Antjes Tagebuch im Juni

gefüllte Rose 'Rose de Resht'

Eine Rose zum Verlieben: die Strauchrose ‘Rose de Resht‘. Sie grüßt schon aus der Ferne mit ihrem intensiven Duft.

Bereits am Gartentor weiß ich es: Meine Strauchrose ‘Rose de Resht‘ ist aufgeblüht. Nur sie schafft es, mich derart dufte aus der Ferne zu begrüßen. Weil sich ihre purpurrot gefüllten Blüten nach dem Hauptflor hier und da immer wieder zeigen – was bei historischen Rosen selten ist – betört sie mich den ganzen Sommer mit ihrem herb-süßen Duft.

Storchschnäbel - ein Gewinn für jeden Garten

Storchschnäbel blühen monatelang um die Wette. Einige wachsen niedrig, andere hoch, und für fast jede Ecke im Garten lässt sich der passende finden. Dazu sind Storchschnäbel unkompliziert und selten krank. Nur Staunässe vertragen sie nicht.

Besonders die blauen Arten mag ich gern. Zwei habe ich bereits: den Kaukasus-Storchschnabel ‘Philippe Vapelle‘ (Geranium renardii) und einen Klassiker, den Pracht-Storchschnabel (G. magnificum).

Während ‘Philippe Vapelle’ mit wildlederartigen, graugrünen Blättern und geaderten, violetten Blüten artig meine trockenen, sonnigen Beetränder ziert, begleitet der 60 cm hohe Pracht-Storchschnabel in überschwänglicher Fülle meine Rosen und Stauden im Beet. Und kippt dabei auch gern mal um.

Wie hübsch romantisch: Ein Wiesenstorchschnabel (Geranium pratense) namens ‘Summer Skies’ mit gefüllten, zartlila Blüten! Etwas empfindlich scheint er zu sein: Nach der Blüte wird ein Rückschnitt für einen vitalen Austrieb und gegen einen Mehltaubefall empfohlen. Ich probiere ihn trotzdem aus.

Bestimmt perfekt: Die kompakte Sorte des Himalaya-Storchschnabels (Geranium himalayense) 'Gravetye' mit den schön purpurrot geäderten, leuchtend blauen Blüten passt zwischen hellgelbe Rosen, Frauenmantel und schwefelgelbes Mädchenauge. Außerdem blüht er nach einem starken Rückschnitt ein zweites Mal.

» Storchschnäbel: Rozanne und ihre Familie

Das Auge isst mit …

Das gewisse Etwas für einen leckeren Salat: Blüten von Kapuzinerkresse und Malven.

» Essbare Sommerblüten

Frisch auf den Tisch

Ein Schnitt, und schon landet der erste Salatkopf vom Hochbeet in meinem Durchschlag. Häufig ernte ich ihn mit Fleischeinlage: nicht in Form von Läusen, denn meine Sorten sind resistent gegen ihre Übergriffe, aber in Form von Schnecken. Irgendwo versteckt sich doch immer eine! Deshalb wird jeder Salatkopf akribisch abgesucht, bevor er bei mir in der Küche im Wasserbad landet. Einmal hatte ich schwimmende Schnecken in der Spüle, das war nun wirklich keiner schöner Anblick ...

Alles auf Anfang

Auch ein Orangenbäumchen braucht Aufmerksamkeit, oder sollte ich besser schreiben: gerade ein Orangenbäumchen? Ach, das wäre nicht fair, denn mal abgesehen davon, dass es regelmäßig leicht kalkhaltiges Wasser braucht, einen ausgewogenen Dünger, der vor allem Stickstoff und Kalium sowie Phosphor und Spurenelemente enthält, und im Winter einen hellen, aber kühlen Platz im Haus liebt, ist es pflegeleicht.

Nun, meins fühlt sich offenbar nicht so gut behandelt, zumindest sieht es so aus. Deshalb wird es heute liebevoll umgetopft und in Form gebracht:

1 Alte Erde entfernen und Wurzeln lockern.
2 Nach der Dränage: Hinein mit der Zitruspflanzenerde.
3 Ab in die Mitte vom Topf, und zwar gerade. Und niemals tiefer pflanzen, als das Bäumchen zuvor schon stand, sonst fault der Stamm. Dann Erde nachfüllen, gleichmäßig andrücken und angießen.
4 Schnipp, schnapp, sind die Spitzen ab.

Noch eine Rose zum Verlieben

Ich habe nicht viele Pflanzen in Kübeln. Denn ich bin alltags gut beschäftigt und fahre gern in den Urlaub. So kommt das Gießen oft zu kurz. Aber die Hochstammrose ‘Heidetraum’ ist einen Versuch wert, finde ich.

Rosen sind Tiefwurzler. Damit sich der Wurzelballen gut entwickeln kann, brauchen sie einen Topf, der mindestens 30 cm hoch ist.

