Hortensien – klassisch schön

Hortensien

Hortensien eignen sich sehr gut als Topfpflanzen. Je eher sie in größere Kübel gesetzt werden, desto länger haben Sie Freude an ihnen.

Schon im Frühling und bis in den Herbst hinein erfreuen uns die üppigen Blütensträucher. Am beliebtesten sind nach wie vor die Bauern- und die Schneeball-Hortensie, doch es gibt weit mehr Arten und Sorten, die einen Platz im Garten verdient haben. Lassen Sie sich überzeugen!

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten für Hortensien

Hortensien-Liebhaber werden heute nicht mehr als hoffnungslose Romantiker und Nostalgiker belächelt. Der prächtige Blütenstrauch ist wieder en vogue. Und das nicht nur bei den landlustigen Gartenbesitzern. Auch in modernen Gärten ist die Hortensie gern gesehen. Ob in Einzelstellung, als Blütenhecke, zur Fassadenbegrünung oder im Kübel, für jede Gartensituation findet sich die passende Hortensie.

Ein Grundsatz vorweg: Je trockener und sonniger eine Hortensie steht, desto häufiger müssen Sie gießen. Die bekannteste Art ist die aus Ostasien stammende Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla), von der es neben den Sorten mit ballförmigen Blütenständen auch tellerförmige Züchtungen gibt (Lacecaps). Die Gartenmärkte verkaufen meist Bauern-Hortensien für die Zimmer- oder Kübelkultur. Wer sie nach der Blüte in den Garten pflanzt, wird oft enttäuscht, da die meisten Sorten empfindlich gegenüber tiefen Temperaturen sind.

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Das spannende Thema Winterhärte

Stark zurückgefrorene Pflanzen treiben zwar wieder aus, blühen jedoch nicht, da ihre Blütenknospen am vorjährigen Holz angelegt werden. Fragen Sie nach Sorten mit guter Winterhärte beispielsweise ‘General Vicomtesse de Vibraye’ und ‘Hörnli’ sowie die Sorten der Serie ‘Endless Summer’ und ‘Forever & Ever’, die auch nach einem Frostschaden noch im selben Jahr zur Blüte kommen.

Alle Bauern-Hortensien sollten windgeschützt und nicht in der direkten Sonne stehen. Gleichermaßen populär ist die Schneeball-Hortensie (H. aborescens). Die Nordamerikanerin kommt sowohl im Schatten als auch in der Sonne zurecht und zeichnet sich durch sehr gute Winterhärte sowie reichen Blütenansatz aus. Das Sortiment ist recht überschaubar. Die bekannteste Vertreterin ist ‘Annabelle’ mit den cremeweißen, großen, ballförmigen Blütenständen.

Auch die Rispen-Hortensie (H. paniculata) sieht man häufig in den Gärten. Ihre Blüten sind in länglichen Rispen angeordnet. In den letzten Jahren haben sich die Züchter hier stark ins Zeug gelegt. Sorten mit größeren Blütenrispen und neuen Blütenfarben sind das Ergebnis, so wie bei ‘Pinky Winky’, deren erst weiße bis limonenfarbige Rispen sich dann rötlich verfärben. Stehen Rispen-Hortensien ausreichend feucht, ist auch ein Standort in voller Sonne kein Problem.

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Nostalgieflair dank tellerförmiger Blütenstände

Wem die tellerförmigen Bauern-Hortensien gefallen, sei Hydrangea serrata ans Herz gelegt. Sie hat tellerförmige Blütenstände, ist aber zierlicher und bevorzugt den Halbschatten. Wegen ihrer guten Frosthärte eignet sie sich für winterkalte Regionen.

Einige Unterarten neigen zur Bildung von Ausläufern – ideal für die Flächenbegrünung. Mit ungewöhnlicher Blattform und schöner Herbstfärbung trumpft die Eichenblatt-Hortensie (H. quercifolia) auf. In den ersten Jahren noch etwas frostempfindlich, zeigt sie später eine gute Winterhärte. Sie bevorzugt Halbschatten bis Schatten.

Etwas aus der Reihe tanzt, besser: klettert, die Kletter-Hortensie (H. petiolaris). Mit ihren starken Haftwurzeln erobert sie Mauern, Bäume, Pergolen und Zäunen. In große Pflanzkübel gesetzt, eignet sie sich sogar für den Balkon oder die Terrasse.

Bei dieser Vielfalt wäre es wirklich schade, wenn Sie im Baumarkt nach irgendeiner namenlosen Hortensie greifen. Lassen Sie sich in der Baumschule beraten oder stöbern Sie selbst in den Sortenkatalogen der Züchter herum.
Monica Lietzau


Zuverlässige Blütenstars

Das war vor zehn Jahren schon eine kleine Sensation in der Gartenwelt: Der Amerikaner Dirr brachte die erste Bauern-Hortensie hervor, die sowohl an den alten als auch an den neuen, einjährigen Trieben Blüten bildet. Wenn also nach starken Frösten die Blütenknospen erfroren sind, ist das nicht schlimm, denn an den jungen Trieben werden schnell neue gebildet. So bekam die Neuzüchtung den passenden Namen ‘Endless Summer’.

Entfernen Sie den welkenden Flor, dann setzen die Pflanzen innerhalb von sechs Wochen neue Blüten an – und das den ganzen Sommer über. Neben dem „Endless Summer-Original“ gibt es jetzt auch weiße Bauern-Hortensien, Teller- und Wald-Hortensien, die mehrfach blühen.

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Der richtige Schnitt

Die verschiedenen Hortensien-Arten werden je nach ihrer Blütenbildung in zwei Schnittgruppen eingeteilt:

Die erste Gruppe
blüht am vorjährigen Holz. Dazu zählen Bauern- und Teller-Hortensie, Samt-und Riesenblatt-Hortensie sowie Eichenblatt- und Kletter-Hortensie. Im zeitigen Frühjahr entfernen Sie die alten Blütenstände. Geschnitten wird auf Höhe der ersten gesunden Knospen. Damit die Pflanzen mit der Zeit nicht zu dicht werden, schneiden Sie ab und zu die ältesten Triebe bis auf Bodenhöhe heraus.

Die zweite Gruppe
, dazu gehören Rispen- und Wald-Hortensie, blüht am diesjährigen Holz. Sie werden im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr großzügig zurückgeschnitten. Da sie mit der Zeit immer dichter werden, sollten Sie zudem schwache oder störende Triebe herausnehmen. Sonderfall: Die am alten und neuen Holz blühenden Neuzüchtungen können Sie im Frühjahr beliebig stark zurückschneiden, sie blühen trotzdem noch im selben Jahr, allerdings recht spät.
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