Steckhölzer schneiden

Steckhölzer schneiden

Steckhölzer im Dezember und Januar an frostfreien Tagen schneiden.

Die milde Süße der ‘Weißen Versailler’ hat es Ihnen besonders angetan? Oder der reiche Ertrag von ‘Jonkheer van Tets’? Dann ist jetzt die richtige Zeit, sich an die Steckholzvermehrung der Johannisbeeren und anderer Obstgehölze zu machen.

Besonders leicht gelingt die Steckholz-Methode bei roten, weißen und schwarzen Johannisbeeren. Daneben lassen sich so aber auch Jostabeeren, Holunder, Kultur-Heidelbeeren, Weinreben und winterharte Feigen vermehren. Beim schwer bewurzelnden Sanddorn müssen die Steckhölzer von jungen Mutterpflanzen stammen.

Der richtige Schnittzeitpunkt

Steckholzmaterial aus kräftigen, gut ausgereiften, einjährigen, bleistiftstarken Obstgehölz-Ruten gewinnt man jetzt an frostfreien Tagen von Dezember bis Januar. Die Triebe anschließend 15 bis 20 Zentimeter lang schneiden, wobei jedes Teilstück mindestens zwei, besser drei bis fünf Augen (Triebknospen) bzw. Augenpaare besitzen sollte. Tipp: Damit sich oben und unten auch später noch unterscheiden lässt, die Hölzer jeweils ca. einen Zentimeter über dem obersten Auge gerade und knapp unter dem untersten Auge schräg abschneiden.

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Und dann gleich stecken

Sie können die Triebstücke sofort möglichst tief in Töpfe mit lockerem, sandig-humosem Substrat stecken. Gut angießen und kühl im frostfreien Gewächshaus aufstellen (empfiehlt sich besonders bei wärmeliebenden Arten wie Feige). Oder Sie schlagen die gebündelten und etikettierten Steckhölzer zunächst ein. Wichtig ist hier ein kalter, aber frostfreier Platz. Die Steckhölzer dürfen nicht austrocknen: Senken Sie die Bündel zu zwei Dritteln in feuchten Sand ein. Öfter lüften nicht vergessen! Möglich ist zwar auch direktes Stecken ins Freiland. Doch besteht hier die Gefahr, dass die Hölzer bei Frost hochfrieren und dann erneut in den Boden gedrückt werden müssen.

Ab damit in den Boden!

Gesteckt wird im Frühjahr, sobald keine stärkeren Fröste mehr zu erwarten sind. Der Boden sollte tiefgründig gelockert sein. Stecken Sie die Hölzer im Abstand von fünf bis zehn Zentimeter in Rillen oder vorgestochene Löcher so tief, dass nur noch das oberste Auge bzw. Augenpaar über die Erde ragt. Den Boden anschließend seitlich antreten und stets leicht feucht halten. Bewährt hat es sich, die Steckholzbeete mit schwarzer Folie abzudecken (Folienränder eingraben) und die Hölzer durchzustecken. So erwärmt sich der Boden schneller und hält die Feuchtigkeit besser. Das fördert das Wurzelwachstum und hält Unkraut zurück. Bis zum Herbst oder folgenden Frühjahr sind die Steckhölzer dann ausreichend bewurzelt und können an ihren endgültigen Standort umziehen.

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Ziergehölze vermehren

Durch Steckhölzer lassen sich auch Ziersträucher vermehren:

• Buntrindige Hartriegel (Cornus alba, C. sanguinea, C. sericea),
• Deutzie (Deutzia),
• Goldglöckchen (Forsythia),
• Liguster (Ligustrum),
• Pfeifenstrauch (Philadelphus),
• Zier-Johannisbeere (Ribes sanguineum, R. alpinum),
• Frühlingsblühende Spiersträucher (Spiraea),
• Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus), Weigelie (Weigela)

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