Die richtige Pflanztiefe

Die meisten Gemüsesämlinge und Obstgehölze werden so tief gepflanzt, wie sie im Topf oder Container standen. Bestenfalls eine dünne Schicht Gartenboden zur Abdeckung kommt oben drauf. Einige Arten haben jedoch ganz spezielle Wünsche.

Was besser flach gepflanzt wird

• Bei veredeltem und zu tief gesetztem Fruchtgemüse bildet die jeweilige Edelsorte eigene Wurzeln und verliert die Resistenz der Veredlungsunterlage gegen Wurzelkrankheiten, z. B. bei Tomaten, Gurken, Paprika, Melonen, Auberginen.
• Bei Tomaten hat sich gezeigt, dass die untersten Blätter hoch gepflanzter Stauden weniger stark von Spritzwasser und der Infektion mit Braunfäule betroffen sind.
• Knollensellerie und Gemüsefenchel bilden zu tief gepflanzt keine oder kleine Knollen.
• Kohlrabi bildet schöne, runde, Knollen.
• Kopfsalat entwickelt festere Köpfe und fault seltener.
• Obstbäume so pflanzen, dass die Veredelungsstelle den Boden nicht berührt. Die Edelsorte würde sonst eigene Wurzeln bilden. Aus schwachwachsenden Spindelbüschen werden dann ziemlich starkwachsende Bäume, die auch durch Schnitt nicht klein gehalten werden können.
• Bei Weinreben ist die Veredlungsunterlage, der sogenannte Wildling, resistent gegen Wurzelrebläuse. Bei Bodenkontakt der Veredlung würde die Edelsorte eigene, anfälligere Wurzeln bilden.

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Die möchten tief gepflanzt werden

• Erbsen, Bohnen und die meisten Kohlarten sind tiefer gepflanzt deutlich standfester.
• Aus Samen vermehrtes Fruchtgemüse wie Gurken, Melonen, Zucchini, Tomaten bilden an den Trieben reichlich neue Wurzeln, sobald sie Bodenkontakt bekommen und sind standfester.
• Stachelbeeren und Johannisbeeren bilden an der Basis ihrer Triebe bei Bodenkontakt neue Wurzeln und wachsen leichter an.
• Bei Himbeeren und Brombeeren entwickeln sich aus Basisknospen unter der Bodenoberfläche mehr Bodentriebe, die im Folgejahr tragen, bei Herbsthimbeeren sogar schon im ersten Spätsommer.

Tipp: Poree bleichen

Porree bildet nur im Dunkeln lange, weiße Schäfte. Die Setzlinge deshalb in 10 cm tiefe Furchen pflanzen. Die Furchen beim Hacken nach und nach mit Boden füllen und einebnen. Bei jeder folgenden Bodenbearbeitung ziehen Sie noch mehr Boden an die Stangen, bis etwa 25 cm vom Schaft vor Sonnenlicht geschützt sind. 


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