Antjes Tagebuch im April

Radieschen ernten

Selbst auf dem Balkon oder in einem kleinen Garten kann Gemüse oder Obst geerntet werden.

Eigene Ernte, selbst wenn kein Garten vorhanden ist? Mit den richtigen Obst- und Gemüsesorten geht das gut. Auch viele im Sommer blühende Zwiebelblumen eignen sich für die Kultur in Gefäßen, die mehrere Vorteile bietet.

Und mit manchen schönen Pflanzen und einigen guten Ideen kann man sich selbst und nützlichen Insekten sowohl im Garten als auch auf dem Balkon Gutes tun. Eine interessante Pflanze, die genauso wie der hübsche kleine Milchstern wenig bekannt ist, ist die Prachtscharte, die jetzt gepflanzt werden kann.

Wer sich im Handel auf die Suche macht, um eine Prachtscharte zu kaufen, kann sie sowohl jetzt im Sortiment der im Sommer blühenden Zwiebelblumen finden, sowie auch später im Jahr zum Beispiel als getopfte Pflanze im Staudensortiment.

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Ein Schmetterlingsmagnet fürs Beet

Neben dem Phlox ist ein Platz frei geworden. Und diesen möchte ich natürlich gerne passend füllen: Mit der von mir sehr geschätzten nordamerikanischen Prachtscharte.

Sie brilliert mit grasartigen Blättern und violetten Blütenkerzen. Die Staude, botanisch Liatris spicata genannt, fühlt sich auf dem von der Sonne beschienenen, nährstoffreichen, durchlässigen und eher feuchten Platz bestimmt wohl. Die Knollen der Prachtscharte setze ich etwa 10 cm tief in einem Abstand von 15 cm in den Boden.

Und damit sie meinen Phlox möglichst lange begleitet, werde ich ihre verwelkten Blüten vor der Samenbildung abschneiden, die Knollen alle fünf Jahre ausgraben, teilen und neu einpflanzen und dafür sorgen, dass winterliche Staunässe ihnen nicht zu schaffen macht.

» Der Traum vom Präriegarten

Hier sind noch Zimmer frei!

Das Insektensterben zieht mittlerweile auch an meinem Garten nicht mehr vorbei. Obwohl ich mich im letzten Sommer nicht über zu wenige Bienen beklagen konnte, denn mein Gartennachbar hegt seine Staaten mit viel Liebe. Aber wo sind nur die vielen Schmetterlinge geblieben? Und die umtriebigen Hummeln, Wespen, Käfer und Fliegen, die die Blüten bestäuben und Schädlinge wie Blattläuse und Milben im Zaum halten? 

Leider stimmt die Nachfrage unserer Insekten nach Blumen oder Verstecken für die Brut mit dem raren Angebot, das der Mensch ihnen übrig lässt, nicht überein. Diese Lücke im ökologischem System möchte ich ein kleines bisschen schließen. Simple Behausungen aus markhaltigen Ruten von Brombeeren oder mit Stroh gefüllte Tontöpfe habe ich bereits aufgehängt.

Nun wird es Zeit für ein Insektenhotel! Mit vielen Zimmern, welche mit verschiedenen natürlichen Materialien gefüllt sind. So werden die individuellen Wünsche der Nützlinge in jeder Hinsicht berücksichtigt. Ich weiß, ich drehe damit nicht am großen Rad, aber kleine Taten hinterlassen auch ihre Spuren.

Mit Radieschen am Start

Feinkrümelig und eben liegt der Gartenboden zu meinen Füßen: In die Gemüsesaison starte ich traditionell mit der Aussaat von Radieschen. An den zwei, drei schnurgerade ausgesäten Reihen im Frühbeet habe ich jedes Jahr richtig Spaß. Denn die kleinen Pflanzen wachsen ab Bodentemperaturen von zwölf bis 15 Grad ohne viel Aufhebens munter vor sich hin.

Sobald ich sehe, dass nach dem Keimen einige Sämlinge zu dicht stehen, vereinzele ich die Radieschen auf einen Abstand von drei bis fünf Zentimetern. So haben alle Knollen genügend Raum zum Wachsen.

Die kurzen Tage und kühlen Nächte vertragen aber nur spezielle Frühjahrssorten. Also: Augen auf bei der Sortenwahl! Und bei der Enre gilt: Nicht zu lange warten! Denn lässt man Radieschen zu lange im Beet, schmecken sie nicht mehr so lecker und werden leicht pelzig.

» Rettich und Radieschen: würzige Wurzeln fast das ganze Jahr

Schicke Kinderstube - das Zimmergewächshaus

Seit Jahren ziehe ich auf der warmen Fensterbank Tomaten, Zucchini und Basilikum an, um nun festzustellen: So ein Zimmergewächshaus ist wirklich praktisch! Unter seinem Dach lassen sich wärmebedürftige Kräuter und Gemüse unkompliziert vorziehen.

