Antjes Tagebuch im Januar

zwei Grünlilien als Ampelpflanzen

Grünlilien sind relativ anpruchslose Pflanzen mit besonderem Charme, denn sie wirken wie kleine grüne Fontänen. Außerdem bilden sie elegante lange Triebe, an denen sich zierliche Jungpflanzen entwickeln. All das macht sie zu idealen Ampelpflanzen.

Zimmerpflanzen brauchen Platz & Pflege. Doch weil ich weder viel Raum noch Zeit habe, lasse ich gern unkomplizierte, kleine Zeitgenossen bei mir wohnen. Sie schaukeln von der Decke oder schmücken das Regal.

Effektvoll von der Decke hängend

Die kleine Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis) blüht wochenlang, wenn sie hell, aber nicht sonnig bei Wohnzimmer-Temperaturen untergebracht wird.

Einmal pro Woche gießen reicht im Winter in der Regel. Es sollte aber kein überschüssiges Wasser im Töpfchen stehen bleiben.

Makramee und Grünlilie sind wieder da und sie können sogar ein richtiges Dreamteam sein, wie das große Foto oben zeigt.

Eine Grünlilie (Chlorophytum comosum) gedeiht bei allen Lichtverhältnissen und verzeiht kleine Schwankungen hinsichtlich Temperatur und Feuchte. Ihre weißen Blüten erscheinen an langen Trieben, die später mit Jungpflanzen besetzt werden. Das macht die Grünlilie zu einer idealen Ampelpflanze.

Edle Alternative zum Bubikopf

Die Kanonierblume (Pilea libanensis) sieht mit den winzigen graugrünen Blättern an dünnen, rötlichen Trieben bezaubernd aus. Sie bleibt klein und wächst polsterförmig.

Da ihre Triebe mit dem Alter Ausläufer bilden und länger werden, schmückt sie auch Ampeln gut.

Die Pflanze liebt einen hellen bis halbschattigen Platz bei Zimmertemperatur, möchte mäßig mit weichem Wasser gegossen werden. Im Winter kann sie etwas trockener und kühler stehen.

Tee mit Vitaminkick

Dicke Socken, Kuschelschal und eine heiße Kanne Tee am Tag sind meine Eckpfeiler im Winter. Manchmal koche ich mir einen Tee, der etwas mehr Aufwand macht. Dieser hier gehört definitiv zu den leckersten.

Für 1 Liter: 3 El Rooibosteeblätter, 4 El flüssiger Honig, 1 Zimtstange, 2 Kapseln Sternanis, 1 Vanilleschote, 1 Orange, 4 Tl Zitronensaft, Granatapfelkerne Rooibosteeblätter, Honig, Zimtstange, Sternanis und Vanilleschote mit 1 l kochendem Wasser aufgießen und 10 min ziehen lassen.

Orange so schälen, dass sämtliches Weiße entfernt wird, und die Frucht aus den Trennhäuten lösen. Je 2 Orangenfilets und 1 Tl Zitronensaft mit einigen Granatapfelkernen in vier Gläser geben. Tee durch ein Sieb geben und in die Gläser füllen.

» Rezept: Marmelade mit Orange, Pampelmuse und Berberitze

Flechten an Bäumen

An alten Apfelbäumen sieht man oft Flechten, und ich werde häufig gefragt, ob sie den Bäumen schaden. Nein, tun sie nicht! 

Botanisch betrachtet sind Flechten eine perfekt aufeinander abgestimmte Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Algen. Der Pilz kann zwar Wasser und Mineralstoffe aufnehmen, aber keine Photosynthese betreiben.

Die Alge hingegen betreibt Photosynthese, hat aber keine Wurzeln, um Wasser und Mineralien aufzunehmen. Zudem bildet der Pilz den Körper der Flechte und schützt die Alge vorm Austrocknen und gegen Schäden. Folglich sind Flechten sich selbst genug, entziehen dem Baum keine Nährstoffe und schaden auch der Rinde nicht.

Einige Flechten haben eine Schwäche für alte Bäume, was ihnen den Ruf eingebracht hat, diese zu schädigen. Dabei rührt ihre Vorliebe nur daher, dass alte Gehölze weniger Energie in die Produktion von Abwehrstoffen in der Rinde stecken, was bewirkt, dass die Rinde einen relativ hohen pH-Wert hat.

Vogelfütterung - ganzjährig oder nicht?

Vögel im Winter zu füttern hat für mich Tradition. Nie habe ich das infrage gestellt. Im Gegensatz dazu war für mich die Ganzjahresfütterung kein Thema.

Doch nun bin ich auf einige Artikel gestoßen, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Denn mittlerweile sind viele Experten der Meinung, dass der natürliche Lebensraum der Vögel so stark gefährdet ist, dass das Füttern lange vor dem Wintereinbruch zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt.

Die Vögel haben mehr Zeit, verlässliche Futterstellen zu entdecken. Zudem raten Wissenschaftler dazu, die Fütterung bis in die Brutzeit zu verlängern, weil die natürlichen Futterquellen im zeitigen Frühjahr oft erschöpft sind.

Auch die Ganzjahresfütterung wird in Fachkreisen inzwischen positiv bewertet. Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Vögel sehr genau wissen, welche Nahrung ihre Jungen brauchen, und trotz des Angebots von Körnern und Fett auf Insektenfang gehen.

Ehrlich gesagt, ganz wohl ist mir bei dem Gedanken nicht, im Sommer Futter ins Häuschen zu streuen und Meisenknödel aufzuhängen. Aber ich werde noch einmal darüber nachdenken.

Unterstützung für die zurückhaltenden Charaktere

Im Winter geht es bei mir im Futterhaus turbulent zu. Denn Kohl- und Blaumeisen, Grünfinken, Amseln, Rotkehlchen und Hausrotschwänze wetteifern um die besten Plätze.

