Rosige Zeiten

Raubritter heißt die beliebte Rosensorte, die mit vielen kleinen, kugeligen Blüten alle Blicke auf sich zieht.

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Rosen zur Begrüßung – schöner kann sich der Blick in den Garten kaum eröffnen. Die Königin der Blumen, so vielfältig in Form und Farbe, bietet für jede Gartensituation wunderbare Gestaltungsmöglichkeiten: Kletterrosen und Rambler überwachsen Bögen und Pavillons, überziehen Gartenmauern und Geräteschuppen mit tausenden prachtvollen Blüten oder verhelfen alten Bäumen zu neuem Flor.

Im Beet sind die Kleinstrauchrosen, Beetrosen und Edelrosen die Stars. Die meisten Sorten werden kaum höher als einen Meter, Strauchrosen benötigen mehr Platz. Sie wachsen hoch und breit und erreichen mit ihren straff emporstrebenden oder bogig überhängenden Trieben Wuchshöhen von bis zu zwei Metern. In großen Gärten können Sie mit ihnen ganze Beete gestalten oder als Blickfang auf freien Flächen wirken lassen. Als Hecke gepflanzt, grenzen Strauchrosen Gartenräume ab. In kleinen Gärten wachsen sie leicht über die Grenzen hinaus. Hochstammrosen sind hier eine schöne Alternative. Mit ihrer Blütenkrone in zweiter Ebene sind sie das Highlight im Beet.

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Rosen - besonders schön mit passenden Begleitern

Die meisten Rosensorten überzeugen mit sehr langer Blütezeit, doch durchgehenden Flor von Mai beziehungsweise Juni bis zum Spätherbst zeigen nur die wenigsten Sorten. Die Blühpausen lassen sich mit den passenden Begleitern überbrücken. Auch ist die Zeit der reinen Rosenbeete vorbei.

Stattdessen bringt eine durchdachte Kombination mit Stauden, Gräsern, Ein- und Zweijährigen sowie Zwiebelblumen die herausragenden Rosenschönheiten erst richtig zur Geltung. Der Glanz der Rosen färbt zudem auch auf die Partner ab und lässt sie attraktiver und auffälliger erscheinen. Die Begleitpflanzen können Hintergrund, Untergrund oder Lückenfüller sein, aber ebenso spannende Effekte im Beet erzeugen.

Rosen und ihre Begleiter clever kominieren

Kontraste entstehen durch die Verwendung komplementärer Blütenfarben wie gelb und blau, orange und violett. Dezenter wirken Ton-in-Ton Pflanzungen. Zu rosafarbenen Rosen passen Pflanzen mit zart-lilafarbenen bis dunkelroten Blüten.

Auch die Verwendung verschiedener Blüten-, Blatt- und Wuchsformen zeigt Wirkung: Rosen mit kugeligen Blüten können Sie gut mit Stauden mit kerzenförmigen Blüten wie Kandelaber-Ehrenpreis und Steppen-Salbei kombinieren. Ebenso sorgt die Schafgarbe mit ihren tellerförmigen Blüten sorgt für Abwechslung im Beet.

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Rosen und Stauden - Tipps zum Standort

Entscheidend für die Partnerwahl sind aber die Standortansprüche: Rosen lieben die Sonne und möchten auf nährstoffreichem, durchlässigem Boden stehen. Die Begleiter sollten ähnliche Bedingungen bevorzugen. Wer also mit dem beliebten Lavendel liebäugelt, sollte wissen, dass dieser eigentlich nicht der perfekte Partner ist, denn er mag es eher trocken, kalkreich und nährstoffarm.

Steht der Lavendel zu dicht zwischen den Rosen, wächst er durch das Überangebot an Nährstoffen und Feuchtigkeit erst schnell, geht aber nach zwei oder drei Jahren wegen Überdüngung ein. Halten Sie deshalb genügend Abstand oder pflanzen Sie Alternativen wie Rittersporn, Frauenmantel, Katzenminze oder Glockenblumen.

Da fast alle Stauden weniger Nährstoffe als Rosen benötigen, sollte man sie nie durcheinander pflanzen, sondern in Tuffs oder Bändern. Damit vermeiden Sie Düngefehler und vereinfachen sich zudem die Pflege. Auch Unterpflanzungen mit Bodendeckern sind nicht empfehlenswert, da Rosen regelmäßig gelockerten Boden bevorzugen.

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Rosen und weitere passende Partner

Die klassischen Rosenbegleiter sind vor allem Stauden, doch Zwiebelblüher wie Zierlauch, Lilien und Steppenkerze geben gleichermaßen wunderbare Partner ab. Beachten Sie bei der Beetplanung, dass die meisten Zwiebelblüher ihr Laub einziehen und Beetlücken hinterlassen.

Sind Sie experimentierfreudig? Stellen Sie den Rosen ein- und zweijährige Sommerblumen zur Seite: Ähnliche Licht- und Nährstoffansprüche haben Ringelblumen, einjähriger Rittersporn, Schmuckkörbchen, Jungfer im Grünen, Garten-Levkoje und Schleierkraut. Ist Ihnen das Arrangement einmal nicht so gelungen, säen Sie im folgenden Jahr einfach neue Mitspieler aus. Noch viel zu selten werden Rosen von Gräsern begleitet.

Egal, ob sie straff und aufrecht wachsen oder ob die zarten Halme geradezu zwischen den Rosen schweben, Gräser bringen Struktur ins Beet und das auch im Winter. Im Beethintergrund sorgen sie für Ruhe oder man rahmt mit ihnen das Beet ein. Wichtig: Ausbreitungsfreudige und ausläuferbildende Arten vermeiden. Geeignet sind Lampenputzergras, Blaugras, Diamantgras, Atlas-Schwingel oder Rutenhirse.

Monica Lietzau
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