Antjes Tagebuch im Februar

Antje vorm Frühbeetkasten

Antje vor dem eingeschneiten Frühbeetkasten. Kamelien und manche Zwiebelblumen sorgen dahingegen trotz Schnee im Winter schon für Farbe.

Ich weiß nicht, ob Kamelien gerade wieder in oder out sind. Ist auch nicht von Belang. Denn der asiatische Strauch mit den edlen Blüten hat seit über zweihundert Jahren immer seine Liebhaber gehabt. Ich selbst besitze keine Kamelie und bin deshalb nicht immer auf dem neuesten Stand.

Zeit also, mein Wissen aufzufrischen. Dafür gibt es in unserer Gegend keinen besseren Ort als die Gärtnerei von Michael von Allesch, wo der passionierte Kameliengärtner auf 1 700 Quadratmetern eine stattliche Sammlung beherbergt. Gerade jetzt, im späten Winter, in dieser sonst relativ blütenarmen Zeit, ist es hier sehr beeindruckend.

»Blütenvielfalt in der kalten Jahreszeit: Kamelienträume

Tipps für die Kamelie

Die Kamelie steht im Ruf, in der Kultur etwas schwierig zu sein. Wahr ist lediglich, dass sie keine warme, trockene Zimmerluft verträgt. Sie gehört so lange wie möglich an die frische Luft! Am besten in den Halbschatten.

Erst wenn der Winter dauerhaft mit Temperaturen unter minus vier Grad Celsius aufwartet, sollte man sie in einen kühlen Raum bringen.

Winterfeste Sorten, die älter als fünf Jahre sind, wachsen im Garten problemlos zu mächtigen, alten Sträuchern heran. Allerdings nur, wenn ihre Besitzer sie gegen Kälteeinbrüche schützen.

Optimal stehen sie in einem halbschattigen Beet nah am Haus, wo keine kalten Ostwinde einfallen und die winterliche Morgensonne nicht hinkommt. Dort reicht es, ihre Wurzeln mit einer dicken Mulchschicht zu wärmen.

Die Wünsche von Kamelien ähneln denen der Rhododendren und Azaleen: Sie möchten einen durchlässigen, humosen Boden mit einem  ph-Wert von ca. 5,5. Zum Gießen nimmt man am besten Regenwasser.

Um sie in Form zu halten, werden zu lange Einzeltriebe oder zweite Jahrestriebe (ohne Blütenknospen) einkürzt. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Spätwinter,  vor dem Neuaustrieb.

Gut geplant ist halb gewonnen!

Zeit, meine Frühjahrsbesetzung für die Hochbeete zu planen. Erst hatte ich mutig überlegt, mein Gemüse in Quadraten anzupflanzen, bin dann aber davon abgekommen. Irgendwie hänge ich an der klassischen  Reihenkultur. Als Erstes werde ich (wie immer) Spinat aussäen, danach Möhren, Pflücksalate und Radieschen. Als Nachbarn geselle ich kleine Pflanzen von Kohlrabi, Pflücksalat und Schnittlauch dazu, die ich auf dem Wochenmarkt kaufe.

Da sich alle gut miteinander vertragen, bin ich frei in meiner Gestaltung. Allerdings muss ich darauf achten, die Möhren und später auch den Lauch und den Fenchel jeweils an einer anderen Stelle im Hochbeet  als im letzten Jahr anzubauen. Sonst stimmt die Fruchtfolge nicht. Wie gut, dass ich mir aufgezeichnet habe, wo sie gestanden haben ...

»Tipps und Ideen zur Gartenplanung: Gärten pflegeleicht gestalten

Duftige Hyazinthe zu verschenken!

Jetzt ist die Auswahl schöner Zwiebelblumen in Töpfen und auch geschnitten für die Vase groß. Sie bringen schon Frühlingsstimmung ins Haus, selbst wenn draußen noch Schnee liegt. Die Zwiebelblumen sind ein schönes Geschenk - einzeln in einem schönen Gefäß oder sogar zu mehreren zusammengepflanzt, wie ein Minigarten für die Wohnung.

Da ich nicht langweilig daherkommen möchte, habe ich dem Topf eine Kette aus Hyazinthenblüten verpasst. Die wachsartigen Glocken  sind schnell auf einem dünnen Dekodraht aufgezogen und um den Topf gewickelt.

So ist der Februar halt ...

Anfang des Monats habe ich noch geguckt, wie es dem Feldsalat im eingeschneiten Frühbeetkasten so geht: upps, tiefgefroren!

Zum Glück hat der Frost nicht lange angedauert, und der Salat ist nach dem Auftauen einfach weiter gewachsen. Ernten werde ich ihn Ende des Monats. Beim Aufblühen der ersten Krokusse.

» Was nach dem Winter kommt und warum: Die zehn Jahreszeiten


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