Maiglöckchen

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Maiglöckchen Convallaria majalis

Lily of the valley. So heißt das Maiglöckchen im Englischen. Ein ziemlich altbackener Name für ein Pflänzchen, das mit so modern anmutenden Sorten die Schattenpartien zum Blühen bringt.

Als einheimische Wildpflanze war uns das Maiglöckchen schon lange bekannt. Schließlich ist es in nicht zu kühlen Laubwäldern mit tiefgründigem, frischem Boden weit verbreitet. Ob tatsächlich im Tal oder eher am Berg, ist ihm ziemlich egal – nur Tiefebenen meidet es. Jedenfalls hatte das als „Frauentränen“ bezeichnete Pflänzchen bereits im Mittelalter auch unsere Gärten erobert. Hier wuchs es am liebsten völlig ungestört vor sich hin und bildete dank seiner stark verzweigten ausläuferartigen Rhizome rasch dichte Bestände. Als sich aber im 19. Jahrhundert der Handel mit Maiglöckchensträußen zu einem Riesengeschäft entwickelte, war die Ruhe dahin. Seit jeher gilt das so lieblich duftende Maiglöckchen als Symbol für Glück und Liebe. Und das hieß: Für Hochzeiten, Trauerfeiern, christliche Feste waren Unmengen Blütenstängel gefordert. So begann die gewerbsmäßige Maiglöckchen-Treiberei – und mit ihr die gezielte Zucht verbesserter Sorten.

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Einige der heute besonders in Fachkreisen beliebten Sorten wie die gefüllt blühende ‘Pleniflora’, die rosafarbene ‘Rosea’ oder die großblütige ‘Hitschberger Riesenperle’ haben also schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Auch herrliche Blattschmücker wie die gestreiftlaubige ‘Striata’ oder die weißrandige ‘Silberconfolis’ sind nicht neu. Sie stehen der Schönheit modernerer Schattenschmücker in nichts nach, bieten im Gegenteil zuweilen Vorteile. Die Funkien werden von Schnecken vernascht? Keine Gefahr beim Maiglöckchen! Die Blüten der Bergenien fallen Spätfrösten zum Opfer? Auch das ist beim Maiglöckchen kaum zu erwarten. Fällt seine Blüte tatsächlich mal aus, liegt das eher an fehlender Feuchtigkeit im vorjährigen Sommer: Die Blütenknospen werden zwischen Juni und August angelegt. Auch mangelnde Ernährung mindert den Flor: Spendieren Sie dem Pflanzenteppich daher im Frühjahr eine dünne Schicht Kompost und im April noch einmal Hornspäne. Auch eine Laubmulch-Schicht im Herbst ist willkommen. Doch bei allen Vorzügen der „Lilys“ darf eines nicht verschwiegen werden: Maiglöckchen sind äußerst giftig! Selbst ihr Schnittblumenwasser kann Vergiftungen verursachen! Daher bitte nur mit Bedacht pflanzen.

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Extra-Wissen

Maiglöckchen und BärlauchDas Laub von Maiglöckchen und Bärlauch ähnelt sich sehr. Zudem gedeihen beide Pflanzen am selben Standort. Fachkundige unterscheiden sie so: Bärlauchblätter sind einzeln lang gestielt. Die Blätter des Maiglöckchens entspringen meist paarweise einer grundständigen Blattscheide. Für den Laien ist das kaum zu erkennen! Auch der aromatische Knoblauchduft des Bärlauchs kann täuschen: Ist erstmal Bärlauch gepflückt, riechen die Hände derart stark, dass die Duftprobe hinfällig wird. Im Zweifel: Hände weg!
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