Die hohe Haube lässt viel Licht durch, und ein Schieberegler im Dach und seitliche Löcher sorgen für einen optimalen Luftaustausch. Zudem war mein Exemplar beim Kauf mit torffreien Töpfen und einem Liter gepresster Anzuchterde ausgestattet, und ich konnte gleich loslegen. 

Das Gewächshaus steht an einem hellen, aber nicht vollsonnigen Platz in der Küche. Was erheblich dazu beiträgt, dass die Sämlinge gut wachsen und, noch wichtiger, ich nicht vergesse, die Erde regelmäßig zu besprühen. Denn sowohl Verbrennungen durch zu viel Sonne als auch längere Trockenphasen wären fatal für die Entwicklung der Kleinen.

In den ersten ein bis drei Tagen nach der Aussaat lasse ich die Haube zu, danach öffne ich sie einmal am Tag für ca. eine halbe Stunde. Wenn die ersten Laubblätter sprießen, werde ich den Nachwuchs pikieren. Sollte es draußen länger kalt sein, als mir lieb ist, setze ich ihn notfalls in größere Töpfe um, bevor er ins Beet ziehen darf.

Weißer Sternensegen

Der Milchstern ist im Vergleich zu Schneeglöckchen, Krokussen und Narzissen relativ unbekannt. Dabei wurde die Zwiebelblume bereits 1594 vom östlichen Mittelmeer nach Mitteleuropa gebracht, wo sie sich besonders in Weinbaugegenden ausgebreitet hat.

Ich mag den Milchstern, denn er sieht auf natürliche Weise edel aus. Besonders wenn sich seine zahlreichen strahlend weißen Blüten um die Mittagszeit öffnen.

Hauptsache kurz und kompakt

Obst im Kübel. Dieses Thema interessiert viele Gartenbesitzer brennend. Ich empfehle auf Nachfrage gern Säulen-Äpfel, denn sie sind pflegeleicht und tragen gut. Zu Baumzwergen wie Kirschen und Birnen rate ich nur jenen, denen ich zutraue, die Bäumchen mit der Schere in Form zu halten. Denn sie wachsen relativ fix in die Breite.

Dieses Jahr probiere ich auf der Terrasse Beerenobst aus, denn es gab auf den Messen einige Neuheiten zu entdecken. Die Firmen Lubera und Häberli zum Beispiel haben mir gleich mehrere kurze, kompakte Züchtungen von Him- und Brombeeren ans Herz gelegt, die ihre Früchte an einjährigen Ruten bilden.

» Aromatische Brombeeren ohne Dornen

Erdbeeren vom Balkon

Nicht zu vergessen: dauertragende Erdbeeren. Gleich nach der Ankunft mit der Post wurden die Pflanzen von mir in große Kübel getopft. Eine Größe von 10 Litern brauchen die Erdbeeren schon, sonst gibt es schnell  Engpässe bei der Versorgung mit Nährstoffen und Wasser.

Den Him- und Brombeeren gönne ich Kübel, die 40 bis 50 Liter strukturstabile Kübelpflanzenerde fassen. Ich bin wirklich gespannt, wie sich die Beeren machen. Und vor allem, wie sie schmecken. In einigen Wochen weiß ich mehr!

» Beerenobst

Essbare Blüten in Kübeln und Kästen

Eine Wildblumenmischung  aus Stiefmütterchen, Kornblume, Ringelblume, Borretsch, Schabziger Klee und Fruchttagetes sieht auch in einem Kasten hübsch aus.

Einfach aussäen und beim Wachsen zugucken. Gärtnerherz, was willst du mehr?

Raus aus dem Winterquartier

Dauerfrost droht nicht mehr. Deshalb darf mein Olivenbäumchen aus  seinem kühlen Winterquartier ins Freie ziehen.

Zu seiner Sicherheit postiere ich das kleine Bäumchen im Halbschatten an einem geschützten Ort. Denn zu viel Licht und Wind könnten ihm in den ersten Tagen schaden.

Dahlien - Sommerschönheiten in Töpfen

Es gibt drei gute Gründe, Dahlien in Töpfen im Frühbeetkasten vorzutreiben: Sie sind keinen unerwarteten nächtlichen Kälteschüben ausgesetzt, die Schnecken haben weniger Chancen, über ihre frischen Triebe herzufallen, und sie blühen früher.

Es genügt, wenn ich die Knollen in den Töpfen mit etwa 5 cm Erde bedecke. Sobald die Triebe 15 bis 20 cm hoch sind, kappe ich die Spitzen, damit die Pflanzen schön buschig wachsen. Nach den Eisheiligen ziehen sie dann ins Beet.

» Farbstarke Dahlien

Kurz mal schlau gelesen

Hildegard von Bingen verabreichte die Echte Schlüsselblume (Primula veris) wegen ihrer heilsamen Inhaltsstoffe bei Husten und fiebrigen Erkältungen. Die Staude, auch liebevoll Himmelsschlüssel genannt, samt sich selbst aus. Gut stehen die Chancen dafür  auf feuchtem Terrain unter laubabwerfenden Gehölzen.


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