Stauden, Gräser und Co: Spätsommerblüher für Balkon und Terrasse

Dahlien im Topf vor blauem Gartenhaus

Mit einem imposanten Blütenfeuerwerk startet der Spätsommer. Dahlien und viele andere blühende Zwiebelblumen, dazu Lavendel, Gräser und Stauden - im August präsentieren sich viele Pflanzen von ihrer besten Seite.

Der Spätsommer lädt eigentlich dazu ein, die Füße hochzulegen. Aber es kribbelt dann doch in den Fingern, denn Sonne und Regen haben Spuren und Lücken in den Töpfen und Kästen hinterlassen.

Zeit für einen Frischekick

Wenn sich der Hochsommer dem Ende zuneigt und in den Spätsommer übergeht, hat mancher Balkon seine beste Zeit hinter sich. Geranien, Petunien und Co. sind zwar noch nicht verblüht, doch haben sie sich den Sommer über ziemlich verausgabt – und das sieht man ihnen auch an. Ebenso das Balkongemüse.

Die Tomaten- und Paprikapflanzen hängen noch voll, sie sehen aber auch schon ein wenig mitgenommen aus. Die Kästen mit Radieschen und Pflücksalat sind abgeerntet, dem Schnittlauch und der Petersilie ist der Urlaub nicht gut bekommen – der Gießdienst hat es ein bisschen zu gut gemeint.

Große Blütenpflanzen in Töpfen für sofortige Wirkung

Sie könnten sich jetzt zurücklehnen und einige Wochen warten, bis wieder Fetthennen, Purpurglöckchen, Chrysanthemen und Heidepflanzen in den Regalen stehen. Aber wir wollen jetzt loslegen. Der Herbst kann warten!

Was jetzt in den Staudenbeeten Saison hat, wird in den Gärtnereien und Gartencentern oft auch als blühende XXL-Topfware angeboten. Ob Sonnenhut, Sonnenbraut, Ehrenpreis, Mädchenauge oder Schmuckkörbchen – für unansehnlich gewordene Sommerblüher findet sich leicht Ersatz.

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Zwiebelblumen mit Farbkraft

Wer im Frühjahr verpasst hat, Sommerblumenzwiebeln oder -knollen zu pflanzen, muss sich nicht ärgern. Üppig blühende Dahlien, Montbretien, Gladiolen und Herbst-Anemonen warten darauf, in Ihre leeren Balkonkästen und -töpfe einzuziehen.

Auch mit Gräsern lassen sich die Lücken schließen. Federborstengras und Chinaschilf stehen jetzt in voller Blüte, und das Japanische Blutgras (Imperata cylindrica ‘Red Baron’) präsentiert sich im schönsten Rot. Am besten, Sie wählen von vornherein eher klein bleibende, für die Kultur im Kübel geeignete Sorten (zum Beispiel Miscanthus sinensis ‘Adagio’ oder ‘Gnom’ sowie Pennisetum alopecuroides ‘Little Bunny’ oder ‘Hameln’), denn die großen Gräser sollten Sie doch irgendwann in den Garten pflanzen, und zwar möglichst im Frühjahr. Ansonsten darf noch ausgesät werden.

Jetzt noch säen? Aber ja!

Für Pflücksalat ist es nie zu spät. Auch nicht für Radieschen, sofern Sie schnell wachsende Sorten wie ‘Saxa 3’, ‘French Breakfast 3’ oder ‘Flamboyant 2’, säen.

Oder Sie greifen jetzt bei den Topfkräutern zu. Viele mediterrane Vertreter, beispielsweise Oregano, Salbei, Rosmarin, Thymian und Berg-Bohnenkraut machen noch bis zum Frost eine gute Figur.

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Frischekur für Zimmerpflanzen

Wer sich’s einfach machen möchte, der gönnt der einen oder anderen Zimmerpflanze, insbesondere den Sonnenanbetern wie Yucca, Phoenixpalme, Kakteen und sukkulenten Euphorbien eine späte Sommerfrische. Raus dürfen aber nur die, die 10 °C oder weniger als nächtliche Minimumtemperatur vertragen. Sinken die Temperaturen im Herbst dann dauerhaft unter 10 °C, geht es wieder zurück ins Zimmer.

Bevor Sie aber die Lücken auf dem Balkon oder der Terrasse neu besetzen, werfen Sie noch einen letzten Blick auf Ihre Kübelpflanzen. Vermutlich haben die in den letzten Wochen gut in Höhe und Breite zugelegt? Beschatten sie sich nun gegenseitig, dann sollten Sie die Pflanzen auseinanderrücken. Ist jetzt immer noch Platz, dann können Sie aber loslegen. Monica Lietzau


Tipps zu Spätsommerschönheiten

• Das Schmuckkörbchen stellt seine Blühfreude erst mit den ersten frostigen Nächten im Herbst ein. Rein damit in die Lücken und leeren Töpfe! Bei guter Pflege ist auch der Scheinsonnenhut ein Blütengarant bis zum Frost.

• Frische Luft und ungefiltertes Licht tut Kakteen und Sukkulenten gut. Sobald ein Plätzchen frei wird, darf ein Stubenhocker nachrücken.

• Im Spätsommer und Herbst haben die meisten Gräser wie das Lampenputzergras (Pennisetum) ihren großen Auftritt. Mit ihren hübschen Blütenähren machen sie auch als Solisten etwas her.

Pflücksalat und Radieschen können Sie auch im Spätsommer noch mal neu aussäen. Wer es würzig mag, mischt Rauke-, Kresse-, Senf- oder Dillsaat unter die Salatsamen. Kräuter kann man nie genug haben.

• Beim Gärtner gibt es auch im Spätsommer eine riesige Auswahl an Topfkräutern, ideal auch zum Beispiel für einen mediterranen Mix. Thymian und Co. dürfen bis zum Frost draußen bleiben. Danach gut einpacken, damit die Ballen nicht durchfrieren.
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