Begonien – irgendwie schief

Begonien

Größe, Färbung und Textur der Blätter sind bei Begonien je nach Art sehr variabel.

Die Gattung Begonia hält eine Fülle schöner Arten und Hybriden für Zimmer und Balkon bereit. Ihr Markenzeichen: mehr oder weniger schiefe, asymmetrische Blätter, weshalb Begonien auch Schiefblatt heißen. In der Natur wachsen sie in schattigen, luftfeuchten Regionen der Tropen und Subtropen. Auch als Topfpflanzen ziehen sie absonnige Plätze und mit mehr als 15 °C vor.

Blatt ist Trumpf

Größe, Färbung und Textur der Blätter sind bei Begonien je nach Art sehr variabel. Zum Blattschmuck gibt’s obendrein oft Blüten. Bekannte Vertreter der so genannten Blattbegonien sind die kleine Begonia boweri (im Vordergrund) und die größeren Königs-Begonien (Begonia-Rex-Hybriden, hinten im Bild). In der dunklen Jahreszeit verlieren die Pflanzen mitunter einige Blätter. Dann vorsichtig gießen! Im Frühling sprießen neue.

Vermehren ist ganz leicht


Begonien zeigen bei 20 bis 25 °C ein gutes Regenerationsvermögen. Rhizombildende Arten (zum Beispiel Begonia manicata) können geteilt, triebbildende Arten (z. B. Begonia-Corallina-Hybriden, im Bild) durch Stecklinge vermehrt werden. Zudem wachsen aus gesunden, ausgewachsenen und nicht zu alten Blättern neue Pflanzen. In einem Zimmergewächshaus, das warm und absonnig steht, lassen sich Begonien aus Blattstecklingen ziehen: Blatt einer Königs-Begonie ohne Stiel mit scharfer Klinge dort wo sich die Hauptadern gabeln, quer einen Zentimeter lang einschneiden. Kieselsteine auflegen, damit es Kontakt zur Anzuchterde bekommt. Nach etwa sechs Wochen zeigen sich an den Schnittstellen Pflänzchen, die abgelöst und eingetopft werden. Blätter mit 2,5 cm langem Stiel (hier von Begonia boweri) so in Anzuchterde stecken, dass sie aufsitzen. Das Substrat durch Gießen von unten feucht halten, bei zu viel Feuchtigkeit lüften.

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Pflege-Tipps

Verwenden Sie zimmerwarmes, abgestandenes Wasser zum Gießen. Die Topferde darf nicht austrocknen oder nass sein. Das Einmischen von Vogelsand oder Blähton beugt Nässe vor. Wasser darf nicht im Übertopf oder Untersetzer stehen. Sorgen Sie für feuchte Luft in Pflanzennähe. Von April bis Oktober geben Sie etwa alle drei Wochen Flüssigdünger.

Prächtige Blütenstars

Die variantenreichen Begonia-Elatior-Hybriden werden rund ums Jahr angeboten. Für die ebenso reich blühenden Lorraine-Begonien ist von Oktober bis Dezember Saison. Wenn Sie welke Blüten entfernen und die Pflanzen keiner Zugluft ausgesetzt sind, blühen sie bis Januar oder Februar. Danach lohnt die Weiterpflege nicht.


Elatior-Begonien neigen zu Blatt- und Stängelfäule. Achten Sie beim Kauf darauf. Wenn die Topferde triefnass ist, lassen Sie die Pflanze lieber beim Händler. Meist wurde zu tief eingetopft. Dann die Begonie aus dem Topf nehmen, die obere Substratschicht abzupfen und auf den Topfboden geben. Den sichtbaren Rand des kleinen Stecklingstopfes aus Vlies etwas einreißen. Die Begonie wieder in den Topf setzen, leicht andrücken und angießen.

Stattlich und robust

Begonia-Corallina-Hybriden sind pflegeleicht und einfach zu vermehren. Die aufrechten Strauchbegonien mit weiß gepunkteten Blättern und rosafarbenen Blüten wachsen gut einen Meter hoch. Rückschnitt ist kein Problem. Der Tipp für dunklere Plätze: Begonia manicata. Sie gilt als eine der dauerhaftesten Zimmerbegonien. Die langen Blattstiele tragen rote Schuppen.


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