Oft kommen dabei zurückhaltende Charaktere zwischen den selbstbewussten Amseln und turbulenten Finken zu kurz. Für sie hänge ich deshalb im Garten zusätzlich Futterglocken und Plätzchen auf. Mit ein bisschen Übung sind die attraktiven Leckerbissen schnell gemacht.

» Vögel richtig füttern

Vogelfutterglocken

Material: Kleine Tontöpfe, Zweige, Band

Ein Band als Aufhänger an einem kleinen Zweig befestigen, dann Band und Zweig von unten durch das Abzugsloch des Tontopfs stecken. Das Band anschließend oberhalb der Öffnung vom Topf nachzurren. Den abgekühlten Futterbrei mit einem Löffel einfüllen. Über mehrere Stunden fest werden lassen, und die Tontöpfe kopfüber aufhängen.

Vogelfutterplätzchen

Rezept für die Futtermischung

Zutaten:

● Kokosfett oder ein anderes Pflanzenfett
● Sonnenblumenöl
● Sonnenblumenkerne
● Haferflocken
● gehackte Nüsse
● Kleie
● getrocknete unbehandelte Früchte, z. B. Rosinen oder Cranberries

Für die Fettfuttermischung das Kokosfett bei geringer Temperatur in einem Topf schmelzen. Anschließend den Mix aus Körnern, Nüssen und Früchten hinzugeben und alles zu einem Brei verrühren.

Etwas erkalten lassen, damit die Masse zum Verarbeiten fester wird. Für die Kekse zusätzlich etwa einen Löffel Sonnenblumenöl hinzugeben, damit der Brei etwas geschmeidiger wird.

Material: Ausstecher für Plätzchen, Backpapier, Strohhalm, Band

Die Plätzchen-Ausstecher auf das Backpapier legen und den Strohhalm in kleine Stücke schneiden. Den abgekühlten, sämigen Fettfutterbrei einfüllen und anschließend ein Stück Strohhalm als Loch für das Band in jeden Ausstecher stecken. Einige Stunden trocknen lassen, dann die Plätzchen aus den Formen drücken. Strohhalm entfernen und das Band durch das Loch stecken. Verknoten und die Plätzchen aufhängen.

Schönheiten fürs Zimmer

In den Wintermonaten, wenn draußen graue Tristesse regiert, hole ich mir gern ein paar malerische Schmetterlingsorchideen (Phalaenopsis) ins Haus. Denn sie sehen mit ihren außergewöhnlich gefärbten und gezeichneten Blüten nicht nur zauberhaft aus, sondern erweisen sich auch als erstaunlich pflegeleichte und langlebige Zimmergenossinnen.

Diesen Winter geben in Violett gekleidete Schmetterlingsorchideen bei mir auf der Fensterbank den Ton an. In groß, mittel und klein.

Perfekte Standorte sind Ost- oder Westfenster oder ein Platz in der zweiten Reihe. Denn pralles Sonnenlicht vertragen die Beauties nicht. Auch zu viel Nässe finden Phalaenopsis grauenvoll. Sie fühlen sich wohl, wenn ich das lockere Substrat in den Töpfen einmal in der Woche durchdringend mit zimmerwarmem, abgekochtem Wasser gieße und anschließend überschüssiges Nass am Boden wegschütte.

Schmetterlingsorchideen legen nach der Blüte eine Ruhepause ein. Für den nächsten Flor schneide ich den abgeblühten Stängel mit einem Zentimeter Abstand oberhalb eines Knotens ab. Sicherheitshalber lasse ich zwei bis drei dieser „Augen” stehen, denn aus diesen treibt die Orchidee wieder aus.

Trocknet der Stiel ein, mache ich mir keine Gedanken, sondern schneide ihn einfach ab. Erfahrungsgemäß erscheint ein neuer Trieb auch aus der Pflanzenbasis.

Gedüngt werden möchten Phalaenopsis zwischen März und September. Ich füttere sie mit einem Spezialdünger für Orchideen, denn ihre Wurzeln sind extrem salzempfindlich.

» Meisterwerke aus dem Blütenatelier

Wohin mit der Asche?

Dass Kohlenasche aufgrund ihres hohen Schwefel- und Eisengehaltes nicht in den Garten gehört, ist den meisten bekannt. Holzasche dagegen galt lange Zeit als unbedenklich und wurde sogar als Kaliumdünger empfohlen. Zu Unrecht, denn in der Holzasche können sich Schwermetalle wie Cadmium und Blei verbergen, selbst wenn unbehandeltes Holz verfeuert wird.

Diese Schadstoffe sind zwar im lebenden Holz nur in geringer Konzentration vorhanden, reichern sich aber nach der Verbrennung in der Asche an. Im Garten ausgebracht, findet man die Substanzen im Boden, aber auch in Gemüse, Obst und anderen Pflanzen wieder. Bevor ich die Asche in die Restmülltonne gebe, lasse ich sie in einem Metalleimer auskühlen. Sonst kann es schnell zu Bränden in der Tonne kommen.

Über Nacht ist er da, der Schnee

Er verwandelt meinen Garten in eine glitzernd weiße Hügellandschaft. Solange die frischen Schneepolster auf den immergrünen Gehölzen nicht zu schwer wiegen, dürfen sie gerne auf den Ästen und Blättern liegen bleiben. Der Anblick ist einfach zu schön, als dass ich die Flocken abschütteln möchte. Aber den Gartenweg fege ich lieber gleich, bevor die lockere Pracht festgetreten wird oder sie in den nächsten Tagen zu einer schweren Masse erstarrt.

» Der Ziergarten im Januar

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