Lebende Weidenkugeln, eine bizarre Ulme und mehr: Tipps und Ideen für den Garten

Weidenkugel

Diese Weide im Kübel hat es in sich - eine Kugel aus lebenden Zweigen, die sich leicht selber machen lässt.

Wissenswertes für den Winter aus dem Zier- und Nutzgarten. Wir haben einige interessante Fragen, Tipps und Themen aus der Januar-Ausgabe der GartenFlora zusammengestellt. Dabei sind auch eine außergewöhnliche Idee für den Ziergarten sowie Kurzporträts von schönen, wenig bekannten Gartengehölzen.

Eine Bauanleitung für lebende Weidenkugeln

Dazu benötigt man standfeste Pflanzkübel mit Erde und frische Weidenruten, die von November bis Ende März geschnitten werden. Für das Kugelgrundgerüst mehrere lange Ruten am Kübelrand möglichst tief schräg nach innen in die Erde stecken. Die Ruten dann vorsichtig ringförmig biegen und die Enden evtl. zusätzlich mit Draht fixieren.

Nun kann man weitere Ruten, auch dünnere, kreuz und quer dazwischen stecken, mit dem Grundgerüst verweben und so allmählich die Kugel ausformen. Damit sich die Triebe bewurzeln und die Kugel schließlich ergrünt, sollte die Erde besonders in den folgenden Wochen stets gut feucht gehalten werden.

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Wenn Silberlinge im zweiten Jahr nicht blühen wollen

Das Silberblatt (Lunaria annua) heißt zwar wörtlich übersetzt „einjährig“, aber das ist es nicht. Es ist eine echte Zweijährige. Das heißt, die Pflanze bildet im ersten Jahr Blattrosetten, aus denen sich im zweiten Jahr die purpurvioletten Blüten erheben. Keimt die Saat aber noch spät im alten Jahr, so gilt das Folgejahr als das „Blattrosettenjahr“. Dann ist also noch etwas Geduld mit dieser schönen Pflanze nötig. Sie wird im Frühjahr 2017 blühen!

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Kann man eine fünf Jahre alte Zaubernuss noch umpflanzen?

Die Hamamelis kann in diesem Alter durchaus noch umgepflanzt werden, spätestens bis Ende März. Da der Strauch ein flaches Wurzelsystem hat, sollte der Ballen recht breit ausgestochen werden, muss aber nicht allzu tief gehen.

Die Pflanzgrube vorbereiten und den Strauch dann gleich an den neuen Standort setzen. Alte, vertrocknete und sehr lange Triebe können Sie zurückgeschnitten werden. Nach dem Angießen regelmäßig wässern, besonders in Trockenperioden. Aber nicht übergießen! Es kann zwei Jahre dauern, bis die Pflanze wieder kräftige Triebe ausbildet und blüht.

Ist das tatsächlich eine Ulme?

Durchaus! Das ist die kleinwüchsige Ulmus minor ‘Jaqueline Hillier’. Die Sorte wird aufgrund ihres langsamen Wuchses und der kleinen Blätter gern zur Erziehung von Bonsais genutzt. Wirklich zwergig ist sie allerdings nicht.

Nach zunächst zögerlichem Wachstum erreicht der meist von der Basis an verzweigte Strauch oder kleine Baum bis zu 4 m Höhe. Er liebt sonnige bis halbschattige Standorte, ist völlig winterhart und kann regelmäßig geschnitten werden. Besonders eindrucksvoll wirkt die Pflanze freistehend, z. B. in großen Stein- oder Heidegärten oder vor Hauswänden.

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Jedes Jahr das Gleiche: Ärger mit der Brombeergallmilbe!

Das ist typisch für den Befall: Einzelne Teilfrüchte der Brombeeren bleiben rot, andere reifen schwarz aus. Die winzigen Milben lassen sich sehr schwer bekämpfen. Sie überwintern in Knospenschuppen. Bei starkem Befall kann man die Generationenfolge durchbrechen – einfach in einem Winter alle Ruten bis zum Boden abschneiden. Das Schnittgut in den Müll geben oder 50 cm tief vergraben. Allerdings muss dann ein Jahr lang auf die Ernte verzichtet werden. Und vor erneutem Zuwandern der Milben schützt es leider auch nicht.

Welcher Strauch trägt so leuchtende Früchte?

Das ist ein Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), aber ein ganz besonderes, das man selten findet: Die Fruchtkapseln dieser Form ‘Albus’ des heimischen Pfaffenhütchens sind weiß und nicht, wie gewöhnlich, karminrot.

Wenn die Kapseln aufplatzen, wird der leuchtend orangefarbene Samenmantel sichtbar. Die Blätter von ‘Albus’ sind etwas kleiner und spitzer als bei der Art.

Behindern Wühlmauskörbe nicht das Wurzelwachstum?

In den ersten Jahren schützen die Drahtkörbe die Wurzeln junger Obstbäume sehr effektiv vor den Nagern. Später kann es mit zunehmendem Dickenwachstum der Wurzeln zu Einschnürungen durch den Draht kommen, besonders wenn das Geflecht aus starkem, verzinktem Material besteht. Empfehlenswert sind daher Körbe aus unverzinktem Draht, die nach einigen Jahren im Boden zerfallen.
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