Erdbeeren auf dem Balkon und im Garten

Erdbeeren ernten

Große Mengen an Erdbeeren innerhalb kurzer Zeit ernten oder besser über einen langen Zeitraum in kleinerer Menge? Vielleicht reicht der Platz für Erdbeeren aus beiden Gruppen ... Fotos: iVerde

Die Sortenfülle bei Erdbeeren ist nahezu unüberschaubar. Unsere Sortenübersicht bietet eine Orientierungshilfe.

Bei der Auswahl haben wir großen Wert auf aromatische Sorten gelegt. Unterschieden wird im Wesentlichen in ein- und mehrmalstragende Sorten.

Von den klassischen Einmaltragenden kann nur bis zu zwei Wochen geerntet werden. Dafür reifen in kurzer Zeit sehr viele Früchte.

Wenn die Ernte über einen längeren Zeitraum andauern soll, sind die mehrmalstragenden Sorten die richtige Wahl. Die ersten Früchte können bereits im Frühsommer geerntet werden, gemeinsam mit den einmaltragenden Erdbeeren. Dann blühen sie jedoch nach.

Die dann reifenden Erdbeeren sind etwas kleiner als die aus der Sommersaison, doch dafür können bis zum Frost leckere Früchte geerntet werden. Auch die sogenannten Monatserdbeeren und deren Urform, die Walderdbeeren, ermöglichen das Ernten über einen Zeitraum von mehreren Monaten.

Einmaltragende Sorten mit gutem Aroma:

‘Elsanta’ mittelfrüh, mittelgroß, aromatisch, süß, anfällig für Wurzelfäule
‘Hummi Aroma Auslese’ mittelfrüh, mittelgroß, stark aromatisch, dunkelrot, durchgefärbt
‘Kent’ früh, groß, stark aromatisch, hellrot, wenig anfällig für Krankheiten
‘Korona’ mittelfrüh, mittel bis groß, stark aromatisch, süß, anfällig für Fruchtfäule
‘Malvina’ sehr spät, mittel bis groß, stark aromatisch, süß, sehr wenig anfällig für Krankheiten
‘Mieze Schindler’ mittelfrüh, mittelgroß, stark aromatisch, dunkelrot, braucht Befruchter
‘Pegasus’ mittelspät, mittelgroß, stark aromatisch, süß, etwas anfällig für Fruchtfäule
‘Senga Sengana’ mittelfrüh, mittelgroß, aromatisch, ertragreich, anfällig für Fruchtfäule
‘Snow White’ mittelfrüh, mittelgroß, intensives Erdbeer-Ananas-Aroma, stark duftend

Mehrmalstragende Sorten mit gutem Aroma:

‘Everlin’ großfrüchtig, aromatisch, sowohl für Kübel als auch für den Beetanbau geeignet
‘Hummi Meraldo’ mittelgroß bis groß, stark aromatisch, robust, anfällig für Schneckenfraß
‘Hummi Weiße Fee’ Walderdbeere mit kleinen weißen Früchten, robust
‘Mara des Bois’ mittelgroß, Walderdbeeraroma, mittlerer Ertrag, wenig krankheitsanfällig
‘Seaskape’ mittelgroß, stark aromatisch, süß, anfällig für Fruchtfäule

» Schnelle Erdbeer-Torte

Tipps rund um die Erdbeere

Erdbeeren sind ideal als Naschobst. Wer sie vor allem frisch genießt, ist auch mit hellfrüchtigen Sorten wie ‘Korona’ gut beraten. Zum Verarbeiten sind dagegen dunkelrote Züchtungen mit rotem Fruchtfleisch besser geeignet.

Walderdbeeren zählen zu den aromastärksten Arten in der Gattung Fragaria. Ihre Früchte schmecken so gut, dass sie auch in der Spitzengastronomie gefragt sind. Zwar bringen Walderdbeeren keine Riesenerträge, doch sie schmecken unvergleichlich intensiv. Wo ihnen die Standortverhältnisse zusagen, vermehren sie sich von ganz allein.

In Kästen und Kübeln brauchen Erdbeeren gutes Substrat und einen Langzeitdünger für Beerenobst. Während der Fruchtbildung und -reife täglich gießen. Für Erdbeerampeln eignen sich mehrmalstragende Sorten. Sie entwickeln nach und nach lange Schleppen aus Ablegern, die ihrerseits blühen und fruchten.

Erdbeeren aussäen? Bei Wald- und Monatserdbeeren ist das durchaus üblich. Auch für großfrüchtige Sorten gibt es Saatgut.

Rotblühende Ziererdbeeren tragen weniger als gewöhnliche Erdbeeren und bringen nur mittelgroße Früchte. Trotzdem reicht es immer für eine Handvoll zum Naschen. Die Pflanzen wirken am schönsten in Kübeln oder Kästen.

Vollständig ausgereift schmecken Erdbeeren am besten. Sie sollten bis zum Stielansatz komplett durchgefärbt sein.

Auch auf ganz wenig Fläche lassen sich Erdbeeren kultivieren. Selbst Balkongärtner können auf sichere Ernten hoffen. In Gefäßen angebaute Erdbeeren werden übrigens seltener von Fruchtfäulen befallen.

Wer seine Beeren nicht mit Amsel, Fink oder Star teilen möchte, ist gut beraten, sein Beet mit Vogelschutznetzen zu überdecken – lückenlos, versteht sich!

Stroh hält nicht nur die Früchte trocken. Es sorgt auch für einen offenen, gleichmäßig feuchten Boden. Wichtig: Wird das Stroh schon vor der Blüte ausgebracht, trocknen die Blüten nach dem Regen schneller ab und bleiben sauber. Das verhindert weitgehend den Ausbruch der Fruchtfäule.

Ananas-Erdbeeren machen zurzeit von sich reden, und so mancher rümpft die Nase über die weißen Früchte (z. B. ‘Snow White’). Völlig zu Unrecht, denn die mildaromatischen Beeren duften und schmecken außerordentlich intensiv ...  und  tatsächlich auch ein wenig nach Ananas.

»Der Erdbeer-Sommer
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