Gemüsegarten: 15 Tipps zur Ernte

Themen: Gemüse, Ernte
Gemüseernte

Die Erntezeit bringt den Lohn für die Pflege der Gemüsebeete und des Küchengartens.

1) Den Kopf voll: Kopfsalat erst ernten, wenn sich sortentypische Köpfe gebildet haben. Zu früh geschnitten, ist er zwar butterzart, fällt aber schnell zusammen.

2) Süße Perlen: Gartenerbsen werden in aller Regel im grünen, also halbreifen Zustand gepflückt. Dann sind die Körner noch weich und süß. Zuckerund Knackerbsen kommen oft schon als ganze Hülsen in den Topf, bevor sich Körner ausgebildet haben. Palerbsen sind die einzigen, die auch als Trockenerbsen verwendet werden können. Wer hier den optimalen Erntezeitpunkt der Hülsen verpasst, lässt die Erbsen einfach ausreifen.

3) Spät geerntet: Am späten Nachmittag oder Abend enthalten Spinat, Salat oder Feldsalat am wenigsten Nitrat. Am frühen Morgen oder an trüben Tagen gepflückte Blätter sind zwar besonders knackig, weisen dafür deutlich höhere Werte auf.

4) Dran lassen! Sellerieblätter machen sich zwar toll als Suppenwürze, sollten aber nicht vom Knollensellerie gewonnen werden. Die Knollen brauchen jedes Blatt zum Wachsen. Entweder gleich Blattsellerie kultivieren oder die schwächste Knolle zum Blattspender küren.

5) Tomaten erst pflücken, wenn sie voll ausgefärbt sind, je nach Sorte rot, gelb oder orange. Grüne Sorten bekommen dann einen leicht gelben Anflug. Diese Früchte enthalten kein giftiges Solanin mehr.

6) Fleischtomaten und braunrote Sorten wie ‘Black Plum’ sind voll ausgereift häufig mehlig und verlieren an Aroma. Sie werden besser kurz vorher gepflückt.

Aubergine im Topf7) Auberginen nur dann völlig ausreifen lassen, wenn Sie Saatgut gewinnen möchten. Die beste Erntezeit ist, solange die Eierfrüchte noch glänzen. Danach wird das Fruchtfleisch „pappig“.

8) Paprika und Peperoni sind voll ausgefärbt richtig aromatisch und scharf. Beide können jedoch auch grün gepflückt und verwendet werden. Bitte schnell verbrauchen, die Schoten reifen nicht nach.

9) Jung und zart: Zucchini wollen jung geerntet werden. Bis 15 cm Länge sind sie sogar roh und ungeschält ein Genuss. Größere müssen eventuell geschält und entkernt werden. Sie eignen sich dann vor allem zum Dünsten.

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Zuckermais10) Zuckermais kann zunächst in Form kleiner, ca. 12 cm langer Kölbchen zum sauer Einkochen geerntet werden. So richtig süß werden die Körner aber erst, wenn die Kolben ihre Endgröße erreicht haben, die Körner aber noch weich sind. Ernten, sobald sich die Fahnen braun verfärben. Nicht zu lange warten, denn der Zucker wird im Verlauf der weiteren Reife zu Stärke umgewandelt!

11) Frühe Kohlrabisorten und Radieschen bei mittlerer Größe pflücken. Werden sie zu groß, neigen beide zum Holzigwerden.

12) Grüne Bohnen sollten sich leicht durchbrechen lassen, die Bruch-/Schnittfläche muss glatt sein. Biegen sich die Hülsen, ohne zu brechen, oder sind die Bruchränder ausgefranst, haben Bohnen ihren Zenit überschritten.

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Rote Bete ernten13) Wurzelgemüse wie Rote Bete, Möhre oder Mairübe kann in jeder Größe verwendet werden. Je jünger die Rüben aus dem Boden kommen, desto zarter und süßer sind sie. Möchte man sie dagegen über längere Zeit lagern, werden sie erst zum Herbst hin geerntet.

14) Mangold: Soll er als Spinatersatz verwendet werden oder als Rohkost auf den Tisch kommen, pflücken Sie die Blätter am besten mit maximal 15 cm Länge. Sollen auch die Stiele zubereitet werden (Sorten ‘Bright Lights’ oder ‘White Silver’), lässt man die Blätter größer werden. Als Rohkost sind sie dann nicht mehr geeignet.

15) Geschnitten oder gerupft? Bei Erbsen, Bohnen, Gurken, Paprika, Auberginen, Zucchini, Kürbissen und Melonen empfiehlt es sich, ein Messer oder eine Schere zu Hilfe zu nehmen. Anderenfalls werden leicht Blütenansätze oder, wie bei Buschbohnen, sogar ganze Pflanzen mit herausgerissen.

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