Gartenpraxis im April

Themen: Monats-Tipps
Gartenpraxis im April

Diese Arbeiten stehen im April im Garten an: Rhododendron zurückschneiden, düngen und auch den Pflanzenschutz nicht vergessen.

Ziergarten

Rhododendron zurückschneiden
Rhododendren benötigen keinen regelmäßigen Schnitt. Jedoch lassen sich im Frühjahr oder gleich nach der Blüte lange Triebe kürzen. Japanische Azaleen können jedes Jahr kugelig geformt werden.

Gesunde Großblumige Rhododendron-Hybriden vertragen einen kräftigen Verjüngungsschnitt, manche sogar das Kappen in Kniehöhe im März/April. Sie bauen sich langsam wieder neu auf. Sicherer ist schrittweises Verjüngen. Die Büsche behalten so noch Laub zum Assimilieren. Das Wässern bei Trockenheit, Düngen und Mulchen nicht vergessen!

Düngen

Jetzt spendieren wir wieder Nährstoffe. Langzeitdünger leicht einarbeiten. Erst im Bodenmilieu wirken sie richtig. Rindenmulch zuvor zur Seite ziehen. Bei Gehölzen wird Dünger rundherum am Kronenrand eingeharkt. Hier befinden sich nämlich die aktiven Wurzeln.

Leicht lösliche mineralische Dünger (Blaukorn) können auch auf die Mulchschicht um Stauden und Gehölze gestreut werden. Anschließend kräftig wässern. So gelangen die Nährsalze zu den Wurzeln.

» Rhododendron: Das sollten Sie wissen


Pflanzenschutz

Grüne Fichtenzapfen
Sie sind das Werk von verschiedenen Fichtengallenläusen. Die auffälligen zapfenförmigen, bis drei Zentimeter großen Gallen entstehen je nach Läuseart an der Triebbasis oder am Triebende von Fichten.

Die weiblichen Läuse saugen im Frühjahr an den Knospen, die daraufhin zu mehrkammerigen Gallen anschwellen. In diese Kammern wandern die jungen Läuschen ein. Zwischen Juni und August verlassen sie die Gallen wieder.

Sie wandern entweder auf Lärchen (z. B. Grüne und Rote Fichtengallenlaus) oder sie bleiben auf den Fichten (z. B. Gelbe Fichtengallenlaus). Betroffen sind Gewöhnliche Fichte, Weiß-Fichte, Zuckerhut-Fichte, Stech-Fichte und Orientalische Fichte. Die zunächst grünen, später braunen, trockenen Gallen schaden den Bäumen nicht. Schneiden Sie die Gallen bis Mai aus, bevor die Läuse abwandern.


Spitzendürre an Forsythien
Auch Forsythien können an der Monilia-Spitzendürre erkranken. Bekannt ist diese Krankheit vor allem an Sauerkirsche und Aprikose. Stark betroffen sind auch Zwergmandel (Prunus tenella) und Mandelbäumchen (Prunus triloba). Kurz nach der Blüte welken die Blätter rasch, werden braun und sterben ab. Charakteristisch ist, dass die trockenen Blätter sehr lange am Trieb hängenbleiben.

Der Monilia-Pilz schlägt besonders bei kühlem, feuchtem Frühjahrswetter zu. Er dringt über die Blüte in den Trieb ein und verstopft die Leitungsbahnen, so dass der Trieb welkt. Schneiden Sie die trockenen Triebe bis 20 cm ins gesunde Holz zurück. Die Blütentriebe von Zwergmandel und Mandelbäumchen werden nach der Blüte auf wenige Knospen zurückgeschnitten. Das verringert das Infektionsrisiko im kommenden Frühjahr. Nach einem starken Vorjahresbefall hilft bei angekündigtem nasskaltem Wetter eine vorbeugende Behandlung, z. B. mit Duaxo Universal-Pilzfrei.

» Gärtnern nach dem Mond

Trockene Triebe entfernenBraune Blätter und trockene Triebe
Immergrüne wie Kirschlorbeer und Buchs haben unter langem Frost gelitten. Bei manchen zeigen sich erst jetzt die Schäden: braune Blätter und trockene Triebe.

Bei Buchs und Koniferen sind das jedoch selten echte Frostschäden. Sie sind meist vertrocknet. Bei sonnigem Winterwetter haben die Blätter weiterhin Wasser verdunstet, obwohl die Wurzeln kein Wasser mehr aus dem gefrorenen Boden nachliefern konnten. Schneiden Sie die erfrorenen oder vertrockneten Triebe großzügig heraus.

Jetzt vorbeugen
Gegen Apfelschorf und Apfelmehltau behandeln Sie anfällige Sorten (z. B. ‘Goldparmäne’, ‘James Grieve’, ‘Gala’) ab der Blüte vorbeugend mit einem Pilzmittel, z. B. mit Naturen Netzschwefel WG oder Bayer Garten Universal-Pilzfrei M. Ab dem Austrieb kann auch Neudo-Vital Obst-Spritzmittel regelmäßig zur Stärkung der Widerstandskraft ausgebracht werden.

Nutzgarten

Stachelbeerbüsche verpflanzen
Ältere Stachelbeerbüsche lassen sich nur schwer verpflanzen. Selbst, wenn sie noch vital sind, wachsen sie mitunter schlecht oder überhaupt nicht an. Überstehen sie das Versetzen, kann es durchaus ein bis zwei Jahre dauern, bis sie wieder ausreichend tragen. Soll ein Stachelbeerbusch umziehen, ist es sicherer, Jungpflanzen heranzuziehen.

Dazu die Mutterpflanze im April mit einem Kompost-Sand- Gemisch anhäufeln wie abgebildet. Bis zum Herbst bilden sich entlang der Triebe junge Wurzeln. Dann den Strauch wieder abhäufeln und die Kräftigsten der bewurzelten Triebe bodeneben abschneiden. Sie können in Tuffs à drei Pflanzen an anderer Stelle wieder eingepflanzt werden. Danach um etwa die Hälfte einkürzen. So entstehen wieder vitale Stachelbeersträucher.

Porree aussäen
Bis Mitte April ausgesäter Porree entwickelt sich bis zum Herbst zu kräftigen Stangen. Verpflanzt werden die Sämlinge im Juni.

Feldsalat ernten
Er setzt in warmen Jahren schon ab Ende April Blüten an und sollte daher bald geerntet werden.

Steckzwiebeln möglichst früh pflanzen
Steckzwiebeln schon Anfang des Monats pflanzen. Sie reifen früher und bringen mehr Ertrag als Ende April gesteckte.

Blattflöhe bekämpfen
Die Blattflohkäfer nagen kleine Löcher in die Blätter von jungen Kohlpflanzen und Radieschensämlingen. Häufig sind die Keimblätter so stark zerfressen, dass die Pflanzen nicht weiter wachsen. Häufiges Hacken und Gießen der Beete hält die Schädlinge im Zaum.

» Einfach zum Vernaschen: Johannisbeeren
Newsletter-Anmeldung

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

Das Ratgebermagazin für Gartenliebhaber. Jeden Monat neu mit einer Vielzahl Tipps und Ratschlägen für den Zier- und Nutzgarten, mit Gestaltungsideen, Trends und Neuheiten rund um das Hobby Garten. Dazu wunderschöne Fotos aus liebevoll angelegten Privatgärten.

Editorial lesen Abonnieren

Aktuelle Ausgabe

GartenFlora Shop

Folgen Sie uns auf Facebook    Folgen Sie uns auf Twitter

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr