Gartentüren und Gartentore – so klappt’s mit dem Eingang zum Gartenglück

Mondtor als Eingang zu einem chinesischen Garten

Ansprechende Gartentore gewähren Zutritt – trotz Mauern, Zäunen und Hecken - und sie heißen die Besucher willkommen, so wie diese moderne Variante eines Mondtors.

Gartentüren und -tore bestimmen schon aufgrund ihrer prädestinierten Lage den ersten Eindruck vom Garten – sei es die einladend geöffnete Holzpforte mit Türkranz und „Herzlich willkommen“-Schild oder das abweisende, massive Schiebetor inmitten einer ebenso abschirmenden Mauer.

So ist der Begriff der „Offenen Gartenpforte“ Sinnbild für die Gastfreundschaft unter Gartenfreunden. Das Entrée zu Haus und (Vor-)Garten unterstreicht den Baustil des Wohngebäudes sowie des Gartens. Es sollte nicht nur in seinen Maßen, sondern auch optisch zur gewählten Gartengrenze passen, je nachdem, ob es nun baugleich mit dem Zaun ist, in einer Schnitthecke bzw. Mauer oder zwischen historisierenden Pfeilern liegt.


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Tipps zur Auswahl und Pflege der Tore

Hinsichtlich Material und Ausführung bleiben keine Wünsche offen: Ob aus Holz, Metall oder Kunststoff, im rustikalen, klassischen oder modernen Look, es findet sich immer das richtige Modell.

Tore oder Türen aus Holz sind vergleichsweise leicht, preiswert, recht einfach einzupassen und nach einer Oberflächenbehandlung widerstandsfähig gegen Verwittern und Pilzbefall. Verrottungsfeste heimische Holzarten sind Eiche, Edelkastanie, Robinie und Lärche.

Die Klassiker unter den Metalltoren sind schmiedeeiserne Pforten, oft kunstvoll mit Pfeilen, Rosetten, Spiralen oder Blättern und Zweigen gearbeitet. Eine andere historische Variante sind Schinkelzäune und -tore, bei denen Drahtschlingen schuppenförmig in Metallrahmen gespannt sind – Vorläufer unserer heutigen Maschendrahtzäune.

Bei modernen Metalltoren können Sie z. B. unter Aluminium, Edelstahl oder Cortenstahl wählen. Ersteres wird der Haltbarkeit wegen feuerverzinkt sowie pulverbeschichtet. Edelstahl, poliert oder gebürstet, wird gerne mit anderen Materialien wie Holz oder satiniertem Glas kombiniert. Derzeit im Trend: Cortenstahl, der sich dank der äußeren Verwitterungsschicht im warmen Rostton präsentiert.

Stabile Kunststofftore werden massiv oder auch mit Metallkern gefertigt. Es gibt auch Imitate der beliebten Latten- und Friesentore aus hochwertigem, UV-beständigem PVC. Sie gleichen den Originalen aus Holz, sind aber deutlich lang lebiger und benötigen keinerlei Schutzanstrich.

» Effektvoll - ein Garten mit Durchblick

Was bei der Auswahl zu beachten ist

Je nach Zweck und somit erforderlicher Breite können Sie zwischen Flügeltüren (als Einzel- oder Doppeltür) oder Schiebetüren wählen. Das klassische Gartentor besteht aus einem Flügel, zum bequemen Durchschreiten sollte es etwa einen Meter breit sein. Seine Höhe entspricht meist der Höhe des Zauns, eingerahmt von Hecke oder Mauer kann es aber auch mannshoch sein.

Da die Gartengrenze in der Regel an den öffentlichen Straßenraum anschließt, sollte es sich nach innen in Richtung Vorgarten öffnen. Die Pforte wird mithilfe von Scharnieren an einbetonierten Holz- oder Metallpfosten bzw. an Pfeilern aus Beton, Klinker oder Naturstein eingehängt. Ein Anschlag arretiert das Tor, hier greift auch ein möglichst einbruchsicherer Schließmechanismus. Zusammen mit soliden Griffen schützt das vor unliebsamem Besuch und gibt so den Hausbewohnern ein sicheres Gefühl.
Karin Wachsmuth



Praktisches zu Gartenpforten

Türen und Tore an der Gartengrenze gewähren Einlass – automatisiert wird’s gleich noch komfortabler. In Tornähe gut aufgehoben sind auch Briefkasten und Türklingel.

Rund ums Automatik-Tor

Bequemes Extra: Tore, die sich wie von Geisterhand öffnen und schließen! Dazu ist eine Stromzufuhr nötig. Sie können zwischen zwei Techniken wählen: Beim seitwärts weggleitenden Schiebetor benötigt man seitlich genügend Platz in voller Torbreite. Nach innen schwenkende Flügeltore erfordern eine ebene Fläche von entsprechender Tiefe.

Erstere gleiten motorbetrieben entweder mithilfe von Zahnstange und Zahnrad, unterstützt von Rollen in einer Laufschiene, oder freitragend über ein kugelgelagertes Rollensystem seitwärts.

Nach vorne bewegen sich Tore über Antriebe an jedem Flügel. Automatiktore lassen sich per Funk-Fernbedienung öffnen und schließen. Eine Lichtschranke verhindert versehentliches Einklemmen. Ein Blinklicht warnt, sobald sich das Tor in Bewegung setzt.

Klingel und Briefkasten

Direkt neben der Gartenpforte sitzen Klingel oder Gegensprechanlage sowie der Briefkasten, gerne mit beleuchteter Hausnummer versehen. Denken Sie deshalb beim Wege- und Zaunbau an Kabelgräben für mehradrige Stromleitungen. Der Clou für Berufstätige: ein Paketkasten, dank spezieller Deckelmechanik bzw. Schließsystem mit TAN-Verfahren entnahmesicher, empfängt Pakete trotz Abwesenheit.

» Gestaltungstipp: Vorgärten


Informationen zu den Fotos

Großes Foto: Das Mondtor, hier eine moderne Adaption, ist ein Gestaltungselement chinesischer Gärten. Damit soll der Eintritt in eine andere Welt symbolisiert werden. Durch das Tor fällt der Blick auf die rote „Bambusstangen“-Deko – in Wirklichkeit ineinandergesteckte, lackierte Rohre.

Bild 1 im Text: Das klassizistische Gartentor aus Goethes Garten in Weimar stand bei diesem Modell Pate – auch wenn dieses hier holzfarben lasiert anstatt weiß gestrichen ist.

Bild 2 im Text: Romantisches Entrée in die umfriedete Gartenanlage von Garinish Island in Cork/SüdwestIrland: Das unregelmäßige Schichtmauerwerk, das historisierende Portal mit filigranem Tor sowie die üppige Kletterrose fügen sich zum stimmigen Ganzen. Nostalgische Kletterer von moderaterem Wuchs sind Sorten wie ‘Jasmina’, ‘Amaretto’ oder ‘Rosarium Uetersen’.

Bild links: Ein einfach nur mit
einer üppig blühenden Kletterrose bewachsener Rosenbogen kann ebenfalls ein wundervoller Willkommensgruß für Besucher sein. » Rosenbögen, Pergolen und Laubengänge

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