Rosenbögen, Pergolen und Laubengänge

Rosenbogen

Der mit einer üppig blühenden Kletterrose bewachsene Rosenbogen, ist ein wundervoller Willkommensgruß für jeden Besucher.

Ein üppig begrünter Rosenbogen mit wunderschönen, duftenden Rosenblüten über dem Eingangstor zum Garten – da schlägt das Herz des Romantikers höher. Rosenbögen sind aber nicht allein bei Liebhabern des romantischen Gartenstils gern genutzte Gestaltungselemente. Bogenkonstruktionen, egal ob Sie daran Efeu, Wein, Clematis oder Rosen ranken lassen, eignen sich hervorragend, um Höhe in den Garten zu bringen. Selbst im Winter, wenn ein Rosenbogen ganz kahl dasteht, sorgt er für ein gewisses Raumgefühl und für Struktur. Ein Rankbogen kann zudem den Blick in die Tiefe des Gartens lenken oder auch besondere Elemente wie eine Skulptur, einen Brunnen oder ein Formschnittgehölz hervorheben. Gartenbögen gibt es in unzähligen Ausführungen. Für einen ganz einfachen Bogen benötigen Sie nur ein paar Haselzweige, die Sie links und rechts in den Boden stecken und oben zusammenbinden. Diese Variante eignet sich gut für einjährigen Kletterpflanzen wie Feuerbohne, Duftwicke, Glockenrebe oder Sternwinde. Da die Pflanzen jedes Jahr neu angezogen werden müssen, spielt es keine Rolle, dass die Kletterhilfen mit der Zeit brüchig werden oder verrotten. Man kann sie leicht austauschen. Solche Bögen aus Naturmaterialien passen gut in Bauern- und Naturgärten. Mehrjährige Kletterer brauchen dauerhafte Konstruktionen, die es sowohl in Bogenformen aber ebenso in rechteckigen Ausführungen gibt. Sehr beliebt sind die recht leicht und unauffällig wirkenden Modelle aus Drahtgittern. Diese können aus unbehandeltem Metall gefertigt sein, dann bekommen sie eine schöne Rostpatina, oder sie sind farbig gestrichen oder pulverbeschichtet. An solchen filigranen Gitterkonstruktionen machen sich grazile Kletterpflanzen wie Clematis hervorragend. Weniger zurückhaltend wirken dagegen Bogenkonstruktionen aus Holzpfosten und -latten oder Kombination aus Holzbalken und Metallstreben.

LaubengangGartenbögen bieten Ihnen eine Vielzahl gestalterischer Möglichkeiten: Unter einem Efeu berankten Bogen macht sich eine Sitzbank gut – ein schöner Platz für heiße Sommertage. Man kann mehrere Bögen miteinander kombinieren, zum Beispiel über einem Wegekreuz vier Rosenbögen im Quadrat. Ordnet man die Bögen nacheinander über einem Weg an, so entsteht eine Art Laubengang. In einem naturnahen Garten ist eine Variante aus lebenden Weidenruten denkbar. Strenggenommen bezeichnet man als Laubengang einen seitlich begrenzten, raumbildenden Säulenoder Pfeilergang, der einen Weg überdacht. Für solch raumgreifende Gartengebäude braucht man allerdings recht viel Platz.

Praxis-Tipp: Rosenbogen richtig aufstellen

Rosenbögen sollten immer fest im Boden verankert werden. Zerrt ein starker Wind am Gestell und an den Rosenblättern, dann beginnt ein nur ins Erdreich gesteckter Bogen schnell zu wanken oder stürzt sogar zusammen. Für die vier Standfüße des Rosenbogens müssen zunächst an gewünschter Stelle vier Löcher von mindestens 50 cm Tiefe ausgehoben werden. In jedes dieser Löcher stellen Sie ein in entsprechender Länge zurecht geschnittenes PVC-Rohr mit einem Durchmesser von ca. 20 cm. Es dient als Schalung. Füllen Sie die Rohre anschließend mit einer 1:4 Betonmischung. Nun können Sie den Rosenbogen mit seinen vier Standfüßen in den noch feuchten Beton stellen. Mit der Wasserwaage überprüfen Sie, ob der Bogen in alle Richtungen waagerecht ausgerichtet ist.

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Pergolen sorgen für Höhe und bilden Räume

RosenlaubeDie meisten Gartenbesitzer entscheiden sich für eine Pergola statt für einen Laubengang. Pergolen waren schon in der römischen Gartenkunst sehr beliebte Gestaltungselemente. Den absoluten Höhepunkt ihrer Verwendung erlebten sie erst später, im italienischen Renaissancegarten. Ursprünglich war eine Pergola eine auf zwei Säulenreihen oder Pfeilern ruhende Balken- oder Lattenkonstruktion, die bewachsen mit Kletterpflanzen, im Übergangsbereich zwischen Haus und Terrasse als Sonnenschutz diente. Im Gegensatz zur Laube stand eine Pergola nie frei, sondern lehnte sich immer an ein Gebäude an. Heute werden mit Pergolen meist Terrassen überdacht, ebenso freie Sitzplätze im Garten. Auch Carports sind pergolaähnliche Bauten, die, mit Kletterpflanzen berankt, gleich weniger unattraktiv wirken. Ebenso wie bei den Rosenbögen gibt es auch bei den Pergolen verschiedenste Ausführungen und Größen. Ob schlichte, rechteckige Bauten aus Holzbalken, lange Bogengänge aus gemauerten Säulen und Holzstreben oder in Reihe angeordnete Stahlträger mit quer gespannten Drahtseilen – für jeden Gartenstil findet sich das passende Modell. Je nach Anordnung der Pfosten, Säulen und Balken ergeben sich dichte Konstruktionen, die sich für einen geschlossenen Pflanzenbewuchs empfehlen und damit Sicht- und Sonnenschutz bieten, oder eher lockerere Gefüge, die Licht und Sonne hindurch lassen. Letztere eignen sich gut für Weinreben oder Kiwipflanzen. Denn die Sonne gelangt von allen Seiten an die Früchte und lässt sie gut ausreifen. Für reichen Fruchtbehang, üppige Blütenpracht und schönen Wuchs braucht es die richtige Schnitttechnik. Kein Teufelswerk, wenn Sie ein paar Grundkenntnisse beherrschen.

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Rankgerüste stützen und setzen Akzente

Rosenberankter ObeliskWer sich nicht gleich einen Laubengang, eine Pergola oder einen Rosenbogen in den Garten bauen möchte, der hat viele schöne Alternativen, trotzdem horizontale Akzente zu setzen. Besonders groß ist das Sortiment an Kletterhilfen und Stützen für Rosen: Von Rosenpyramiden, -säulen, -schirmen und -stützen, über Obelisken, bis zu Wandund Nischengittern, wahlweise aus Holz oder schmiedeeisern, gibt es alles, was das Herz begehrt. Diese sind natürlich nicht allein den Rosen vorbehalten. Gern gesellen sich Clematis dazu. Vielleicht eine Idee für Ihr Staudenbeet? Die traditionelle Variante: Ranksäulen oder Obelisken in Buchsbaum- Rondellen. Zu einjährigen Kletterern wie Duftwicke, Feuerbohne oder Kapuzinerkresse passen einfache Rankhilfen aus Holz oder selbstgemachte Klettergerüste besser, zum Beispiel Dreibeinkonstruktionen aus Haselruten oder geflochtene Bögen aus Zweigen. Dafür ist doch sicher noch Platz in Ihrem Gemüsebeet?
Monica Lietzau
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