Goldregen

Goldrecgen

Als eher kleiner Baum erreicht der Goldregen eine Höhe von maximal sechs bis sieben Metern. Ohne Schnitt entwickelt er ganz von allein einen malerisch, leicht überhängenden Wuchs.

Wie so oft, wenn es ums Gärtnern geht, haben die Briten auch beim Goldregen den Bogen raus. Nirgendwo sonst kann man so herrlich durch goldumflitterte Arkaden flanieren wie auf der Insel. Nirgendwo sonst umgarnen die bis zu 50 cm langen, duftenden Blütentrauben bezauberndere Bogengänge als hier. Die „Laburnum Walks“ von Bodnant Garden (Tal-y-Cafn, Wales), Barnsley House (Gloucestershire) oder Hampton Court (London) sind nur einige Beispiele. Dabei lässt sich solch ein goldblühender Laubengang auch im heimischen Garten verwirklichen (siehe Illustration unten). Bereits seit über 400 Jahren zählt der Goldregen zu unseren liebsten Ziergehölzen. Er stammt aus lichten Wäldern Südeuropas, und in Süddeutschland gilt er mittlerweile als eingebürgert. Völlig frosthart und anspruchslos ist er. Ob sonnig oder halbschattig, trocken oder frisch, schwach sauer oder stark alkalisch – der Goldregen schlägt seine Wurzeln in jeden Boden und verträgt, einmal eingewachsen, auch Trockenheit problemlos. Zudem reicht ihm, im Gegensatz zum wüchsigen Blauregen (Wisteria), ein einziger Erziehungsschnitt pro Jahr, um die Form zu wahren. Frei wachsend und ohne jeglichen Schnitt entwickelt sich der Goldregen zu einem malerischen, mehrstämmigen Kleinbaum mit überhängenden Seitenästen und einer Höhe von maximal sieben Metern.

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Im Handel ist zumeist die Sorte Laburnum x watereri ‘Vossii’ erhältlich, mit 40–50 cm langen, goldgelben, dicht besetzten, duftenden Blütentrauben. Daneben wird regelmäßig die Wildart, Laburnum anagyroides, angeboten, jedoch mit deutlich kürzeren, maximal 30 cm langen, hellgelben Blütentrauben, die zudem duftlos sind. Beide blühen verschwenderisch im Mai und Juni und eignen sich gleichermaßen als freistehender Hausbaum oder in Form geschnittene Pergolabegrünung. Zu ihren Füßen macht sich zum Beispiel zeitgleich blühender Zierlauch sehr schön, sowie gelbe, violette oder blaue Bart-Iris. Der Goldregen ist aber auch mit anderen Gehölzen gut gesellschaftsfähig und bildet mit Zieräpfeln (wie ‘Calocarpa’ oder ‘Prof. Sprenger’), Flieder, rotlaubiger Bluthasel oder Blutbuche reizvolle Gemeinschaften.

Goldregen ist giftig!

Bei aller Pracht besitzt aber auch der Goldregen einen Schönheitsfehler: Er ist äußerst giftig. 15–20 seiner erbsenähnlichen, cytisin-haltigen Samen können für ein Kleinkind tödlich sein. Zudem ist er recht kurzlebig, nach etwa 40 Jahren lässt seine Vitalität deutlich nach. Angesichts seiner verschwenderischen Blütenfülle, mit der er sich Jahr für Jahr verausgabt, mag ihm letzteres großzügig verziehen sein. In einem Haushalt mit kleinen Kindern sollte seine Pflanzung jedoch gründlich überdacht werden.
Kerstin Ackermann

Goldregen-Laubengang

Im Abstand von zwei bis drei Metern junge Heister entlang des Gerüstes pflanzen und anbinden. Bei unzureichender Verzweigung Seitentriebe entspitzen. Nach drei Jahren sollte das Gerüst aufgebaut sein. Nun wird jährlich zum Ende der Wachstumszeit geschnitten: tote und störende Äste entfernen und diesjährige Triebe auf zwei bis drei Augen einkürzen, um die Bildung blühender Kurztriebe anzuregen.

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