Genießen statt gießen

Sonnenbraut, Sonnenhut, Kokardenblume und Blaunessel

Sonnenbraut, Sonnenhut, Kokardenblume und Blaunessel sind unempfindliche Dauerblüher.

Träumen Sie auch von einem Garten, in dem es üppig grünt und blüht, während Sie in der Hängematte dösen? So ganz ohne Arbeit geht das leider nicht. Und vom perfekten, dichten grünen Rasen müssen Sie sich auch verabschieden. Wer clever plant, kann den Pflegeaufwand aber minimieren. Insbesondere mit durchdachter Pflanzenwahl. Wer nicht nur Jäten, Gießen und Hacken möchte, nimmt sich an der Natur ein Beispiel. Wir verraten Ihnen, wie es geht.

Unempfindliche Dauerblüher

Prächtige Blüten und attraktiver Blattschmuck ohne viel Aufwand? Das geht. Ganz wichtig: Verwenden Sie standortgeeignete Pflanzen und davon möglichst wenige Arten, die Sie in größeren Gruppen pflanzen. Ideal sind Stauden mit langer Blütezeit, z. B. Gelber Sonnenhut, Katzenminze, Sonnenbraut und Steppensalbei. Besonders langlebig sind u. a. Waldaster, Taglilien, Pfingstrosen, Funkien und Farne. Zum Einsatz kommen außerdem robuste Stauden wie Storchschnabel, Frauenmantel und Mädchenauge.

Die richtige Rasenmischung

Mit einem perfekten, unkrautfreien und sattgrünen Rasen haben Sie alle Hände voll zu tun. Das Betreten ist streng verboten. Wo bleibt da der Spaß? Viel weniger pflegeintensiv und zudem robuster als Zierrasen ist Spielrasen. Der braucht weniger Dünger und Wasser und muss vor allem seltener gemäht werden. Oder Sie entscheiden sich für eine Wildblumenwiese. Die sieht toll aus und bietet Tieren einen Lebensraum. Der Rasenmäher kommt nur 2 x im Jahr zum Einsatz, das Düngen entfällt. Für eine Wiese, die schön blüht und die nicht nur aus Gräsern, Klee und Ackerbeikräutern besteht, ist die richtige Saatgutmischung ausschlaggebend. So bietet z. B. Naturgarten e. V. Mischungen für magere, trockene, fette und feuchte Böden an.

» Alles im Grünen Bereich: Rasen

Clever gießen

Rasen bewässernBei großer Hitze und Trockenheit kann das Gießen ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. Der Trick: Wässern Sie Beete und Rasen seltener, dafür aber lang und durchdringend, statt häufig und kurz. Die Pflanzen entwickeln dann längere Wurzeln und überstehen Trockenperioden ohne Schaden. Kein Schlauchgezerre und Kannengeschleppe mehr. Egal ob im Gemüsebeet oder im Topfgarten, eine automatisch gesteuerte Tropfbewässerung nimmt Ihnen viel Arbeit ab. Immer sinnvoll: mehrere Wasseranschlüsse im Garten. Damit ersparen Sie sich lange Wege.

» Gartenpraxis: Nach dem Regen wässern?


Grüne Teppiche

Es muss nicht immer Rasen sein. Wie wäre es stattdessen mit Bodendeckern? Vor allem auf Problemstandorten wie unter Bäumen und Sträuchern oder auf Hängen sind sie eine gute Wahl. Bodendecker verdrängen Unkraut und halten den Boden feucht. Unkrautzupfen und zeitaufwändiges Gießen werden reduziert. Am besten eignen sich immergrüne Bodendecker, z. B. Kleinblättriges Immergrün (Vinca minor), Waldsteinie (Waldsteinia ternata), Ysander (Pachysandra terminalis), Gelbe Elfenblume (Epimedium x perralchicum ‘Frohnleiten’) und Haselwurz (Asarum europaeum).

Mulchen

Decken Sie den Boden zwischen den Pflanzen auf Beeten, unter Bäumen und Sträuchern mit Mulch ab. So kommt weniger Unkraut durch und der Boden trocknet nicht so schnell aus. Das bedeutet weniger jäten, gießen und hacken. Eine organische Mulchdecke aus Grasschnitt oder Laub schafft zudem ideale Verhältnisse für die Bodenorganismen und erhöht damit die Bodenfruchtbarkeit. Mit mineralischen Materialien wie Kies und Splitt kann man ebenso mulchen.

Langlebige Beläge

GartenwegFür Wege und Terrassen kommen langlebige Materialien wie Beton oder Naturstein zum Einsatz. Holz eignet sich nur bedingt, denn es muss regelmäßig gepflegt werden und verrottet mit der Zeit. Ein Tipp für Wege- und Terrassenbeläge: Zwischen großen Steinen entstehen weniger Fugen als zwischen kleinen – so sprießt auch weniger Unkraut. Oder Sie setzen Polsterpflanzen in die Fugen, zum Beispiel Thymian (Thymus praecox, T. pulegioides), Römischer Kamille (Chamaemelum nobile), Goldmoos (Sedum sexangulare), Sternmoos (Sagina subulata) und Gamander.

Bequem gärtnern

Der Gemüseanbau im Hochbeet schont den Rücken beim Unkrautziehen und bei der Bodenbearbeitung. Auf dem etwa 85 bis 90 cm hohen Beet ist auch der Schneckenbefall viel geringer. Wühlmäuse haben keinen Zugang, wenn man den Boden des Beets mit einem Drahtgitter auslegt. Pflegeleichte Arten sind Bohnen, Zucchini, Kürbis, Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln, Pflücksalat und Mangold. Tomaten und Kopfsalat brauchen dagegen mehr Aufmerksamkeit.

» Gärtnern in der ersten Etage: Hochbeete

Ohne Schnitt

Blumen-HartriegelViele Gehölze brauchen nicht jedes Jahr geschnitten werden: Zierapfel, Zierkirsche, Magnolien, Chinesischer Blumen-Hartriegel (Bild) und Spiersträucher. Empfehlenswert sind Hecken aus langsam wachsenden Gehölzen wie die Eibe. Die benötigt nur einmal im Jahr einen Schnitt. Kaum Pflege brauchen Hecken aus freiwachsenden Laubgehölzen, allerdings nur für große Gärten.

» Gartenpraxis: So bleibt Ihr Apfelbaum in Form
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