Herbstlicher Schmuck

Themen: Dekoration, Herbst
Rebhuhnbeere

Foto: PdM. - Die Rebhuhnbeere ist ein beliebter immergrüner Kleinstrauch, der besonders in der Advents- und Weihnachtszeit auftrumpft.

Bis weit in den Herbst hinein - wenn längst keine Blüten mehr zu sehen sind - übernehmen Beerensträucher das Farbregiment im Garten. Sie sind echte Schmuckstücke und das nicht nur in den Augen der Gartenbesitzer: Beerentragende Sträucher und Bäume haben auch einen hohen ökologischen Wert. Für viele kleine Tiere, hier überwinternde Vögel und Insekten, bieten sie lebenswichtige Futterquellen. Die Natur hat es gut eingerichtet, denn auch umgekehrt besteht ein Abhängigkeitsverhältnis: Viele Pflanzen sind darauf angewiesen, dass Vögel ihre Samen weitertragen oder dass Insekten ihre Blüten befruchten.

Nicht nur zur Weihnachtszeit

Die Rebhuhnbeere (Gaultheria) ist ein beliebter immergrüner Kleinstrauch, der besonders in der Advents- und Weihnachtszeit auftrumpft, denn er zeigt sich in fast allen Farben des Weihnachtsfestes. Die immergrünen Blätter, die gelegentlich sogar einen leichten Lila-Ton haben, und die leuchtend roten Beeren wirken noch einmal so schön, wenn sie aus einer glitzernden weißen Schneedecke herauslugen. Die Rebhuhnbeere eignet sich deshalb auch sehr als Winterdekoration von Terrasse und Balkon. Im Garten ist sie als Bodendecker vor allem unter laubabwerfenden Bäumen und größeren Sträuchern beliebt. Ebenfalls immergrün und mit sehr vielen Beeren geschmückt zeigt sich die Torfmyrte (Pernettya). Je nach Sorte trägt sie rosa, rote oder weiße Beeren, die besonders lange an den Pflanzen bleiben. Ihre Blätter sind lanzettlich geformt und dornig zugespitzt - sie kratzt, aber sie ist ein Klassiker für den Winterschmuck in Kästen, Kübeln und Töpfen.

Viele Varianten

Ein weiterer immergrüner Kleinstrauch mit auffälligem Fruchtschmuck ist die Skimmie (Skimmia). Sie gehört zur Familie der Rautengewächse (Rutaceen), zu denen auch Zitrone, Pampelmuse oder Orange gehören. Das erklärt den typischen Zitrusduft, den man riechen kann, wenn man ihre reibt. Im Fachhandel finden sich verschiedene Arten und Sorten von Skimmien. Sie blühen in Weiß, Creme oder Rosa, wachsen kompakt und kleinbleibend oder auch ausladend - immergrün sind sie alle. Allerdings tragen nicht alle Skimmien Beeren. Es gibt rein männliche Sorten - die zwar sehr schön blühen, aber nie Früchte tragen (Skimmia japonica ´Rubella´). Die weiblichen Sorten tragen dagegen Beeren, wenn eine männliche Sorte in der Nähe ist und die zweigeschlechtlichen Skimmien fruchten immer, da sie sich selbst befruchten können.

Skimmen eignen sich für niedrige Hecken von bis zu einem Meter Höhe. Sehr schmuck sind sie auch als Vor- oder Unterpflanzung größerer Sträucher. Sie bevorzugen halbschattige Standorte und benötigen dort kaum Pflege, ihnen genügt im Frühjahr ein wenig organischer Dünger. Die Skimmia japonica ´Rubella` hat eine besonders langlebige und üppige „Blüte". Es sind allerdings die auffällig rot gefärbten Blütenknospen, die in kleinen Trauben zusammenstehen und die Pflanzen ab September den ganzen Winter über schmücken. Erst im April öffnen sich die Blütenknospen und zeigen dann noch einmal mehrere Wochen lang kleine weiße Blüten.

Eine andere bewährte Winterschönheit ist das Immergrüne Lorbeerkrüglein (Leucothoe) vor allem wegen seiner schön gezeichneten Blätter. Dieser immergrüne, auch in unseren Breiten winterharte Strauch hat viele Farben des Regenbogens: grün, creme, gelb, rosa, rot und lila. Die Wuchshöhe variiert von dreißig Zentimetern bis zu einem Meter. Das macht ihn geeignet als niedrigen Bodendecker (Leucothoe 'Zeblid') oder für kleinere Hecken (Leucothoe 'Walteri'). Es gibt auch eine Sorte mit „Locken": Die kompakt wachsende Leucothoe axillaris 'Curly Red' hat gerollte Blätter.

Goldene Regel: Je mehr Sonne die Leucothoe bekommt, desto schöner und bunter ist ihre Blattfärbung. Lassen Sie sich überraschen: Diese Immergrüne zeigt eine grandiose weinrote Herbstfärbung! Am liebsten steht sie in feuchtem, humosem, gut durchlässigem sauren Boden - entwickelt sich aber auch sehr gut im Topf auf Balkon und Terrasse.

Farbenspiele

Legendär ist natürlich die Heide - sie bietet für Herbst und Winter eine enorme Farbfülle und viele Varianten. Sie liebt offene Lagen und kann nie zu viel Sonne bekommen. Heide wächst am besten in feuchten, gut durchlässigen, sauren Böden. Wenn der Boden stimmt, ist die Heide eine sehr dankbare, langlebige Gartenpflanze mit Blühgarantie, ohne dass sie viel Arbeit machte. Wer Heide mag, bereitet ihr ein regelrechtes Heidebeet und sorgt für sauren, humusreichen Boden. Dort kann nach Herzenslust Sommerheide (Calluna) - sie blüht im August-September - und Winterheide (Erica) - sie blüht im Februar-April - kombiniert werden. Dazu passen auch Rhododendron, Azaleen, Skimmien, Leucothoe und andere Moorbeetpflanzen.

Quelle: PdM
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