Möhrensorten für alle Fälle

Die Möhrenkultur ist gar nicht schwer. Nur ein wenig Geduld sollten Sie mitbringen, denn Möhren keimen und wachsen langsam.

Möhren - so klappt es mit der Aussaat

Ab Mitte März sind die meisten Böden abgetrocknet und bereit für die Möhrenaussaat. In leichtem Sandboden entwickeln sich besonders schöne gerade Wurzeln. In schwerer, womöglich steiniger Erde wachsen häufig verkrüppelte Möhren.

Egal auf welchem Boden: Möhrenbeete sollten mindestens 20 cm tief gelockert werden. Vor der Aussaat lassen Sie den Boden etwa zehn Tage absetzen. Dann in ganz flache Rillen säen, denn die feinen Samen möchten nur knapp mit krümeligem Boden bedeckt werden. Säen Sie dünn oder verwenden gleich Pillensaat.

Ein Möhrensämling braucht in der Reihe etwa 4 cm, Lagermöhren wünschen etwa 6 cm Platz. Den großzügigen Reihenabstand von 25 bis 40 cm füllen zunächst Radieschen oder Lauchzwiebeln.

Eine schnell keimende Markiersaat wie Radies zeigt nach wenigen Tagen, wo die Reihen verlaufen. Denn Möhren lassen sich bis zu drei Wochen Zeit, ehe sich die ersten, feinen Blättchen zeigen. So können Sie beizeiten zwischen den Reihen hacken, ohne die Möhrensamen beim Keimen zu stören.

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Die Möhrenfliege fernhalten

Hacken hält den Boden unkrautfrei und die letzte Winterfeuchte länger im Boden. Die reicht in den ersten Wochen für die Keimlinge aus. Danach wird alle 5 bis 8 Tage durchdringend gewässert, damit sich auch tief liegende Bodenschichten mit Wasser vollsaugen. Aber nicht zu sehr verwöhnen: Zwischendurch darf der Boden schon mal antrocknen. Die Möhren bilden dann ein leistungsfähigeres Wurzelsystem.

Stehen Möhren allein auf dem Beet, hält ein Insektenschutznetz die Möhrenfliege fern. Und: Einige Sorten, z. B. ‘Flyaway’, ziehen die Fliegen nicht im gleichen Maß an und bleiben häufig befallsfrei. Eine Mischkultur aus Zwiebeln und Möhren vertreibt die Fliegen zwar auch, doch verwenden Sie besser Lauchzwiebeln, die genauso durstig sind wie Möhren. Die gewöhnliche Küchenzwiebel möchte zur Reifezeit im Sommer trockener stehen, während Möhren dann erst so richtig wachsen und regelmäßig gewässert werden sollten.

Die wichtigsten Sorten

Lang, kurz oder rund - Möhrensorten werden nach der Wuchsform in mehrere Hauptgruppen eingeteilt.

Die ganz kurzen: Pariser Möhrchen werden kaum über 4 cm lang und bringen auch auf schwerem Boden gute Ernten. Die runden Rübchen sind zart und kommen ganz in den Kochtopf. Kulturdauer etwa drei Monate. Sorten: ‘Parmex’, ‘Pariser Markt‘.

Kurz und kegelförmig: der Typ Kurze Stumpfe. Auch auf schwerem Boden wachsen die Möhren gerade. Ihre Rüben dringen nur 8 –10 cm cm in den Boden ein. Gute Sorten sind: ‘Oxheart’, ‘Chantenay Red Cored’.

Lang mit stumpfem Ende ist der Typ Nantaise. Er ist der beliebteste im Garten. In etwa fünf Monaten entwickeln sich gerade, gleichmäßig dicke, 15 cm lange Wurzeln. Gute Sorten: ‘Nantaise’, ‘Adelaide‘, ‘Merida‘, ‘Flyaway‘, ‘Ingot‘.

Sortentipps: bunte Möhren und mehr

Farbe ins Sortiment bringen gelbe, fast weiße, tief dunkelrote oder violette Möhren. Wichtig bei Dunklen: Beim Kochen entsteht eine unappetitlich braune Brühe. Besser mit anderen Sorten und Gemüsen in der Pfanne schmoren. Außergewöhnliche Sorten: ‘Mello Yello’ , ‘Yellow Stone’ (gelb), ‘Creme de Lite’ (fast weiß), ‘Purple Haze’ (tief rot), ‘Nutri Red’ (rot), auch als bunte Mischung ‘Harlekin’.

Spitz zulaufende Sorten gibt es als bis zu 30 cm lange Lagersorten. Darunter ‘Sweet Candle’, ‘Sperlings Cubic’. Als zarte, zuckersüße Möhrchen, geerntet ab 10 cm Länge, präsentieren sich beispielsweise ‘Sugarsnax54’ oder ‘Tendersnax’. Diese vor der Vollreife geernteten Karotten sind nicht lagerfähig, aber ein superzartes Suppengemüse.

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