Bodenmüdigkeit im Gemüsegarten

Bauerngarten mit Gemüsebeeten

Ein Bauerngarten mit seinen meist vier oder sechs Beeten macht den Kulturwechsel leicht.

Gemüsearten aus derselben botanischen Familie sollten nicht nacheinander angebaut werden, damit sich im Boden keine Krankheiten einnisten. Nachfolgende Kulturen kümmern dann häufig. Kohlgewächsen droht z. B. die Kohlhernie, deren Sporen jahrelang im Boden überleben.

Selbst Tomaten, die nur wenig zu Nachbauproblemen neigen, bauen über die Jahre langsam ab. In unserer Übersicht unten haben wir die wichtigsten Gemüse-, Kräuter- und Blumenarten im Bauerngarten zusammengestellt. Arten aus der gleichen Pflanzenfamilie sollten mindestens drei Jahre nicht im selben Beet stehen.

Der Bauern- oder Apothekergarten mit seinen meist vier oder sechs Beeten macht den Kulturwechsel leicht. Die Pflanzenfamilien rotieren. So stehen erst nach mehreren Jahren wieder Mitglieder aus der gleichen Familie im selben Boden.

» Gartenpraxis-Spezial: Gartenboden

Wir sind verwandt!

Kürbisgewächse: Kürbis, Zucchini, Melone, Gurke

Nachtschattengewächse:
Tomate, Paprika, Kartoffel, Aubergine, Andenbeere, Tomatillo

Kohlgewächse:
Kohl, Rettich und Radieschen, Salat- und Wilde Rauke, Kresse, Brunnenkresse, Meerrettich, Speiserübe, Löffelkraut, Meerkohl, Goldlack, Levkoje

Hülsenfrüchte:
Erbse, Bohne, Kichererbse, Lupine, Luzerne, Klee, Linse, Duftwicke

Gänsefußgewächse:
Spinat, Mangold, Rote Bete, Guter Heinrich, Reisspinat (Quinoa), Erdbeerspinat Lauchgewächse: Spargel, Zwiebel, Schnittlauch, Lauch, Porree, Winterheckezwiebel, Zierlauch, Tulpe, Narzisse

Doldenblütler:
Möhre, Sellerie, Pastinake, Petersilie, Zuckerwurzel, Kerbel, Liebstöckel, Fenchel, Dill, Kümmel

Korbblütler:
Kopfsalat, Schnitt- und Pflücksalat, Endivie, Zuckerhut, Chicorée, Radicchio, Schwarzwurzel, Aster, Ringelblume, Tagetes, Zinnie, Chrysantheme, Sonnenblume

Gemüsearten aus anderen Familien:
Feldsalat (Baldriangewächse), Neuseeländer Spinat (Eiskrautgewächse), Zuckermais (Süßgräser)

Vorsicht auch beim Gründünger

Viele Gründünger sind nahe mit Gemüsearten verwandt. So gehören zum Beispiel Raps, Ölrettich, Rübsen und Senf zu den Kohlgewächsen.

Nach Erbsen und Bohnenarten sind Gründünger wie Futtererbse, Serradella, Lupine oder die Ackerbohne tabu. Tagetes gehört wie Salat und Topinambur zu den Korbblütlern.

Im Zweifel wählen Sie besser den Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia), Buchweizen oder Roggen. Sie sind mit keiner wichtigen Gemüsekultur verwandt.

» Gründüngung mit Buchweizen

Erde austauschen

Für Tomaten oder Gurken ist meist die sonnigste Stelle im Garten oder ein Platz im Gewächshaus reserviert. Gegen Nachbauprobleme hilft dann nur der regelmäßige Bodenaustausch. Am besten im Winter oder im zeitigen Frühjahr, wenn die Glashäuschen leer stehen.

Falls Ihnen ein Bodenaustausch zu aufwändig ist, funktioniert auch eine Kultur in Substratsäcken. Neu gekaufte Blumenerde enthält praktisch keine Schaderreger. Boden- müdigkeit spielt hier keine Rolle. Spezielle, kleine Tüten mit Blumenerde ersetzen den Kübel. In jede passt eine mittelgroße Gemüsepflanze.

Und so geht’s:

Verwenden Sie ausreichend große Säcke. Ein 70 bis 80 Liter-Sack Blumenerde ernährt zwei bis drei Tomaten, Auberginen oder Gurken, drei Paprikapflanzen oder bis zu vier schwachwachsende Chilisetzlinge. In kleineren Säcken finden entsprechend weniger Pflanzen Platz.

Die Säcke zunächst auf der Unterseite mit einigen Wasserabzugslöchern versehen. Dann die Tüten umdrehen und auf der Oberseite die gewünschte Anzahl Pflanzlöcher in die Folie schneiden. Gurken, Tomaten, Auberginen einsetzen, angießen, fertig!

Gewässert werden muss etwas öfter als im gewachsenen Boden. Auch der Düngervorrat im Substrat hält nur etwa sechs Wochen. Dann wöchentlich Flüssigdünger oder einmalig eine Langzeitdünger verabreichen.



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Schorfresistente Mini-Apfelbäume bietet der Schweizer Beerenobstspezialist Häberli an. Die Kultur ist einfach: Abgetragenes Fruchtholz herausschneiden, gelegentlich Langtriebe kürzen.

Crony-Bäume gibt es in den Sorten ‘Galiwa’ (fruchtig-süß), ‘Karneval’ (feinsäuerlich, gestreift), ‘Topaz’ (würzig, saftig) oder als DuoBäumchen mit ‘Karneval’ und ’Topaz’, die sich gegenseitig befruchten. Die Bäume sind 4 bis 5 Jahre alt. Sie tragen ab dem ersten Standjahr und gedeihen auch im Kübel. Lieferung ab März. Info-Tel. 09771-6889740.

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