Aus Antjes Tagebuch

Rindenschutz vorbereiten

Der Herbst ist eine gute Jahreszeit, um eine Rambler-Rose zu pflanzen, die in einen alten Obstbaum hineinwächst. Mit einem Kokosstrick, der an einem Erdanker befestigt wird, lassen sich die Triebe der Rose zu den unteren Ästen leiten. Die Rinde, an der der Kokosstrick befestigt wird, kann mit mehreren Lagen Jutestreifen geschützt werden.

Bevor ich jetzt im November meine Geranien in den kühlen, hellen Keller einer Freundin trage, schaue ich mir die Damen in den Töpfen lieber noch einmal genau an.

Geranien - nur gut geputzt ins Winterquartier

Und der Blick lohnt sich. Gelbe, faule Blätter und verblühte Stängel überall. In diesem Zustand kann ich sie nicht einräumen. Ein Überfall durch Schimmelpilze wäre vorprogrammiert.

Nachdem ich sie ordentlich geputzt habe, landen sie übergangsweise in meinem Gewächshaus. Dort sollten sie die nächsten Tage sicher untergebracht sein.

» Der Ziergarten im November

Mitbewohnerin für Apfelbaum: eine Rambler-Rose!

Mitbewohnerin für meinen Apfelbaum gesucht: Sie sollte hübsch aussehen, nach ihm aufblühen, ihn auf Dauer nicht erdrücken und bescheiden sein wie er.

Eigentlich musste ich gar nicht lange überlegen ... denn die perfekte Partnerin für meinen betagten Apfelbaum ist in meinen Augen eine Rambler-Rose. Wichtig war mir aber, die richtige Sorte zu finden. Denn mein Halbstamm hat eine eher zierliche Statur.

Ich habe mich für die charmante, rosafarbene ‘Francis’ entschieden. Die Rambler-Rose ‘Francis’ trägt Dolden mit kleinen, gefüllten und kräftig rosa Blüten. Sie wächst maximal 4 m hoch und wird die Krone meines Apfelbaums blütenreich einhüllen, ohne dass er untergeht. Der Klassiker ‘Bobby James’ ist leider eine Nummer zu groß für meinen Halbstamm.

Vor dem Einpflanzen schneide ich alle Triebe auf etwa 40 cm Länge zurück, damit sie kräftig austreibt. Ein großer Kunststoffeimer ohne Boden im Pflanzloch schützt den Wurzelballen bis zum Einwachsen gegen konkurrierende Baumwurzeln. Ich platziere die Rambler-Rose samt Eimer eineinhalb Meter entfernt von der Nordseite des Stammes, damit sie in Richtung Licht und somit zum Stamm wachsen kann.

Ein Kokosstrick lenkt die Rosentriebe in den ersten Jahren zu den unteren Kronenästen. Ich spanne ihn zwischen einem Erdanker, den ich in den Boden drehe, und einem stabilen Seitenast. Die Rinde schütze ich mit mehreren Lagen Jutestreifen vor Abrieb durch den Kokosstrick.

» Entspannen unterm Blätterdach

Je mehr Tulpen, desto schöner

Eine Tulpe allein im Beet finde ich traurig, einen Tuff mit Tulpen schön, viele Tulpen überall großartig. Insofern kaufe ich immer riesige Tüten mit Zwiebeln, die ich überall in den Beeten verteile. Meist mit einfachen Blüten, farblich aufeinander abgestimmt.

Eingepflanzt sind sie recht schnell. Ich bin gespannt, wie viele davon die Wühlmäuse mir in diesen Winter anknabbern.

» Gestaltungsideen mit Blumenzwiebeln

Herbst-Himbeeren schneiden - ganz einfach

Herbsthimbeeren werden immer beliebter. Zwar muss man mit der Ernte länger warten als bei Sommerhimbeeren. Doch dafür entfallen Probleme duch absterbende Ruten und madige Früchte: Der Himbeerkäfer legt seine Eier nur in die Sommerfrüchte und die Rutenkrankheit tritt in erster Linie an alten Ruten auf.

Ratzfatz ab! Bei Herbst-Himbeeren ist der Schnitt schnell gemacht, da sie auch an ihren einjährigen Ruten Früchte tragen: Man kappt einfach alle Triebe knapp unterhalb der Bodenoberfläche.

» Himbeeren für den Herbst

Schockschwerenot! Fruchtmumien von Äpfeln richtig entsorgen

Ich bin wirklich keine, die über den Gartenzaun hinweg ungefragt Gartenratschläge verteilt. Aber letzte Woche konnte ich nicht anders: Meine junge Nachbarin sammelte eimerweise verfaulte Äpfel und verteilte sie unter ihren Johannisbeersträuchern, um sie damit „gut zu versorgen“. UND DAS GEHT GAR NICHT!

Also habe ich ihr erzählt, dass in den Fruchtmumien die Sporen vieler Pilzkrankheiten überwintern und die Ansteckungsgefahr so groß ist, dass man sie nicht einmal auf dem Kompost, sondern in der Biotonne entsorgen sollte... Sie hat es mir zum Glück nicht übel genommen und schnell alle wieder aufgelesen. Fazit: Manchmal ist Schweigen Silber, und Reden ist Gold!

