Der Ziergarten im November

Gräser im Herbst pflanzen

Ziergräser lassen sich auch im Herbst noch im Garten etablieren.

Eine Chance für Gräser

Ziergräser werden grundsätzlich im Frühjahr gepflanzt. Eigentlich. Doch was tun, wenn das herbstliche Angebot einfach zu verlockend war oder die weiß gerandete Segge aus dem Topf-Arrangement eine neue Heimat sucht? Versuchen Sie, die Pflanzen dennoch im Garten zu etablieren. Größte Schwierigkeit dabei: Gräser wurzeln langsam, und bei Herbstpflanzung oft nicht genügend tief ein. Folgt dann ein strenger Winter, vertrocknen sie.

Eine gute Wasserversorgung ist daher lebensnotwendig. Den Topfballen zunächst tauchen, bis er sich ganz vollgesogen hat, und etwas aufreißen. Dann in gut gelockerten Boden setzen und durchdringend angießen. Zuletzt die Erde rund um die Pflanze mit Mulch bedecken. Keinen Dünger geben und die Halme nicht zurückschneiden! Bei Trockenheit im Herbst und Winter regelmäßig wässern.

» Grundkurs: Gartengräser

Pflanz-Tipp: Englische Heide

Sie blüht von Oktober/November bis April in Weiß, Rosa oder Rot-Violett und setzt Akzente in Kästen, Kübeln und im Garten. Erica x darleyensis ist eine Kreuzung zwischen der robusten, lange blühenden Schnee-Heide (Erica carnea) und der Purpur-Heide (E. erigena), deren Blütenreichtum und Wuchskraft sie erbte.

Pflanzen Sie das bis zu 60 cm hohe Sträuchlein sonnig bis halbschattig auf humosen, durchlässigen Boden. Ein leicht saurer pH-Wert kann, muss aber nicht sein. Die Englische Heide ist nicht zuverlässig winterhart. Reisig, rund um die Pflanze in den Boden gesteckt, schützt vor strengen Frösten und Wintersonne.

» Winterschutz: Kein Frust bei Frost

Stauden im Herbst zurückschneiden

Kommt drauf an: Viele machen auch über Winter eine gute Figur. Sonnenhüte (Echinacea, Rudbeckia), Hohe Fetthenne, Brandkraut (Phlomis), Ziest (Stachys), Artemisia-Arten und natürlich die Gräser bleiben lange standhaft. Ihre warmbraunen oder strohblonden Samenstände bieten sich an als Spielball für schillernde Tautropfen und Raureifglitzer.

Vögel stibitzen zudem die nahrhaften Körnchen, und trockene Halme und Blätter bieten Tieren im Winter Schutz. Weg kann dagegen alles, was das Gesamtbild stört, unordentlich herumhängt oder gar matscht und fault. Auch stark von Krankheiten befallene Blätter besser entfernen, um das Infektionsrisiko zu senken.

Dahlien und Canna roden

Dahlien rodenIst der erste Nachtfrost übers Laub gegangen, sollten Sie die Knollen von Dahlien und Indischem Blumenrohr (Canna) aus dem Boden holen. Die Stängel auf etwa eine Handbreit herunterschneiden, die Knollen mit der Grabegabel in ausreichendem Abstand einmal umstechen und vorsichtig herausheben. Die Erde leicht abschütteln.

Lassen Sie die Knollen bei schönem Wetter einige Stunden auf dem Beet abtrocknen. Dann etikettieren, locker in Kisten oder Kartons schichten und mit leicht feuchtem Torf oder Sand bedecken. Kühl und dunkel lagern. Dabei regelmäßig auf Schimmelbefall kontrollieren.

» Schritt-für-Schritt: Dahlien einwintern

Und außerdem im November

Stauden nur noch bis Anfang November pflanzen. Frieren die Ballen später hoch, die Pflanzen wieder in die Erde drücken.
Noch ist Pflanzzeit: Rosen und andere laubabwerfende Ziergehölze und Heckenpflanzen können bei frostfreiem Boden noch gesetzt werden.
Kübelpflanzen: Robuste Arten wie Oleander, Lorbeer, Feige vertragen einige Frostgrade, ziehen vor heftigen Kälteeinbrüchen aber ins Haus um.
Rosen: Mit Sternrußtau befallene Blätter möglichst vollständig absammeln und entsorgen. Der Pilz überwintert auf dem Falllaub am Boden.
Rasen zum letzten Mal auf etwa fünf Zentimeter heruntermähen, den Rasenmäher gründlich säubern, Messer schleifen und mit Pflegespray imprägnieren.
Wassergarten: Ableger von Muschelblume, Wasserhyazinthe, Schwimmfarn und anderen tropischen Schwimmpflanzen aus dem Teich holen und im Aquarium überwintern.
Immergrüne Gehölze nochmals durchdringend gießen, um der Frosttrocknis im Winter vorzubeugen.
Wassertonnen leeren und umdrehen oder regendicht abdecken. Wasserleitungen abstellen und entleeren. Außenwasserhähne geöffnet lassen.
Das Herbstlaub im Staudenbeet liegen lassen. Hecken und Sträucher mögen eine 5–10 cm hohe Schicht auf den Wurzeln.
Krankes entsorgen: Pfingstrosenlaub mit Botrytis, Phloxtriebe mit Mehltau.
Stängel und Blattschöpfe empfindlicher Stauden wie Pampasgras, Fackellilie, Montbretie und Palmlilie zusammenbinden und Laub anschütten.
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