Holz hacken mit dem Spalthammer

Spalthammer
Trockenes Holz, teilweise mit Ästen und schon ordentlich zäh – das richtige Objekt, um schweres Gerät zu erproben: Spalthämmer oder Vorschlagäxte, wie sie mitunter genannt werden. Redakteur Achim Werner hat sich aufgemacht, die Monster-Werkzeuge in der Praxis zu erproben. Fazit: Mit 2,5 bis 3 kg Kopfgewicht entwickeln sie eine gewaltige Schlagenergie. Auch große Holzklötze lassen sich mit ihnen leicht zerteilen. Ein wenig Kraft braucht es schon, um die brachialen Werkzeuge so auf die Holzrollen sausen zu lassen, dass sie beim ersten Streich in zwei Hälften zerfallen, aber mal ehrlich: Das macht so richtig Spaß!

Axt oder Hammer?

Äxte sind schmaler, leichter und dringen einfacher ins Holz ein. Sie sind absolut ungeeignet, um Spaltkeile ins Holz zu treiben. Das erledigt ein Fäustel, ein Vorschlaghammer oder eben der Spalthammer. Dieses deutlich schwerere Spaltwerkzeug hat durch seinen breiten Kopf eine viel bessere Spaltwirkung als eine Axt, erfordert aber mehr Kraft. Beim Einhämmern von Keilen nimmt er keinen Schaden.

Hackklotz

So hoch ist ideal Ihr Hackklotz sollte etwa so hoch sein, dass sich der Stiel Ihres Spaltwerkzeuges in der Waagerechten befindet, wenn die Schneide das zu spaltende Holz berührt. Das hängt von Ihrer Körpergröße und von der Länge der Scheite ab.

Arbeiten mit dem Keil

Große Holzrollen lassen sich leichter mit Keilen spalten. Spaltkeile sind im Gegensatz zu den flachen Fällkeilen dicker, häufig auch in sich gedreht wie der abgebildete von Stihl. Gerippte Flanken geben dem Keil mehr Grip.

Sicherheit geht vor

Stellen Sie das Holz auf dem Hackklotz so weit wie möglich nach hinten, weg vom Körper. Schlagen Sie dann zu kurz, fährt die scharfe Schneide in den Hackklotz, nicht in Ihr Bein oder in den Boden, was der Schneide schadet. Deshalb beim Holzspalten immer breitbeinig stehen. Sicherheitsschuhe mit Metallkappe über den Zehen geben zusätzliche Sicherheit.

Wenn der Hammer festhängt

Das Umdrehen des festhängenden Spalthammers beim Spalten wie abgebildet, treibt das Werkzeug zwar weiter ins Holz, führt aber leicht zu Unfällen. Das Holz kann durch die Luft fliegen. Besser einen Spaltkeil in dieselbe Spalte treiben, bis der Spalthammer sich löst.

Auf Qualität kommt es an

Wählen Sie Markenware mit sicher befestigten Hammerköpfen. Schließlich fliegt bei so manchem schlecht verarbeitetem No-Name-Produkt der Kopf, immerhin um die 3 kg schwer, nach einiger Zeit durch die Luft. Die meisten Modelle sind mit Hartholzkeil und Ringkeil aus Stahl fest mit dem Stiel verbunden. Der sollte aus dem harten und vor allem elastischen Hickory-Holz gefertigt sein. Bei manchen Modellen ist das Auge, in dem der Stiel steckt, noch mit einer Stahlschutzplatte abgedeckt. Ebenfalls empfehlenswert: die Metallhülse zum Schutz des Stiels. Wenn Sie mal danebenhauen, nimmt der Stiel nicht sofort Schaden. Eine Schutzhülle aus Leder schützt die Schneide und Sie, wenn Sie Ihr Waldarbeiterwerkzeug gerade nicht benutzen. 

Holz stapeln

Brennholz sollte ein bis zwei Jahre trocknen. Wie lange, hängt von der Dicke der Scheite ab. Stapeln Sie die Scheite luftig und vor Regen geschützt, zum Beispiel auf Holzpaletten unter einem südlich ausgerichteten Dachüberstand. Die Borkenseite kommt beim Stapeln nach unten. Tipp: Dicke Hölzer verbrennen langsamer, halten also länger im Ofen, mehrere dünnere geben schnell viel Wärme ab.
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