Leckeres aus Holunderbeeren: Schritt für Schritt zum köstlichen Tropfen

Themen: Wildobst
Holundersaft als Geschenk

Lecker verpackt: Zum Schluss kann noch jedes Glas und jede Flasche ein schönes Etikett bekommen und fertig ist ein köstliches Holundergeschenk.

Wir sind im Oderbruch unterwegs und schauen Anna Völker beim Pflücken und Verarbeiten der Holunderbeeren zu.

Der „Hollerbusch“ ist eine köstliche Heilpflanze und Sinnbild für eines unserer bekanntesten Kindermärchen, das Märchen von Frau Holle.

Der Holunder ist auch ein seit Generationen geschätztes Wildobstgehölz, denn aus seinen Beeren lässt sich leckerer Saft, Sirup, Gelee oder Likör herstellen. Anna zeigt uns, wie sie das macht.

Ihr wichtigstes Zubehör dafür sind ein Entsafter und ein großer Topf zum Sammeln des Holundersaftes.

Praktisch ist außerdem ein Quirl oder ein anderes Küchenutensil, mit dem sie die Dolden zusammendrücken kann. Damit lassen sich auch die letzten Holunderbeeren zum Platzen bringen und so werden keine Früchte verschwendet.

» Ein Holundermärchen

Ab September können die Holunderbeeren geschnitten werden. Je dunkler die Beeren sind, desto besser. Die Früchte müssen schön schwarz gefärbt sein und dürfen keinen rötlichen Schimmer mehr haben.

Die Dolden mit den Beeren werden samt Stiel geschnitten und zuhause in einer großen Schüssel gewaschen. Dann werden sie entsaftet und nach Rezepten, die in Annas Familie von Generation zu Generation weitergegeben wurden, verarbeitet:

Holunderbeeren verarbeiten - Annas Methode Schritt für Schritt

1. Zuerst heißt es warten. Eine Stunde kann es schon mal dauern, bis die erste Portion Beeren im Entsafter gut durchgekocht ist.

2. Wenn die Dolden um etwa ein Drittel zusammengefallen sind, drücke ich sie mit einem Quirl leicht an. So platzen auch die letzten Beeren und geben ihren Saft frei.

3. Den dampfenden Saft lasse ich aus dem Entsafter dann in einen großen Topf ab. In diesem Topf sammle ich den Saft, der nach mehreren Runden Entsaften entstanden ist.


4. Nachdem alle Dolden verarbeitet sind, ist der große blaue Topf meist randvoll. Jetzt müssen die Gewürze dazu. Dafür stelle ich den Topf auf den Herd und bringe den Saft erneut zum Kochen.

Wie ich es von meiner Mutter gelernt habe, gebe ich nun Zimt, Nelke und Zitrone dazu. Probieren gehört hier selbstverständlich dazu! Jeder mag andere Gewürze und es darf experimentiert werden.

Ist man mit dem Geschmack zufrieden kann es weitergehen. Zucker darf natürlich nicht fehlen. Für den Sirup, den ich heute kochen will, kann es ruhig etwas mehr sein.

5. Den fertigen Sirup fülle ich kochend in saubere Flaschen. So hält er sich gut und kann lange gelagert werden.

Man kann den Sirup natürlich sofort genießen, nach einem Jahr Lagerungszeit schmeckt er allerdings noch besser!

Lecker Verpackt Jetzt Zum Schluss bekommt noch jedes Glas und jede Flasche ein Etikett mit Datum und Inhaltsangabe. Mit besonders schönen Etiketten entsteht so auch ein köstliches Holundergeschenk.


Tipp:

Bei schönstem Spätsommerwetter fülle ich den Entsafter mit den reifen Dolden. Auf Handschuhe verzichte ich dabei gern, ohne Schürze geht es aber nicht, denn Holundersaftflecke sind zäh!

Wer wie ich gern ohne Handschuhe arbeitet, kann auf Zitronen nicht verzichten. So werden die rot gefärbten Hände wieder schön sauber.

» Mein Lieblingsrezept: Kartoffelpuffer mit Holundergelee


Anna Völker
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