Antjes Gartentagebuch im Mai - Paprika, Zuckermais und mehr

Themen: Gemüse, Paprika
gelber Blockpaprika in Korb und auf Brettchen

Paprika aus eigener Ernte - warum nicht? Großfrüchtige Paprika brauchen mehr Zeit und werden am besten in einem Gewächshaus kultiviert, kleinfrüchtige reifen normalerweise auch im Garten rechtzeitig aus. Viele Sorten machen auch in Kübeln eine gute Figur und ermöglichen die Ernte auf Balkon und Terrasse.

Jetzt können die frostempfindlicheren Gemüsearten ins Beet gepflanzt werden und auch sonst bietet der Mai viele Gelegenheiten, den Garten und die zunehmend wärmeren Tage draußen zu genießen ...

Blattschönheit für den Halbschatten

Für den Garten einzukaufen macht Spaß, besonders auf dem Markt in Lüneburg. Heute bin ich auf der Suche nach Kräutern, die gern im Halbschatten stehen, denn dort ist noch ein Platz zu vergeben.

Der Blut-Ampfer (Rumex sanguineus) trifft genau meinen Geschmack. Er hat ein feinsäuerliches Aroma und trägt purpurrot geaderte Blätter an rot überlaufenen Stängeln. Da muss ich nicht lange überlegen.

Kupfer kontra Schnecke

Es brauchte nur eine Nacht, bis die Schnecken meine jungen Salate im Hochbeet entdeckt und verspeist hatten. Damit das nicht noch einmal passiert, habe ich ein Kupferband rund um mein Kunststoff-Hochbeet angebracht.

Die ersten Tage funktionierte das Band als Barriere richtig gut. Bis die warme Frühlingssonne den Kleber vom Kupferband auf der Südseite aufwärmte und es sich löste. Na so eine Pleite! Die Schnecken haben auch kleine Kohlrabi zum Fressen gern ...




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Der Zuckermais zieht um

Nach den Eisheiligen darf der Nachwuchs vom Zuckermais aus dem Gewächshaus in den Gemüsegarten umziehen. Zuvor habe ich dort den Boden mit drei Litern reifem Kompost und etwa 70 Gramm Hornmehl pro Quadratmeter aufgebessert, weil Zuckermais als Starkzehrer unter den Gemüsen viel Futter braucht.

Da die Pflanzen im Laufe der Saison bis zu zwei Meter hoch werden können, habe ich einen sonnigen Platz am nördlichen Rand des Gemüsebeets ausgesucht – so werden die anderen Gemüsearten nicht beschattet. Der Abstand beim Pflanzen beträgt zwischen den Reihen etwa 40–60 cm und in den Reihen etwa 20 cm.

Ein außergewöhnliches Geschenk

Für mich ging ein besonderer Wunsch in Erfüllung. Mein Geschenk zum Muttertag kam mit der Post: eine Kleinhaue aus Kupfer. Die habe ich mir schon lange gewünscht.

Einige meiner Gartenfreundinnen schwören auf die positive Wirkung dieses Metalls. Ich habe diesbezüglich noch keine Erfahrungen gesammelt, kann aber schon sagen: Das Gerät ist leicht, liegt gut in der Hand und sieht sehr schick aus.

 » Werkzeuge fürs Leben

Paprika - bunte Vielfalt

Warum nicht mal Paprika statt Tomaten pflanzen? Da meine Familie lieber Gemüsepaprika isst als scharfe, trendige Chili und Peperoni, dachte ich: Der Einkauf von Jungpflanzen ist schnell gemacht. Falsch gedacht.

Denn im Gartencenter überraschte mich ein breites Sortiment aus großen und kleinen Blockpaprika, riesigen konischen Lamuyo-Paprika, spitzen, lang gestreckten Bullhorn-Paprika und kleinen Snackpaprika in den Farben Grün, Gelb, Orange und Rot.

Aber wohin jetzt im Garten mit meinen gekauften Sorten? Vorsorglich habe ich Birgit Rascher angerufen, sie ist mir als Expertin in Sachen Gemüsebau bei der LWG Bayern in Bamberg wohlbekannt. Und das Telefonat hat sich gelohnt!

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Großfrüchtige Paprika am besten ins Gewächshaus

Sie riet mir, meine großfrüchtige Paprikasorte ins Gewächshaus zu pflanzen, weil ihre Früchte am längsten brauchen, um auszureifen: „Das Gros ist im Gemüsebeet meist erst Mitte September so weit“, erklärte sie.

Im Gewächshaus dagegen könne man schon ab Mitte August ernten. Insbesondere gelte das für die spitzeren Riesenfrüchte, denn sie bräuchten noch mehr Wärme als Blockpaprika.

Die kleinfrüchtigen Sorten dagegen seien gut an einem sonnigen, windgeschützten Fleck im Garten aufgehoben, weil sie viel schneller reifen und mehr Früchte ansetzen. Lobende Worte fand sie für die Snackpaprika: „Sie sind sehr lecker und super zum Nebenbei-Naschen, weil ihre Kerne nur oben am Stängelansatz sitzen.“



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Pflanztipps für Paprika

Beim Pflanzen achte ich darauf, dass die Substratoberfläche der ausgetopften Paprika mit Erde bedeckt ist, sonst verdunstet zu viel Wasser. Da ich im Gewächshaus Kompost verteilt habe, ist die Kalium- und Phosphorversorgung gesichert.

Den Bedarf an Stickstoff decke ich, indem ich etwa 30 Gramm Hornspäne im Pflanzloch unter die Erde mische. Die Menge reicht für die ganze Saison.

Wer keinen Kompost verteilt hat, versorgt die Paprika für einen guten Start beim Einpflanzen mit 15 Gramm Hornspänen und düngt später mit einem organischen NPK-Flüssigdünger nach.

» Paprika & Co - eine Orientierungshilfe

Königsblüte ausbrechen - Jungpflanzen sollen erstmal wachsen

Sehr wichtig ist es, nach dem Pflanzen die Königsblüte auszubrechen. Dies ist die erste sichtbare Blüte, die von der Paprikapflanze gebildet wird. Birgit Rascher empfiehlt das nicht nur für Blockpaprika, sondern für alle Formen – auch die kleineren Sorten. „Wir brechen meist auch noch die Blüten aus, die eine Etage höher sitzen als die Königsblüte, damit die Jungpflanzen ihre Kraft ins Wachstum stecken können.“

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