Herbstzeitlose pflanzen

Herbstzeitlose

Colchicum autumnale.

Es gibt einige Zwiebel- und Knollenpflanzen, die im Hoch- bzw. Spätsommer in die Erde möchten. Einige von ihnen blühen sogar schon im September und Oktober nur wenige Wochen nach der Pflanzung. Dazu gehört die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale).

Sie bildet zunächst nur Blüten, erst danach entwickeln sich die Wurzeln, und die Blätter kommen erst im Frühling zum Vorschein. Die Herbstzeitlose mag gut drainierten, eher lehmigen Boden und fühlt sich in der Sonne wohl. In manchen wärmeren Regionen Europas wächst sie wild.

Achten Sie beim Pflanzen auf genügend Abstand (ca. 30 cm), denn die Herbstzeitlose bringt viele große Blätter hervor.

Herbstzeitlose auf der Fensterbank

Sie können die Knollen auch ohne Erde und Wasser, einfach in ein hübsches Gefäß gelegt, auf die Fensterbank stellen. Pro Knolle entwickeln sich bis zu 12 Blüten. Danach aber zügig in den Garten pflanzen.

» Herbst-Anemonen: Blüten wie aus Porzellan

HerbstzeitloseVorsicht! Die Herbstzeitlose enthält einen sehr giftigen Inhaltsstoff, das Colchicin. Die Pflanze wird häufig mit dem Echten Safran (Crocus sativus) verwechselt. Er blüht auch schon im Herbst und sollte im August oder September gepflanzt werden. 

Krokusse im Herbst

Apropos: Herbst-Krokusse. Zu ihnen gehören auch Crocus pulchellus, Crocus speciosus und Crocus kotschyanus. Der Goldkrokus. (Sternbergia lutea) hingegen ist kein echter Krokus. Er besticht im September und Oktober mit goldgelben Blüten, die nicht aus einer Knolle, sondern aus einer Zwiebel sprießen. In wintermilden Regionen kommt er ohne Schutz über den Winter, ansonsten ist eine Abdeckung mit Reisig oder Laub empfehlenswert.

Wegen ihrer zierlichen, becher- bis kelchförmigen Blüten werden die spät gelegentlich bis November blühenden Herbst-Krokusse schnell mit Herbstzeitlosen verwechselt. Die Zahl der Staubgefäße ist ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal – die Herbstzeitlosen besitzen sechs Staubfäden, die Krokusse nur drei.

Der Safran-Krokus wird unter anderem in Indien, Spanien und Griechenland zur Safrangewinnung angebaut. Als Gewürz, Färbemittel und Duftstoff war der Safran schon vor dreitausend Jahren eine Kostbarkeit und wurde als eines der teuersten Gewürze gehandelt. Für ein Kilogramm Safranpulver müssen etwa 100 000 Blüten gepflückt werden. Nach dem Pflücken werden die roten, fadenförmigen Narben in mühsamer Handarbeit aus den Blüten entfernt und anschließend getrocknet.

Pflanzzeit August für einige Ausnahmen

Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) und insbesondere Madonnen-Lilien (Lilium candidum) werden am besten noch im August in die Erde gebracht, denn sie sollen ihre Wurzeln noch vor dem Frost bilden. Die Madonnen-Lilie muss zudem ihre Blattrosette entwickeln, mit der sie den Winter überdauert. An ihren schneeweißen, duftenden Blüten können Sie sich frühestens im Folgejahr, Ende Juni, Anfang Juli erfreuen.
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