Grüne Deckmäntelchen

Cotoneat

Cotoneaster ist ein Bodendecker, der völlig zu Unrecht einen schlechten Ruf als eintöniges Straßenbegleitgrün hat. Manche Sorten haben sehr zierenden Beerenschmuck und machen auch im Hausgarten Freude.

Bodendecker sind eine tolle Sache: Sie schützen und beschatten die Krume, halten das Unkraut in Schach und sehen dazu noch gut aus. Jetzt ist eine gute Zeit, sie zu pflanzen. So wurzeln sie noch vor dem Winter ein und starten dann im kommenden Frühjahr gleich richtig durch.

Unter Gehölzen, in Innenhöfen, an schwer zugänglichen Stellen oder dort, wo der Rasen nicht richtig gedeihen will, weben sie ruhige grüne Teppiche oder beleben die Fläche in attraktiver Kombination.

Die dauerhafteste Wirkung entfalten dabei immergrüne bzw. wintergrüne Arten. Einige punkten zudem mit attraktiver Blüte oder Beerenschmuck. Darüber hinaus schlucken sie im Herbst jede Menge Laub. Und: Ob Kriechstrauch oder Staude – einmal etabliert, machen Bodendecker nur wenig Arbeit.

» Bodendecker pflanzen

So hält der Teppich viele Jahre

Die Bodenvorbereitung ist das A & O: Lockern, Sandboden mit Kompost aufwerten, schweren Lehm mit Sand oder Kies durchlässiger machen und, ganz wichtig, sorgfältig alle Wurzelunkräuter ablesen (z. B. Giersch, Winde, Quecke). Später noch aufkommender, vereinzelter Wildwuchs lässt sich dann leicht entfernen.

Die Wurzelballen vor dem Pflanzen mit Wasser vollsaugen lassen, dann mit den Fingern vorsichtig etwas auflockern. Lebermoos & Co abzupfen oder abkratzen. Gepflanzt wird so tief, dass die Ballenoberseite nur dünn mit Boden bedeckt ist. Andrücken und angießen. Bei den Gehölzen die Triebe etwas stutzen, damit sie sich dichter verzweigen.

Auch wenn sich die Fläche rasch, d. h. innerhalb von zwei bis drei Jahren schließen soll, sollten insbesondere starkwüchsige Gehölzarten nicht zu eng gepflanzt werden. Sonst schieben sich ihre Triebe gegenseitig hoch. Die Bodendecke wird dann höher als geplant und erfordert Schnittmaßnahmen. Wählt man die Pflanzweite dagegen zu groß, bieten sich Unkräutern über längere Zeit zu viele Angriffsflächen.

» Eine Decke für den Boden

Attraktive Bodendecker für den Garten

1 Das Kleine Immergrün überspinnt den Boden im Gehölz- und Gehölzrandbereich mit langen, kriechenden Trieben. Seine niedrigen Blattteppiche sind von April bis Mai mit blauen, weißen oder, bei der Sorte ‘Atropurpurea’ (im Bild), mit samtig rotvioletten Blüten betupft.

2 Die Haselwurz lässt sich Zeit, ehe sie an einem neuen Standort richtig Fuß fasst, am liebsten auf kalkhaltigem, humosem Boden im Schatten eingewachsener Gehölze. Dann aber beeindruckt sie zuverlässig durch nierenförmige, lackglänzende Blätter in dunklem Flaschengrün.

3 Elfenblume Epimedium x perralchium ‘Frohnleiten’ zeigt sich, wie viele andere Bodendecker-Stauden, wintergrün. Ob und wie lange ihr zierendes Blattwerk hält, ist abhängig vom Standort und Witterungsverlauf. Ein vor Wind, Kahlfrost und Wintersonne geschützter Platz ist das beste Rezept für eine dauerhafte Laubdecke. Im Frühjahr, kurz vor dem Neuaustrieb, werden die alten Blätter dann abgeschnitten.

4 Cotoneaster hat einen schlechten Ruf als eintöniges Straßenbegleitgrün. Zu Unrecht. Schließlich: Welcher andere Bodendecker kann mit derart zierendem Fruchtbehang aufwarten? Sorten wie Cotoneaster dammeri ‘Eichholz’, ‘Frieders Evergreen’ oder C. radicans machen auch im Hausgarten Freude.

5 Das Dickmännchen fällt meist erst richtig auf, wenn es im April und Mai seine weißen Blütenähren schiebt. Ansonsten ist es vor allem ein fleißiger Flächenarbeiter, der selbst im tiefsten Schatten unter großen Bäumen unverdrossen neue Ausläufer bildet.

6 Die Kriechspindel ‘Emerald Gaiety’ verbreitet mit weiß gerandetem Laub eine freundliche, aufhellende Stimmung. In sonnigen Lagen nehmen die Blätter des anspruchslosen Strauchs eine rosa Herbsttönung an. Berühren seine Triebe eine Vertikale, beginnen sie zu klettern.

» Stauden im Schattengarten

Tipps

Gute Startchancen schaffen Halten Sie den Bodendeckern in der Anfangszeit unerwünschtes Wildkraut vom Hals, bis ihre Triebe dicht zusammengewachsen sind. Aber zwischen den Pflanzen nicht hacken, denn die meisten wurzeln nur flach! Ihre unterirdischen Organe würden beschädigt und der Flächenschluss so verzögert.

Grüne Teppiche fix verlegt An Böschungen und Hängen verhindern Bodendecker wirksam das Abschwemmen der Erde. Die Pflanzung ist hier allerdings etwas knifflig. Einfacher und schneller geht’s mit fertig durchwurzelten Vegetationsmatten („Bodendecker am laufenden Meter“). Sie lassen sich wie Rollrasen verlegen.
Newsletter-Anmeldung

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

Das Ratgebermagazin für Gartenliebhaber. Jeden Monat neu mit einer Vielzahl Tipps und Ratschlägen für den Zier- und Nutzgarten, mit Gestaltungsideen, Trends und Neuheiten rund um das Hobby Garten. Dazu wunderschöne Fotos aus liebevoll angelegten Privatgärten.

Editorial lesen Abonnieren

Aktuelle Ausgabe

GartenFlora Shop

Folgen Sie uns auf Facebook    Folgen Sie uns auf Twitter

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr