Lust auf Erdbeeren

Erdbeeren mit Ausläufer

Erdbeeren bilden Ausläufer, die sich ab Juni in kleinen Töpfen bewurzeln lassen und ab Juli ins Beete kommen.

Von Mitte Juni bis September ist Saison für Erdbeeren, die auch mehrmals tragen. Und jetzt ist die beste Zeit, neue Beete mit tollen Sorten anzulegen.

Die Erdbeerpflanzen hängen jetzt voller leuchtend roter, verführerisch duftender Früchte. Damit die Ernte auch im kommenden Jahr wieder so reich ausfällt, schauen Sie sich möglichst bald nach Jungpflanzen guter Sorten um.

Sie können auch von reich tragenden Pflanzen Ableger bewurzeln, doch bauen solche selbst vermehrten Erdbeeren von Generation zu Generation ab. Keine Angst, wenn sich die Jungpflanzen im Gartenmarkt mit nur vier bis sechs Blättchen präsentieren. Viel wichtiger ist es, dass der Topfballen gut durchwurzelt ist und die Blätter gesund sind.

Im nächsten Jahr beginnt die Ernte

ErdbeerpflanzeBis zum kommenden Frühsommer haben sich die einst etwas dünnen Pflänzchen längst gekräftigt und werden Blüten und große Früchte tragen. Im ersten Jahr vielleicht etwas weniger, im nächsten schon laufen sie zur Höchstform auf.

Danach möchten die Pflanzen einen anderen Platz, sonst bleiben Beeren und Ertrag nach dem zweiten Standjahr kleiner. Die neuen Setzlinge sollten am besten schon in der ersten Juli-Hälfte in den Boden. Sie haben dann mehr Zeit, sich zu kräftigen und reichlich Blütenknospen für das Folgejahr anzulegen.

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Der ideale Standort für Erdbeeren

Erdbeeren sind zwar Waldbewohner, mögen aber dennoch einen gut besonnten Standort, auf dem mindestens drei Jahre keine Artgenossen standen. Als Grunddüngung reichen etwa fünf Liter Kompost pro Quadratmeter aus. Oder Sie spendieren einen Beerendünger. Im Herbst zuvor verabreichter Stalldung wirkt sich ebenfalls günstig aufs Wachstum aus.

Ist das Beet vorbereitet und hat es sich etwas abgesetzt, wird im Abstand 30 mal 30 cm gepflanzt. Nach der ersten Ernte wird jede zweite Reihe entfernt, damit die jetzt deutlich größeren Stauden mehr Platz haben.

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Sorten mischen für längere Erntezeit

Ist Platz für mehrere Sorten, sollten sie auch nach der Reifezeit ausgewählt werden. Frühe wie ’Honeoye’ reifen ab Mitte Juni. Die allerletzten, z. B. ‘Malwina’, beenden Mitte bis Ende Juli die Ernte. Dazwischen reifen die altbewährte, aber mäßig ertragreiche ‘Senga Sengana’, die rot durchgefärbte angenehm säuerlichsüße ‘Polka’ oder die großfrüchtige sowie ausgewogen aromatische ‘Elsanta’.

Diese beiden Letztgenannten sind wenig empfindlich für Fruchtfäule, aber etwas anfällig gegenüber Wurzelfäulen. Deshalb nie nach Frühkartoffeln anbauen. Sie könnten die Fäule übertragen. Die robustere ‘Senga Sengana’ dagegen erkrankt selten und gedeiht auch nach Erdäpfeln meist zuverlässig.

Wer nach dem Juli noch frisch gepflückte Erdbeeren genießen möchte, pflanzt mehrmals tragende Sorten. Da bietet sich die französische Gourmet-Sorte ‘Mara des Bois’ an. Auch ‘Meraldo’, eine neuere mehrmals tragende Züchtung, besticht mit hocharomatischen, dabei besonders großen und dunkelroten Beeren.

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Tipp: Entfernen Sie die ersten Blüten mehrmalstragender Sorten. Die Früchte der zweiten Ernte werden dann deutlich größer.

Achim Werner

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