Scharfe Chilis

Themen: Chili, Chilisorten
Chilis

Chili ist nicht gleich Chili. Von engelsmild bis teuflisch scharf ist alles dabei.

» Bildergalerie: Von mild bis scharf - 10 Chilisorten in der Übersicht

Diese Entscheidung ist jedes Jahr schwer: Welche Chilisorten probiere ich diesmal? Hmm, die Chilis sollen dekorativ aussehen, wie ‘Birds Eye’ und ‘Medusa’ mit kleinen, aufrecht wachsenden Früchten. Und ich hätte gern einen Mix aus milden und scharfen Sorten, Chilis für jede (Koch-)Gelegenheit: mittelscharfe ‘Poblano’ und superscharfe ’Thai’. Auch die furchtbar scharfen ‘Habaneros’ haben ihren Platz schon sicher.

Neben den Chilisorten auf dieser Seite gibt es noch viele weitere, auch Ziersorten wie ‘Twilight’. Sie bringen eher kleine, dafür aber sehr scharfe, essbare Früchte hervor.

So klappt's mit den Chilis

Chilis zieht man wie Gemüsepaprika ab Februar auf der Fensterbank oder im geheizten Gewächshaus vor. Die Samen keimen nach einigen Tagen. Bei wenigen Sorten wie der ‘Bhut Jolokia’ kann das allerdings ein paar Wochen dauern.

Ab Mitte Mai werden die kleinen Pflanzen in große Töpfe oder Kübel gesetzt und draußen an einen warmen, sonnigen, windgeschützten Platz in Südlage gestellt. In Töpfen bringen Chilis einen höheren Ertrag. Auf Beeten wachsen sie recht langsam, und die Blüte setzt erst spät ein, so dass die Früchte nicht immer ausreifen.

Gießen Sie die Chili in Töpfen regelmäßig, im Hochsommer jeden Tag. Etwas Trockenheit schadet zwar nicht. Doch ist es zu trocken, werden Blüten und junge Früchte abgeworfen.

Die Königsblüte, die erste Blüte, muss nicht ausgebrochen werden wie bei Paprika. Chilis setzen auch so viele Früchte an. Ernten Sie die Chilis auch unreif, das fördert den Ansatz neuer Blüten und Früchte.

Grün sind Chilis meist etwas milder. Ausgereift haben sie zudem ein ausgeprägtes fruchtiges oder rauchiges Aroma. Einige Chilisorten sind mehrjährig und können kühl bei 10 °C überwintert werden: z. B. Glockenchili, ‘Habanero’, ‘Bhut Jolokia’, ‘Aji’ und ‘Birds Eye’. Der Vorteil: Die Pflanzen blühen früher und sind eher reif.
Natalie Faßmann

» Paprika: Der große Geschmackstest

Die Schärfe der Chili

Wie scharf eine Chilisorte ist, wird in Scoville Units (scu) angegeben, benannt nach ihrem Entwickler Wilbur L. Scoville. Gemüsepaprika und milde Chili haben 0 scu, mittelscharfe ‘Poblano’ und ‘Jalapeño’ bis zu 15.000 scu, höllisch scharfe ‘Habaneros’ um die 500.000 scu. Die Skala reicht bis 15 Mio. scu für reines Capsaicin, den scharfen Wirkstoff der Chilis.

In unseren Breiten sind die Chilis oft milder als in Mittelamerika, in Afrika oder in Asien. Das liegt daran, dass es den Pflanzen hier zu kalt ist, um genügend Capsaicin einzulagern.
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