Sommerschnitt für Obstbäume

Frische Triebe entfernen

Bis etwa 25 Zentimeter Länge lassen sich diesjährige Triebe auch ohne Schere entfernen.

Ein Sommerschnitt zwischen Mai und August fördert Kronenbelichtung und Fruchtbildung. Heranwachsende Früchte werden besser besonnt, und die belassenen Triebe entwickeln sich besser.

Die übliche Zeit für den Baumschnitt ist zwar der Winter, doch hat auch der Sommerschnitt einige Vorteile. Da verheilen Wunden schneller und bluten nicht.

Während Winterschnitt einen starken Neuaustrieb verursacht, folgt auf Schnitte im Sommer nur noch ein schwacher Austrieb und ab August oft gar keiner mehr. Nur der Schnitt im September ist bei allen Gehölzen tabu, denn er kann die Winterhärte einschränken.

Die Walnuss sollte, wenn überhaupt, bis gegen Ende August unters Messer. Entfernt werden während der Vegetationsperiode alle Triebe, die selbst in der dichtbelaubten Krone als verzichtbar zu erkennen sind. Dazu zählen alle diesjährigen Langtriebe, die in die Krone hineinwachsen, die zu steil und zu dicht stehen.

Treibt ein Baum nach einem starken Winterschnitt viele sogenannte Wasserschosser, so kann ein Großteil davon über den Sommer komplett entfernt werden. Die Krone bleibt dann luftig, sodass Früchte besser besonnt werden und nach dem Regen schneller abtrocknen. Pilzkrankheiten und Schädlinge haben es in offenen Kronen schwerer, sich zu vermehren.

Tipp:
Bis Mitte Juni können die jungen Triebe auch ausgerissen werden. Die Wunden bleiben dabei kleiner, verheilen sehr schnell, und schlafende Augen werden gleich mit entfernt. Außerdem verrotten die jungen, noch weichen Triebe schnell auf dem Kompost.

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Bei Süßkirschen ist der Sommerschnitt besonders zu empfehlen. Wunden verheilen gut. Wird ein Teil der steilen, diesjährigen Triebe im Juli auf kurze Zapfen zurückgeschnitten, so wachsen dort keine Holztriebe, sondern Blütenknospen. Hier entwickeln sich besonders große Früchte.

Steinobst treibt kaum aus altem Holz aus. Im Sommer erkennen Sie leicht, wo Sie die Schere ansetzen müssen: Unter jedem Schnitt muss ein vitaler Trieb stehen bleiben, damit nicht der ganze Trieb eintrocknet und abstirbt.


1) Wuchsbremse: Auch starkes Auslichten ist im Sommer möglich. Günstig, dass danach nur schwacher oder gar kein Austrieb mehr folgt.
2) Einfach: Senkrechte Zweige und Konkurrenztriebe sind selten erwünscht. Trennen Sie sich beizeiten von ihnen.
3) Die Ausnahme: Beim Spalierobst kommt es auf feinverzeigte, zahlreiche Seitentriebe an, die zeitig Blütenknospen bilden. Das erreichen Sie durch mehrmaliges Pinzieren, Entspitzen des Neuzuwachses.

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