Wildobstauswahl, Pflanztipps und Heckenschnitt im August

Sanddorn

Der anspruchslose Sanddorn gehört zu den Wildobstgehölzen. Die Früchte lassen sich vielfältig verarbeiten und bieten besondere Geschmackserlebnisse. Foto: iVerde

Pflanzzeit Sommer? Pflanzen mit Containerballen können auch im Sommer in den Boden, denn ihre Wurzeln werden dabei kaum gestört. Für das Anwachsen spielt aber die weitere Pflege eine entscheidende Rolle.

Die richtige Starthilfe

Idealerweise werden Stauden und Gehölze im Frühjahr oder Herbst gepflanzt. Das ist die beste Zeit dafür. Dennoch lockt der Fachhandel auch mitten in der Saison mit Rosen, Clematis oder Prachtstauden in voller Blüte. Schwer, daran vorbeizugehen! Und gut, dass solche Containerware tatsächlich fast ganzjährig gepflanzt werden kann.

Allerdings braucht’s im Sommer mehr Sorgfalt. Am besten wird mit dem Pflanzen gewartet, bis der Boden nach einem Regenguss gut durchfeuchtet ist. Noch wichtiger als sonst ist jetzt das Tauchen des Ballens. Und: Mit einmaligem Angießen ist es nicht getan.

In nachfolgenden Trockenperioden muss immer wieder gründlich gewässert werden. Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten. Schattiergewebe oder ein Sonnenschirm mildert in den ersten Tagen zudem allzu große Hitze.

» Hecken schneiden

Wildobst für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse

Zwischen Juli und Oktober reift eine ganze Reihe saurer, dafür ausgesprochen Vitamin-C-reicher Wildobstarten heran. Mit Ausnahme der Scheinquitte schmecken alle auch frisch vom Strauch. Als Marmelade, auch gemischt mit süßen Früchten der Saison, ist ihr Geschmack unschlagbar.

Die Sträucher schmücken sich über Wochen mit gelben, orangen und roten Früchten, die auch von Singvögeln gern angenommen werden. Für kleine Gärten eignen sich die selbstfruchtbaren Scheinquitten, die kaum größer als 1,50 m werden. Ihre meist gelben Früchte lassen sich genauso verarbeiten wie echte Quitten, sind aber um einiges saurer. Interessant ist auch die Kornelkirsche, die wegen ihrer frühen Blütezeit auch eine wertvolle Bienenweide ist.

Deutlich mehr Platz  beanspruchen Ölweiden und ihre Verwandten Büffelbeere und Sanddorn. Die dekorativen, olivenähnlichen Gehölze sind schnittverträglich und lassen sich zum Beispiel gut in eine hohe, undurchdringliche Wildobsthecke integrieren. Wer ausreichend Platz hat, kann z.B. die Vielblütige Ölweide auch als Solitär kultivieren. Im freien Stand bildet sie kleine, charmante, grau belaubte Bäumchen mit mediterranem Charme. Außer dieser Art, von der selbstfruchtbare Exemplare bekannt sind, brauchen alle mindestens eine zweite Pflanze zur Befruchtung.

Einige der Wildobstarten sind sogar zweihäusig. Es gibt also männliche und weibliche Pflanzen. Sollen sich Früchte bilden, müssen mindestens ein Weibchen und ein Männchen im Garten stehen. Ansonsten sind die Wildgehölze anspruchslos, vertragen Trockenheit und nehmen mit jedem Boden vorlieb. Lediglich kalte, staunasse Standorte behagen ihnen nicht. Ab und an etwas  Kompost – mehr brauchen die Gehölze nicht zum Glück.

» Wildobst

Hecken nicht zu spät schneiden

Hecken aus Nadelgehölzen wie Thuja, Scheinzypresse und Eibe werden im August geschnitten. Einzelne stärker herausragende Äste zunächst mit der Gartenschere einige Zentimeter bis ins Heckeninnere zurücknehmen. Beim folgenden Schnitt mit der Heckenschere darauf achten, dass sich die grüne Wand nach oben hin verjüngt, die Hecke also einen leicht trapezförmigen Querschnitt  aufweist. Andernfalls drohen untere Partien aus Lichtmangel zu verkahlen.

Auch Laubgehölzhecken können bis Ende des Monats nochmals nachgeschnitten werden. Jedoch nicht später, sonst reifen die Neutriebe oft nicht mehr richtig aus und erleiden im Winter Frostschäden. Einfassungshecken aus Buchs, ebenso wie Formschnittgehölze, können Ende August einen letzten Pflegeschnitt erhalten. Dann präsentieren sie bis zum folgenden Frühjahr eine akkurate Silhouette. Der noch folgende Austrieb bleibt schwach und stört die Optik kaum.

Schneiden Sie möglichst bei bedecktem Himmel, dann gibt’s keine verbräunten Schnittränder oder Sonnenbrandschäden auf den Blättern. Weiches Schnittgut lässt sich einfach durch Überfahren mit dem Rasenmäher zerkleinern. Bereits verholzende Triebe besser schreddern. Das Material eignet sich gut zum Mulchen in Gehölzpflanzungen oder zum Vermischen mit anderen Abfällen für den Kompost.

» Herbst-Anemonen - Blüten wie aus Porzellan
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