Zu Besuch in einer Baumschule

Ich lerne einfach gern dazu. So macht es mir viel Spaß, Gärtnereien zu besuchen. Gesprächspartner finde ich meist in Baumschulen, denn in diesem Bereich kenne ich mich am wenigsten aus.

Da ist zum Beispiel die Baumschule der Familie Pantelmann. Sie hat auf drei Hektar ein überschaubares, aber sehr ansprechendes Sortiment. Was mich entzückt: Die vielen verschiedenen Eiben.

Grün hat viele Farben - das gilt unter anderem für die Eiben. Diese Nadelbäume überraschen mit einer großen Formen- und Farbenvielfalt.

» Immergrüne - sie geben dem Garten die Form

Rundgang zwischen Eiben

Frau Pantelmann nimmt sich Zeit und klärt mich bei einem kleinem Rundgang über die verschiedenen Arten und Sorten auf und darüber, wie sie im Garten eingesetzt werden.

„Eiben werden oft als formale Hecken gepflanzt”, erzählt sie, „denn sie sind extrem gut schnittverträglich. Anders als Lebensbäume und Scheinzypressen kann man sie unbeschwert ins alte Holz zurückschneiden. Zur Schere greift man im Juli, Perfektionisten dürfen aber auch gern zweimal im Jahr den neuen Austrieb zurücknehmen.”

Als Heckenpflanzen eignen sich Arten wie die Säulen-Eibe Taxus baccata ‘Fastiagata’ und die Kegel-Eiben Taxus media ‘Hillii’ und ‘Hicksii’.

Wer eine Eibe als Kugel, Kegel und Pyramide ins Beet setzen möchte, dem rät Frau Pantelmann, die Europäische Eibe Taxus baccata zu wählen.

„Wenn man sie konsequent stutzt, kann man sie klein halten. Selbst Kugeln mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern sind möglich."

Leider kosten Eiben etwas mehr als andere Nadelgehölze. „Das liegt daran, dass sie in ihrer Jugend sehr langsam wachsen und vier Jahre brauchen, um etwa 30 Zentimeter hoch zu werden”, erklärt die Fachfrau.

Ich finde, sie sind ihr Geld wert: Denn wie ich weiter erfahre, fühlen sie sich fast überall wohl und sind ein Gehölz fürs Leben, genauer: für mehrere Leben, denn sie können über 1000 Jahre alt werden. Für so manche Ex-und-hopp-Pflanze bezahlt man manchmal mehr.

» Grüne Skulpturen für große und kleine Gärten

Schöne Eiben-Arten

1 Taxus baccata als Kugel. Einmal streicheln kann ich mir nicht verkneifen.

2 Die Gold-Eibe Taxus baccata ‘Semperaurea’ hält, was der Name verspricht. Sie braucht allerdings Sonne, damit die Nadeln goldig glänzen.

3 Die schmale Säulen-Eibe Taxus baccata ’Fastiagata Robusta’ wächst schlank und kompakt. Da sie nicht auseinanderfällt, ist sie nicht nur als Hecke schön anzuschauen, sondern auch als Solitär ohne Schnitt gut in Form.

4 Die Kegel-Eibe Taxus media ‘Hillii’ ist ein kompakter, drei bis fünf Meter hoher Großstrauch für die Hecke. Im Gegensatz zu der gleichwertigen Heckensorte ‘Hicksii’ trägt sie keine roten Früchte.

5 Mit ihren überhängenden Spitzen zählt die Adlerschwingen-Eibe Taxus baccata 'Dovastoniana' zu den Hinguckern im Garten. Man sollte ihr viel Platz gönnen, denn sie wird ausladend.

» Mehr Farbe im Winter: Vielfalt in Grün

Alles hat seine Zeit

Es deutete sich bereits am morschen Stammansatz an, dass meine alte Kopfweide sich verabschiedet. Und nun ist es passiert. Still liegt sie da. Schade, aber das ist nun einmal der Lauf der Dinge.

Den Farbenzauber genießen

Zum Saisonschluss lassen Efeu und Brombeeren im November ihre Blätter leuchten. Für die rote Blattfärbung gibt es natürlich auch eine wissenschaftlich korrekte Erklärung. Aber manchmal, finde ich, sollte man sich einfach nur an etwas freuen dürfen.

Gartengeräte pflegen

Damit meine Geräte ein Gärtnerleben lang halten, sollte ich sie pflegen. Was ich vor dem Einwintern immer mache: Ich entferne sämtliche Erdreste. Holzstiele und Scherenklingen müssen meist warten. Sie werden erst im zeitigen Frühjahr geschmirgelt und geschliffen.

Spaten, Harke und Co. landen endlich dort, wo sie eigentlich nach jedem Arbeitseinsatz im Garten hingehören: ordentlich aufgehängt an der Wand.

Die Stiele und Griffe aus Kunststoff brauchen nach dem Abwischen keine  besondere Pflege.


Diese Zwiebelblumenkelle ist mein liebstes Werkzeug. Ich habe sie vor etwa 20 Jahren geschenkt bekommen – und stets bei der Hand.

Insofern wird sie besonders liebevoll abgebürstet und hinterher mit einem mit Öl getränkten Lappen abgewischt.

» Bilder-Galerie: Schöne Taxus-Sorten und einige Pflegetipps
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