Frühlingskur für Kübelpflanzen

Kübelpflanzen umtopfen

Am leichtesten löst sich der Ballen gut durchfeuchtet aus dem Topf.

Ein Blick auf den Wurzelballen verrät, ob Ihre Kübelpflanze ein größeres Gefäß braucht. Am leichtesten löst sich der Ballen gut durchfeuchtet aus dem Topf. Ist die Erde dicht von feinem Wurzelgeflecht durchzogen, ist es höchste Zeit. Sonst führen Sauerstoff- und Nährstoffmangel bald zu Kümmerwuchs und mickriger Blüte. Jüngere Pflanzen werden jährlich im März vor dem Neuaustrieb in ein um ein bis zwei Nummern größeres Gefäß gesetzt (Ausnahme Blaulilie: Sie mag es gern etwas beengt).

Bei älteren Exemplaren genügt ein zwei- bis dreijähriger Rhythmus. Lockern Sie stark verfilzte Ballen etwas auf, füllen Sie den Zwischenraum zum neuen Gefäß mit guter Kübelpflanzenerde und gießen Sie durchdringend an. Mit zunehmender Tagesdauer und Temperatur wachsen die Wurzeln rasch ins frische Substrat ein. Ist kein größerer Kübel möglich, den Wurzelballen mit einem Messer verkleinern, um Platz für frische Erde zu schaffen. Experten raten, den Ballen nicht rundherum zu beschneiden, sondern nur keilförmige Stücke herauszutrennen. So bleibt ein Großteil der wichtigen Faserwurzeln erhalten.

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Tipp: Mischen Sie beim Umtopfen gleich Langzeitdünger unters Substrat. Er sichert die gleichmäßige Nährstoffversorgung über die folgenden vier bis sechs Monate. Bei älteren Pflanzen, die nicht umgetopft werden, einfach zwei, drei Löcher in die Erde bohren, Dünger einfüllen und die Löcher mit Erde verschließen.

In Form bringen

Im Frühjahr vor dem Neuaustrieb lassen sich Kübelpflanzen wieder in Form bringen oder verjüngen. Schneiden Sie alle kranken und vertrockneten Triebe aus. Auch nach innen wachsende oder sich kreuzende Zweige entfernen sowie blasse, weiche Geiltriebe stark einkürzen. Sie sind anfällig für Krankheiten und Schädlinge und dem intensiven Sonnenlicht und Wind draußen ohnehin nicht gewachsen. Für einen buschigen, kompakten Wuchs dann alle aus der Krone ragenden Triebe beherzt zurückschneiden. Das fördert die Verzweigung. Bei vergreisten, blühfaul gewordenen oder zu groß geratenen Exemplaren nimmt man zudem einige der ältesten Triebe vollständig heraus. Sonderfall Oleander: Hier empfiehlt es sich, überlange, verkahlte Triebe um mindestens die Hälfte einzukürzen, den Rest aber unbeschnitten zu lassen, um die Blüte nicht zu gefährden. Kletterpflanzen wie Passionsblume oder Mandevilla jährlich stark auslichten und einkürzen. Sonst bildet sich bald ein unübersichtliches Gewirr alter Triebe.

Gießen mit Fingerspitzengefühl

Mit beginnendem Austrieb brauchen die Pflanzen wieder mehr Wasser. Doch Vorsicht: Im kühlen Winterquartier kann stehende Nässe großen Schaden anrichten! Besonders Arten, die ihr Laub teilweise oder ganz abgeworfen haben, sollten mit viel Fingerspitzengefühl gegossen werden – wortwörtlich. Erfühlen Sie den Feuchtegehalt des Substrats mit den Fingern. Sie sind zuverlässige Sensoren. Es gilt: je dunkler und kühler der Standort, desto weniger wird gegossen. Lassen Sie das Substrat zudem vor jedem erneuten Griff zur Kanne stets gut abtrocknen. Pflanzen in hellen und wärmeren Winterquartieren, z. B. im Wintergarten oder verglasten Treppenhaus, wollen jetzt entsprechend mehr Wasser.

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Gesundheits-Check

Ein Winterquartier macht mitunter Probleme. Bei Wärme und trockener Luft fühlen sich z.B. Spinnmilben pudelwohl. Auch Schild- und Wollläuse, Weiße Fliegen und Thripse treten oft auf. Sie werden hier nicht durch natürliche Feinde, Frost, Regen etc. in Schach gehalten. Regelmäßige Kontrollen helfen, einen Befall frühzeitig zu entdecken. Nehmen Sie besonders die Triebspitzen und Blattunterseiten unter die Lupe: Dort verkriechen sich die Tiere gern. Weißen Fliegen und Thripsen kommen Sie auch mit Gelb- bzw. Blautafeln auf die Spur. Die Bekämpfung sollte umgehend erfolgen, durch Abstreifen, den Einsatz von Nützlingen oder geeignete Pflanzenschutzmittel. Zu hohe Luftfeuchte und stehende Luft fördern Schadpilze. An milden Frühlingstagen gründlich durchlüften. Das härtet die Pflanzen gleichzeitig ab.
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