Gesundes Obst und Gemüse

Apfel

Robuste Apfelsorten sind widerstandsfähiger gegen Schorf.

Wenn die Apfelbäume in der Nachbarschaft nur schorfige Äpfel hervorbringen oder der Echte Mehltau Gurken und Erbsen immer wieder zu schaffen macht – dann sollten Sie sich nach robusten und widerstandsfähigen Sorten umschauen. Solchen Sorten können Pilzkrankheiten und Pflanzenviren nur wenig anhaben. Und Sie müssen sich nicht über kranke Pflanzen ärgern. Noch ein positiver Effekt: Sie sparen Pflanzenschutzmittel. Das schont Umwelt und Geldbeutel.

Obst/GemüseKrankheit/SchädlingWiderstandsfähige Sorten
ApfelApfelschorfRe-Sorten (auch gegen Mehltau), ‘Gerlinde’, ‘Florina’, ‘Otava’, ‘Rajka’, ‘Rubinola’, ‘Topaz’
PflaumeScharka-Virus‘Jofela’ , ‘Jojo’ (resistent), ‘Hanita’ , ‘Katinka’ (tolerant)
SauerkirscheMonilia-Spitendürre‘Achat’, ‘Jade’, ‘Morina’, ‘Safir’
StachelbeereAmerikanischer Stachelbeermehltau‘Redeva’, ‘Remarka’
WeinEchter u. Falscher MehltauDie meisten Sorten für den Hausgarten sind resistent
BohnenBrennfleckenkrankheit,
Fettfleckenkrankheit, teils auch Viren
‘Gusty’, ‘Nassau’, ‘Odeon’, ‘Primavera’, ‘Scuba’
ErbsenEchter Mehltau‘Delikata’, ‘Novelia’, ‘Vitara’, ‘Zuccola’, ‘Zufalo’
KohlKohlhernieBlumenkohl ‘Clapton’, Chinakohl ‘Kilakin’, Rosenkohl ‘Cronus’, Weißkohl ‘Kilaton’ und ‘Kilaxy’
MöhrenMöhrenfliege‘Flyaway’
SalatSalatblattlaus‘Dynamite’, ‘Estelle’, ‘Fastra’, ‘Navara’, ‘Onyx’, ‘Solmar’
TomateKraut- und Braunfäule‘Golden Currant’, ‘Maestria’, ‘Philovita’, ‘Previa’, ‘Primavera’, ‘Pyros’, ‘Rote Murmel’, ‘Vision’, ‘Vitella’
Nematoden‘County Taste’, ‘Dasher’, ‘Fantasio’, ‘Tomosa’
ZucchiniEchter Mehltau‘Leila’, ‘Mastil’, ‘Mirza’, ‘Radiant’, ‘Soleil’em
GurkeEchter und Falscher Mehltau‘Diamant’, ‘Excelsior’, ‘Marketmore 76’
Echter Mehltau‘Corentine’, ‘Darina’, ‘Midios’, ‘Printo’, ‘Sprint’, ‘Sudica’


 » Gartenpraxis: Alte Apfelsorten


Austriebsspritzung

Kaum treiben die ersten Blättchen aus, werden sie auch schon von Blattlaus & Co. erobert, die an den Gehölzen überwintert haben. Doch mit einer Austriebsspritzung mit ölhaltigen Mitteln (zum Beispiel Promanal von Neudorff ) kann man diese erste Angriffswelle abwehren. Und wo sollte unbedingt gespritzt werden? Dort, wo es im vergangenen Jahr Probleme gab mit Blattläusen und Spinnmilben an Obstgehölzen oder mit Ulmenblasenlaus, Sitkafichtenlaus, Fichtengallenläusen, Buchsbaumblattfloh und Nadelholz-Spinnmilben. Einen Haken hat die Sache jedoch: Die Mittel töten nicht nur Schädlinge und deren Eier, sondern auch nützliche Insekten und Raubmilben.

