So kommt Leben in Ihren Teich

Themen: Teich, Pflanzen
Seerose Atropurpurea

Ab Mai sind die Temperaturen meistens günstig, um den Teich zu bepflanzen. Selbst für kleine Teiche gibt es die passenden Seerosen. Wichtig ist unter anderem auch die Wahl des richtigen Substrates.

Eine artenreiche Bepflanzung mit Blattvielfalt und Blüten in allen Formen und Farben macht Wassergärten erst attraktiv. Doch Pflanzen können weit mehr: Als Sauerstoffproduzenten sind sie schlicht unverzichtbar und Existenzgrundlage für zahllose Lebewesen, vom Goldfisch bis zur Schlamm abbauenden Bakterie. Zudem entziehen sie Boden und Wasser reichlich Nährstoffe und schnappen sie so den Algen vor der Nase weg.

Pflanzen als biologische Filter

Um die grüne Plage auszubremsen und das System Teich stabil zu halten, ist eine großzügige Bepflanzung daher erste Wahl vor jeder Filtertechnik.

Als besonders wirksam tun sich hier einige eher unscheinbare Arten hervor: Immergrüne Unterwasserpflanzen wie Hornblatt (Ceratophyllum demersum), Tausendblatt (Myriophyllum spicatum), Krauses Laichkraut (Potamogeton crispus) oder die sehr stark wachsende Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis) arbeiten als biologische Filter und versorgen den Teich auch im Winter mit Sauerstoff. Sie sollten daher zur Standardausstattung gehören.

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Der ideale Platz für einen Teich

Am üppigsten und vielfältigsten gerät die Bepflanzung an vorrangig sonnigen Standorten. Seerosen benötigen mindestens sechs Stunden direkte Einstrahlung am Tag, um reich zu blühen. Zu viel Sonne kann kleine Teiche oder Becken allerdings stark aufheizen, mit negativen Folgen wie Sauerstoffmangel und Algenwuchs. Sorgen Sie hier für etwas Schatten während der heißen Mittagsstunden, zum Beispiel durch Kübelpflanzen, die ans Wasser gerückt werden.

Die Pflanzen am Teich locker höhengestaffelt anordnen: Vorne zum Sitzplatz hin wachsen die niedrigen, nach hinten ansteigend die Hintergrundarten. Das schafft eine wirkungsvolle Szenerie und stellt sicher, dass der Blick aufs Wasser nicht verstellt wird.

Für den Erstbesatz rechnet man mit zwei bis fünf Pflanzen pro Quadratmeter. Das sieht anfangs noch etwas kahl aus, verhindert aber allzu rasches Zuwachsen des Teichs. Gut ein Drittel seiner Oberfläche sollte von Bewuchs frei bleiben. So bekommen auch die Unterwasserpflanzen ausreichend Licht. Vor allem aber bleibt genügend Projektionsfläche für das faszinierende Schauspiel der sich spiegelnden Wolken und Blattschönheiten am Ufer.

Tipps zum Pflanzen und zur Pflanzzeit

Im Mai beginnt die beste Pflanzzeit: Das Wasser ist bereits so warm, dass die Pflanzen zügig ein- und weiterwachsen. Verwenden Sie unbedingt mageres Substrat. Zu viele Nährstoffe führen unweigerlich zu Algenproblemen.

Nährstoffreicher Oberboden ist ebenso ungeeignet wie organische Zuschlagsstoffe, etwa Kompost, Torf (außer beim Moorbeet) oder gar Kuhdung: Sie würden im Wasser faulen. Selbst käufliche Teicherden sind oft zu "fett" und sollten mit Sand oder Kies abgemagert werden.

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Das richtige Substrat für den Teich

Am sichersten setzen Sie Ihre Pflanzen in einen rein mineralischen Wurzelgrund aus kalkfreiem Kies (3 – 7 mm), gewaschenem Sand oder gebrochenem Tongranulat. In den Zwischenräumen lagern sich mit der Zeit Sedimente an, die den meisten Pflanzen ausreichend Nährstoffe liefern.

Nur besonders hungrige Arten wie Seerosen, Schwertlilien oder Hechtkraut benötigen ein bindigeres, ton- oder lehmhaltiges Substrat, sonst kümmern sie. Im Frühjahr solche Starkzehrer gezielt mit Düngekegeln versorgen, die direkt in den Wurzelbereich gedrückt werden.

Noch ein Tipp: Legen Sie ausbreitungsfreudige Arten an die Leine. In Pflanzkörbe gesetzt, lassen sie sich leichter unter Kontrolle halten, bei Bedarf aus dem Teich holen und teilen.

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