Himbeeren

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Mit zweimaltragenden Sorten lässt sich die Himbeer-Saison bis weit in den Herbst verlängern.

Im Juli hängen die Himbeerruten aus dem vergangenen Jahr voller süßer Früchte. Doch die traditionelle Himbeersaison endet je nach Region schon gegen Ende des Monats oder Anfang August. Aber es gibt ja noch die zweimaltragenden Sorten und die Herbsthimbeeren. Beide tragen auch in der zweiten Saisonhälfte: ab August bis zum Frost. Die letzten Früchte im Oktober taugen durchaus noch für eine leckere Marmelade oder Fruchtsoße. Himbeeren aus dem August und September dagegen brauchen den Vergleich zu Sommersorten wie ‘Rubaca’, ‘Schönemann’ oder ‘Zefa 1’ nicht zu scheuen. Im Gegenteil: Während in den Früchten der Sommersorten schon mal eine Käferlarve nascht, bleibt die zweite Tracht im Spätsommer völlig befallsfrei, denn dann fliegen keine Himbeerkäfer mehr. Übrigens tragen jetzt im Hochsommer gepflanzte Herbstsorten noch im selben Jahr einige Früchte zum Naschen.

» Zum Vernaschen: Beerenobst

Die Reifezeit bei Himbeeren

Sommerhimbeeren blühen und fruchten einmal pro Saison am vorjährigen Holz. Die jungen Triebe aus dem laufenden Jahr blühen also erst in der folgenden Saison. Abgetragene Ruten gleich nach der Ernte bodeneben abschneiden. Von den jungen Ruten bleiben pro laufendem Meter etwa acht der kräftigsten stehen. Alle anderen werden ebenfalls bodeneben entfernt.
• Sorten: ‘Glen Ample’, ‘Meeker’, ‘Schönemann’, ‘Willamette’, ‘Zefa 1’.

Zweimaltragende Himbeeren können sowohl an altem Holz aus dem Vorjahr tragen als auch an den jungen, diesjährigen Trieben. Sie werden geschnitten wie Sommerhimbeeren. Dann entwickeln sich die Beeren zunächst an den alten Ruten, je nach Sorte im Juni oder Juli. Ab August bringen die neu hinzugekommenen jungen Triebe die zweite Tracht. Bei zwei Ernten im Jahr fällt die einzelne etwas geringer aus. Dafür hängen über viele Wochen ständig süße Beeren zum Naschen bereit. Günstig für kleine Gärten und Balkone.
• Sorten: ‘Aroma Queen’, ‘Autumn First, ‘Autumn Bliss’, ‘Himbo Top’, ‘Korbfüller’, ‘Polana’, ‘Polka’, ‘Twotimer Sugana’.

Herbsthimbeeren sind eigentlich zweimaltragende Sorten. Allerdings lässt man nur die jungen Ruten tragen. Das macht den Schnitt super einfach: Im Herbst nach der Ernte kurzerhand alle Ruten bodeneben abschneiden. Im Folgejahr treiben dann neue junge Ruten, die je nach Sorte ab August Früchte bringen. Die Vorteile dieser Kulturmethode: keine Himbeerkäfer, zudem nur selten Rutenkrankheit, da die Triebe nur wenige Monate auf dem Beet bleiben. Darüber hinaus fällt die Herbsternte deutlich reicher aus als bei zweimaliger Tracht. Sorten: Siehe zweimaltragende.

» Gartenpraxis: Himbeeren für den Herbst

Praxis-Tipp Himbeerrutenkrankheit

Die Himbeerrutenkrankheit befällt selten Herbsthimbeeren. Bei den anderen Sorten empfiehlt es sich, die alten, abgetragenen Ruten gleich nach der Ernte zu entsorgen.

» Rezept: Himbeertraum-Fruchtaufstrich
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