Phlox – Fantastische Vielfalt

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Phlox

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Die Blüten, die Farben, die Formen, der Wuchs, der Duft! Die Pflanzengattung bietet fast unbegrenzte Möglichkeiten, spektakuläre Gartenszenen zu gestalten. Staudenexpertin Ulrike Bosch hat nützliche Praxis-Tipps und ein Bestellangebot für Sie.

Rückschnitt

Dazu kann man von größeren Beständen einzelne Stöcke oder von Einzelpflanzen die Randtriebe einkürzen, und zwar am besten im Mai, solange die Bildung der Blütenknospen noch nicht eingesetzt hat. Hierdurch wird eine Verzweigung der betroffenen Stängel erzwungen und eine Verspätung der Blüte bewirkt. Die nicht beschnittenen Triebe blühen deutlich früher und sollten zunächst den Hintergrund abgeben.

Bei einigen Sorten empfiehlt es sich, abgeblühte Blütenrispen zu entfernen, sodass die Bildung neuer seitlicher Blütentriebe angeregt wird. Ist die Blütezeit gänzlich abgeschlossen, sollten entweder sämtliche Blütenstände oder gleich die kompletten Stiele entfernt werden, um Selbstausssaat zu verhindern. Über Aussaat entstandene Exemplare fallen meist nämlich nicht sortenecht, weisen also andere Merkmale auf als die Mutterpflanze. Die Bestäubung von Phloxen wird in aller Regel übrigens von Schmetterlingen übernommen, da deren Rüssel bis auf den Grund der langen Kronröhren reichen. Auch Taubenschwänzchen kann man öfters an Phloxen beobachten.

Düngen

Fast alle hohen Phloxe sind staudig und verschwinden den Winter über komplett von der Bildfläche. Im Frühjahr freuen sie sich über eine Gabe Kompost oder Hornspäne, um gut gestärkt ins neue Gartenjahr starten zu können. Nach einigen Jahren, wenn der Horst allzu groß geworden ist und eventuell schon von innen her verholzt bzw. auskahlt, sollte (im Herbst oder zeitigen Frühjahr) zur Grabgabel gegriffen werden und durch Teilung verjüngt werden: Die vitalen Randstücke werden dabei neu gepflanzt.

Pflanzenschutz

Immer wieder sieht und hört man von hohen Phloxen, die unter Mehltau und/oder unter Stängelälchen (Nematoden) leiden. Die Empfindlichkeit gegenüber Mehltau ist sortenabhängig. Meist sind aber unzureichende (also zu trockene und warme) Standorte Grund für das Dilemma. Dann heißt es gießen oder umpflanzen, kurzfristig hilft bei starkem Befall oft nur ein radikaler Rückschnitt. Schlimmer steht es um die Pflanzen, wenn ihnen Stängelälchen zusetzen.

Zu erkennen ist ein Befall durch verdickte, oft verdrehte und aufgeplatzte Stängel und gekräuselte Blätter, wobei die obersten oft ganz schmal werden. Ein noch schwacher Befall verschwindet manchmal von selbst, hilfreich ist, befallene Pflanzenstiele zu entfernen und gut zu wässern und zu düngen. Bei starkem Befall sollte jedoch die ganze Pflanze ausgegraben und entsorgt werden. Da die Älchen im Boden länger überdauern, Neupflanzungen zunächst auf anderen, nicht befallenen Plätzen vornehmen.

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