Gepflanzt wird die Rose wie andere Gehölze auch: Den Wurzelballen in Wasser tauchen, das Abzugsloch mit einer Tonscherbe bedecken, eine 3 bis 5 cm hohe Dränageschicht aus Blähton einfüllen und Erde draufgeben. In diesem Fall nehme ich allerdings eine spezielle Rosenerde. Kübelpflanzenerde geht aber auch.

Der Ballen sollte nicht tiefer gepflanzt werden, als er vorher im Topf stand, sonst fault der Stamm. Zum Abschluss dann gut andrücken und gießen.

Beim Wässern zeigt sich schnell, ob man einen vernünftigen Gießrand gelassen hat. Und ob die Erde hier und da zusammensackt ... dann muss Erde nachgefüllt werden.

» So klappt's mit Rosen

Schnecken ade!

Wenn es etwas gibt, was Schnecken nicht mögen, sind es Trockenheit und Sonne. Davor verstecken sie sich so gut es geht. Und, wie erfreulich, jedes Jahr an den gleichen Plätzen.

Ihr Lieblingsort in meinem Garten ist das feuchte Terrain unter den riesigen rauen Blättern vom Klatschmohn.

Ganze Familien tummeln sich dort. Braune mit Streifen, schwarz lackierte, mit Haus und ohne Haus, große und kleine Schneckentiere. Sie landen allesamt zuerst in meinem ausrangierten Henkeltopf, um im Fahrradkorb eine drei Kilometer weite  Reise anzutreten, die am Rand eines Ackers endet. Lebt wohl ihr Lieben! Und kommt bitte nicht wieder.

» Schneckenzaun selbstgemacht und andere Tipps

Oben traumhafte Blütenbälle, unten unansehnliche Blätter?

Da hilft dem Kugellauch nur eins: kaschieren, kaschieren, kaschieren. Der Storchschnabel ist zweifellos ein idealer Statist dafür. Er überdeckt die Blätter und stiehlt dem Kugellauch nicht die Schau, sondern umschmeichelt sanft seinen langen Stängel.

Küchenheld Schnittlauch

Kurz vor der Blüte ist Schnittlauch am aromatischsten. Daher nutze ich dieses Zeitfenster verstärkt für die Ernte. Da ich auch die hübschen lila Blüten gerne anschaue und esse, bleibt ein Teil der würzigen, zarten Halme verschont.

Leider sind ältere Blütenstängel etwas hart. Deshalb schneide ich den Schnittlauch vorm Abblühen konsequent zwei Finger breit über dem Boden ab. Für einen guten Neustart wird der kurze Schopf flüssig gedüngt, und wenn der Boden länger trocken ist, gegossen.

» Kugelblüten im Staudenbeet

Akeleien

Meine Akeleien kleiden sich im Beet alle einheitlich rosa. Bei der Selbstaussaat hat sich die Farbe durchgesetzt. Nur hier und da erscheinen ein, zwei in Blau. Die bekommen ein Schild umgehängt, damit ich sie später nicht aus Versehen entsorge. Vielleicht schenken sie mir blau blühenden Nachwuchs.

Der Fall der Johannisbeeren

Huch! In den letzten Tagen haben meine Roten Johannisbeeren ja massenhaft Früchte fallen gelassen. Sehr schade, aber ich mache mir keine Sorgen. Wahrscheinlich war es während der Blütezeit so kalt, dass nur ein kleiner Teil der Blüten bestäubt wurde. Zudem hat es in der letzten Zeit sehr wenig geregnet, so dass der Boden trocken war. Auch das führt zum Verrieseln.

Ach ja, der Porree!

Auch im Hochbeet ein echter Pfundskerl! Allerdings nur, wenn man regelmäßig an ihn denkt. 12 –15 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche in den ersten 6–8 Wochen nach der Pflanzung müssen schon sein. Danach steigt sein Bedarf auf etwa 25–30 Liter.  Ab der fünften Woche braucht er circa 100 bis 120 g Hornmehl je Quadratmeter, die ich ihm in drei Portionen zuteile. Angehäufelt wird er von mir allerdings nur einmal im Juni! Damit er schöne lange Schäfte bekommt. 
Newsletter-Anmeldung

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

Das Ratgebermagazin für Gartenliebhaber. Jeden Monat neu mit einer Vielzahl Tipps und Ratschlägen für den Zier- und Nutzgarten, mit Gestaltungsideen, Trends und Neuheiten rund um das Hobby Garten. Dazu wunderschöne Fotos aus liebevoll angelegten Privatgärten.

Editorial lesen Abonnieren

Aktuelle Ausgabe

GartenFlora Shop

Folgen Sie uns auf Facebook    Folgen Sie uns auf Twitter

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr