Aronia – gesundes Wildobst aus dem eigenen Garten

Aroniabeeren und mit Aroniabeeren gefärbtes Getränk

Aroniabeeren sind sehr farbintensiv und enthalten mehr Anthocyane als Heidelbeeren oder Schwarze Johannisbeeren. Sie eignen sich gut für Saft, Tee und Marmelade. Als Aroma- und Farbverstärker können sie mit weniger aromatischem, sehr süßem Obst gemischt werden.

Die fast schwarzen Früchte der Apfelbeere beziehungsweise Aronia haben's echt in sich. Doch bisher ist dieses vitale Wildobst bei uns noch relativ unbekannt.

Die Aronia stammt aus Nordamerika und wird dort seit Jahrhunderten von den Ureinwohnern genutzt. In der alten Welt begann die Karriere der kälteresistenten Wildobst-Art in Russland, unter anderem beim bekannten Pflanzenzüchter Iwan Wladimirowitsch Mitschurin.

Wir haben Tipps und Wissenswertes rund um diese gesunden und farbintensiven Beeren zusammengestellt.

Aronia heißt Apfelbeere ...

... weil die „Beeren“ wie Äpfel und andere Kernobstfrüchte aufgebaut sind. Der Botaniker nennt’s „Sammelbalgfrucht“.

Bienenfreundlich

Bienen und viele andere Sechsbeiner kommen gern zum Nektarschlürfen oder Pollenfuttern.

Angeknabbert

Ab und zu verirrt sich mal eine Wespe an eine reife Aroniabeere, aber die meisten Krankheiten und Schädlinge lassen sich durch die herben Inhaltsstoffe fernhalten. Nur Vögel beeindruckt das alles nicht. Vor ihrem Appetit schützt ein Netz.

Purpurtee aus Aroniabeeren

Zwei Teelöffel getrocknete und geschrotete Beeren in ein Glas geben und Heißwasser daraufgeben. Ein paar Minuten ziehen lassen – fertig ist der burgunderrote Tee.

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Aroniabeeren - sauer und farbintensiv

Fruchtsäuren wie Äpfelsäure, Chlorogensäure, Succinylsäure lassen uns das Gesicht verziehen. Da hilft auch der hohe Zuckergehalt kaum. Ein Gutteil der Fruchtsüße kommt übrigens vom Sorbit. Gut für Diabetiker und für gesunde Zähne.

Groß heraus kommen Aroniabeeren in Saft, Tee und Marmelade. Oder man mischt sie einfach weniger aromatischem, sehr süßem Obst als Aroma- und Farbverstärker bei.

Farbstark Aroniabeeren enthalten mehr als dreimal so viel Anthocyane wie Heidelbeeren oder Schwarze Johannisbeeren. Die tief dunkelroten Farbstoffe in den Früchten wirken z. B. als Cholesterinsenker. Die Beeren und Blätter der Aroniasträucher selbst schützen sie dagegen vor Fraßfeinden und schädlichem UV-Licht.

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Roter Oktober

Im Herbst entzünden Apfelbeerenblätter ein Farbfeuerwerk in Rot, bei manchen Sorten auch in Gelb.

Ab August wird geerntet ...

... in der Plantage sogar mit Maschinen. Sie streifen die Fruchtstände mit Gummifingern ab.

Im Garten einfach die Dolden abschneiden oder mit den Fingernägeln abkneifen.

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Gut zu wissen - Merkmale der Aronia

Herkunft: Die Arten Aronia melanocarpa und A. x prunifolia stammen aus Nordamerika und wurden in der alten Welt zunächst vor allem in Russland kultiviert.

Ansprüche: gering, mittelschwerer Boden

Blütezeit: Mai, ca. 10 Tage

Reifezeit: Die Beeren reifen ab August. Gutes Vogelnährgehölz

Ertrag: bis 6 kg Früchte pro Strauch

Sorten: ‘Aron’, ‘Nero’, ‘Rubinia’, ‘Viking’, ‘Hugin’

Größe: bis 1,5 m

Schädlinge und Krankheiten: Die Pflanzen bleiben auch ohne Spritzen gesund

Lange haltbar und vielseitig

Verschrumpelt und gut getrocknet halten Aroniabeeren monatelang. Man kann sie statt Rosinen ins Müsli geben, Stollen- oder Rührkuchenteig beimischen.

Auch möglich: In Fruchtsaft oder Wein quellen lassen und dann verwenden, z.B. in Früchtebrot oder Stollen. Die Beeren helfen gegen allergische und entzündliche Reaktionen und wirken darmregulierend.

Aroniapulver besteht aus schonend gepressten und getrockneten Aroniabeeren, dem sogenannten Trester. Es enthält Mangan, Vitamin K sowie Folsäure und bringt Farbe ins Müsli, in Smoothies, Gebäck oder Brot.

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