure von Sabo, Honda, Husqvarna, die von Toro, Wolf und Solo wissen längst, wie Rasenmäher richtig funktionieren. So erzeugten alle Probanden ein tadelloses Schnittbild und füllten die Körbe ordentlich bis an den Rand. Die Unterschiede galt es also im Detail zu finden, und auch auf der Suche nach dem Spaßfaktor machten wir recht unterschiedliche Funde.


Husqvarna LC 53E e
, 53 cm Schnittbreite

"Mäher für Männer", ist das Urteil von Natalie Faßmann über 46 Kilo Leergewicht und üppige Schnittbreite. Dafür haben die Ingenieure beim außergewöhnlich und futuristisch gestalteten Schweden alle Register gezogen:

Zusätzlich zu regulierbarem Radantrieb und zentraler Höhenverstellung nimmt dem Benutzer ein Elektrostart (die Batterie ist im Heckteil versteckt) das Anwerfen des Aggregats ab, und eine konstruktiv aufwändige Messerbremse ermöglicht den Motor-Dauerlauf bei stehendem Messer.

Ein Anschluss für den Wasserschlauch erleichtert das Reinigen der Mähglocke. Überrascht waren wir allerdings vom schwächelnden Fahrantrieb, der schon am seichten Hang sichtlich Mühe hatte.

Redaktionsassistentin Marita Fuchs über den Husqvarna: "Riesig, eine Monstrum-Optik. Eher etwas für Männer. Aber dafür mit komfortabler elektrischer Starthilfe".

» Herstellerseite: Husqvarna Rasen- und Gartenprodukte


Solo 546 R, 46 cm Schnittbreite

Der Solo aus Sindelfingen lebt schwäbische Pragmatik. Aussehen ist nicht alles. Kein Schnörkel zu viel, aber mit jener Ausstattung, die heute in dieser Liga erwartet wird: mit logischer zentraler Höhenverstellung und Radantrieb. Der ist sehr kräftig und zieht mitunter so stark an, dass das Gerät vorn abhebt.

Vor allem, wenn der Fangkorb gut voll ist, zeigt sich der Solo hecklastig. Das Schauglas auf dem Luftfilter ist einfach eine nette Idee. Verschmutzte Filter können sich da nicht mehr verstecken. Die Höhenverstellung des Griffholmes hielten die Konstrukteure schlicht für überflüssig. Er passt oder er passt nicht.

"Ein Frauenmäher", urteilt Redakteurin Elke Pirsch über das leichte, wendige Gerät. Chefredakteuer Christian Gehler über den Solo 546R: "Solide schwäbische Arbeit. Ein Rasenmäher ist für mich kein Design-Objekt. Er muss leisten und etwas einstecken können."

» Herstellerseite: Solo Rasenmäher


Toro Super Recycler 48, 48 cm Schnittbreite

Die Marke Toro hat das Mulchmähen hierzulande hoffähig gemacht. Dafür sind die Luftverwirbler (Deflektoren) unter der Mähglocke patentiert worden. Ein Top-Modell in Sachen Mulchen.

Wer das Gras lieber fangen möchte, schiebt einen Wählhebel in die andere Stellung. Einfacher geht’s nicht. Dennoch: Der Recycler hat vor allem beim Mulchen seine Stärken.

Kräftig, aber auch gewöhnungsbedürftig ist das automatische Antriebs-System (Automatic Drive). Und das funktioniert so: Je stärker man schiebt, desto mehr Schwung verleiht der Radantrieb. Liest sich nicht nur komisch, fühlt sich auch sehr ungewohnt an. "Für die Bedienung braucht man große Hände", klagt Redakteurin Kerstin Ackermann über die recht weit ausladenden Hebel im Cockpit.
Redakteurin Natalie Faßmann über den Toro: "Ich bin ein Fan vom Rasenmulchen. Das spart Rasenschnitt und geht schneller. Der Toro ist dafür perfekt geeignet."