» Gartenpraxis: Äpfel lagern

Johannisbeerblasenläuse

Johannisbeerblasenlaeuse. Foto: Dr. Klaus MargrafWenn die sich im Frühjahr auf den Blättern von Johannisbeeren und Alpen- Johannisbeeren zeigen, sind Johannisbeerblasenläuse Schuld daran. Sie sitzen auf der Blattunterseite in den „Blattkuhlen“. Stark verkrüppelte Blätter mit den Läusen noch vor Anfang Juni entfernen. Die Läuse wandern bald auf ihre Sommerwirte ab: Ziest-, Lamium- und Leonurus-Arten. Im Herbst kehren sie auf die Johannisbeersträucher zurück, wo sie ihre Eier ablegen. Eine Bekämpfung ist meist nicht notwendig. Bei starkem Vorjahresbefall kann ab Februar eine Austriebsspritzung durchgeführt werden, zum Beispiel mit Naturen Austriebs-Spritzmittel.

» Pflanzenschutz: Schädlinge an Pflaumen


Vorbeugen gegen den Birnengitterrost

Orangefarbene Flecken auf Birnenlaub, schorfige Äpfel und seltsam verbeulte Pflaumen. Im Sommer ist die Enttäuschung oft groß, wenn es nur wenig zu ernten gibt. Vor allem wenn die Obstbäume im Frühjahr so herrlich geblüht haben! Birnengitterrost, Apfelschorf, Pflaumen-Narrentaschenkrankheit und andere Pilzkrankheiten werden leider immer erst dann auffällig, wenn Pflanzenschutzmaßnahmen keine Heilung mehr bringen. Haben die Pilze die Pflanzen bereits infiziert, helfen meist nur noch radikale Schnittmaßnahmen. Doch so weit soll es dieses Jahr nicht kommen! Vielen Pilzkrankheiten kann man jetzt im zeitigen Frühjahr mit mehreren Spritzungen im Abstand von zehn bis 14 Tagen vorbeugen. Sobald sich die Knospenschuppen dehnen und die Farbe der Blüte oder des Blattes sichtbar wird, erfolgt bereits die erste Pflanzenschutzspritzung. Im Bio-Anbau wendet man eine Mischung aus Fettsäuren, Algenextrakten und Kalium an. Weiterhin stehen Präparate mit den Wirkstoffen Myclobutanil, Difenoconazol und Kupferoktanoat zur Verfügung. Die zweite Behandlung findet statt, sobald die Blüten erscheinen oder sich das Laub aus der Knospe schiebt (Mausohrstadium). Die dritte Behandlung beginnt, wenn die Obstblüte vorbei ist bzw. das junge Laub voll entfaltet ist. Während der letzten Spritzung auf das Wetter achten: Regnet es an mehreren Tagen hintereinander, erhöht sich die Infektionsgefahr. Dann ist eine vierte Spritzung nach sieben bis zehn Tagen zu empfehlen.

» Feuerbrand: Todesurteil für Apfel und Birne

Netze gegen Möhrenfliegen

Die unscheinbare Möhrenfliege (Psila rosae) ist ein wenig kleiner als die Stubenfliege. Doch die Schäden, die ihre Kinder anrichten, sind enorm: Kleine Möhrensämlinge entwickeln sich gar nicht erst weiter, nachdem sich die Maden der Fliege über sie hergemacht haben. Larven der zweiten Generation hinterlassen an den inzwischen größeren Möhren unappetitliche Fraßspuren. Die Rüben sind nun nicht mehr lagerfähigen. Weniger anfällig sind die Sorten ‘Ingot’ und ‘Flyaway’. Den perfekten Rundumschutz sichern jedoch nur Insektenschutznetze. Liegen sie sofort nach der Aussaat auf den Beeten, bleiben die Fliegen ausgesperrt und können keine Eier an den Pflanzen ablegen. Wichtig dabei: Die Netze rundherum gut abdichten. Bedenken Sie, dass Möhrenkraut gut 40 cm hoch werden kann. Das Netz muss also um mindestens 80 cm, besser 1,20 m breiter sein als das Beet. Pflanzenschutzmittel gegen die Fliege stehen nicht zur Verfügung.

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