» Herstellerseite: Toro Grünflächenpflege
 



Wolf Blue Power 53 A HW, 53 cm Schnittbreite

"Wie ein großes Spielzeug für Männer", schrieb Kerstin Ackermann in ihr Testprotokoll. "Für mich das Beispiel dafür, dass Qualität nicht teuer sein muss", so Gartenbesitzer Ingo Fuchs. Er brachte die Stärken des rot-gelben Wolf auf den Punkt: einfach zu verstehen, mit kräftigem vierstufigen Antrieb ("den hältst du nicht fest"), ein Riesenteil für große Gärten.

Ingos Favorit bietet 44 Kilo mit Stahldeck, 4-in-1- System (Seiten- und Heckauswurf, fangen, mulchen mit Mulchkit), 6-fache Höhenverstellung und schicke High-Wheels: große Räder für schwieriges Gelände. Und eine nette Spielerei hat Wolf tatsächlich installiert: Eine LCD-Anzeige informiert über den nächsten Service-Termin. Steter Service, so Wolf, lässt den Motor umweltfreundlich arbeiten. Stimmt, und den Service-Partner freut’s auch.

IT-Fachmann Ingo Fuchs und der Wolf: "Gutes muss nicht teuer sein. Ohne überflüssige Kanten und rundherum einfach strukturiert. Der Wolf ist nach dem Mähen schnell sauber gemacht."

» Herstellerseite: Wolf Garten


 
Sabo 43 Vario, 43 cm Schnittbreite

Auch von diesem Mäher waren die Frauen im Test-Team begeistert. Er lässt sich leicht lenken, die Geschwindigkeit ist gut zu regulieren. Frau benötigt jedoch schon etwas größere Hände, um Antriebs- und Fahrtbügel sicher im Griff zu haben. Ansonsten ein Modell ohne Fehl und Tadel.

Uns gefiel die ausgezeichnete Höhenverstellung, der kräftige Antrieb, das robuste Mähdeck und die hervorragenden Grasfangeigenschaften. Der Fangsack (mit flatternder Füllstandanzeige) war stets bis an den Rand gefüllt. Ein Kriterium, das bei der Kaufentscheidung durchaus bedeutsam sein sollte. Ein Mulch-Kit gibt’s separat dazu. Und der Preis? Mit 1019,- Euro ist der Gummersbacher der teuerste in der Runde.

Redakteurin Elke Pirsch über den Sabo: "Der ist mein Favorit. Alle Bedienelemente sind einfach und verständlich. Und sie funktionieren ausgezeichnet."

» Herstellerseite: Sabo Rasenmäher



 Honda HRX 476 CPK, 47 cm Schnittbreite

Die Auswahl zwischen Grasfangmodus und Mulchen ist von Honda noch perfektioniert worden. Versamow, heißt das System, das per Hebelstellung auch "Zwischenlösungen" erlaubt: also ein bisschen Fangen und gleichzeitig ein bisschen mulchen. "Der Super-Frauenmäher", beschreibt Natalie Faßmann ihre Testeindrücke.

Per Daumenwippe lässt sich die Geschwindigkeit perfekt regulieren, der Motor ist leiser als die der Konkurrenten, startet leicht, die siebenstufige Schnitthöhe ist einfach und genau einstellbar. Und der Radantrieb? "Der zieht dich den Gletscher hoch, wenn die Räder Schneeketten hätten", steht in einem der Protokolle. Ein Mäher ohne Mängel.

Redakteurin Kerstin Ackermann über den Honda: "Mein Lieblingsmäher. Alles geht ganz leicht und leise ist der Honda HRX 476 auch noch."

» Herstellerseite: Honda Power Equipment



Fazit Rasenmäher-Test:

Eine solide Verarbeitung, Handling, Mäh-und Fangeigenschaften überzeugen beim Sabo. Er landet aber knapp hinter dem Testsieger Honda, der zusätzlich bei Preis, Geräuschentwicklung, Komfort und Schnittbreite punktet. Unser Preis-Tipp: der Wolf Blue Power mit seinem absolut überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
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